„The work“

Also das war ein wirklich interessanter Abend. Hätte ich nicht gedacht. Irgendwie vermutete ich, nach dem ich mir noch das kleine Büchlein von Katie Byron runtergeladen hatte und noch auf der Fahrt dorthin drin gelesen habe, dass ich da eigentlich gar nicht hinpasse.

Da las ich von so (längst) bekannten Themen wie Glaubenssätze auflösen, negative Gedanken(schleifen)muster  durchbrechen, positiv denken ….. und dachte: oje wahrscheinlich sitzen da lauter vom Schicksal gebeutelte Menschen und klagen ständig über ihre Vergangenheit und Probleme. Ich überlegte schon ob ich nicht wieder umkehren sollte.

Das Gegenteil war der Fall. Es waren schon recht weit entwickelte Frauen so ab 40 aufwärts, teilweise Mütter mit bereits erwachsenen Kindern, meist noch im Beruf stehend. Sie antworteten fast alle – auf die Frage warum sie hier sind, dass sie eine Art Stillstand grad erlebten und gerne weiterwachsen wollten, dass sie Reste aus der Kindheit mit sich schleppen und nicht loswerden können. (sie konnten ihre Probleme bereits definieren und mussten sie nicht ständig wiederholen) Die Themen waren mir alle sehr bekannt. Es war eine Gruppe von 7 Personen und wirklich alle waren mir sympathisch. Es war gleich eine vertrauensvolle Atmosphäre da, und die meisten hatten soziale Berufe oder Heilberufe (eine war Hakomitherapeutin, eine Heilpraktikerin). Es war sehr anregend sich mit den Frauen dort zu unterhalten. Einige hatten schon Work-Erfahrungen.

Alle hatten auch einige schwere Pakete aus der Kindheit, aber schon sehr damit gearbeitet. An einer Person wurde schließlich „geworkt“ – die eine gerade belastende Unklarheit mit ihrer Tochter hatte. Das kann man sehr schlecht beschreiben, wie das abläuft. Obwohl es halt sehr verschieden gehandhabt wird, aber es ist eine bestimmte Art von Fragenstellen, (die 4 Fragen) die nach innen führt. Es ist eine ziemlich tiefe und auch anstrengende Seelenarbeit, aber es war sehr interessant.

Ich habe mich sehr wohlgefühlt und es begeisterte mich total, endlich auf Menschen zu treffen, die sich weiterentwickeln wollen, sich schon ziemlich aus den alten Leidschleifen befreien konnten und (davon berichten konnten, wie es ihnen gelang) ernsthaft daran arbeiten wollten sich nicht als zu Opfer fühlen, sondern in die Selbstwirksamkeit zu gehen und Verantwortung für sich übernehmen und nicht immer nur im Außen suchen, und anderen die Schuld geben an ihrem Unglück. Auch spirituell sind zumindest einige in dieser Gruppe ausgerichtet. Diese Zusammentreffen sind total kostenlos. Da habe ich genau das Richtige gefunden, wo mein Weg weiter gehen kann.

Und es war schon wie geführt, dass ich ausgerechnet an jenem Tag gerade Dienst hatte, als die Leiterin der Gruppe in der Akademie für Ältere angerufen hat um anzufragen ob sie auch bei uns mal einen Vortrag halten könnte. Dadurch kamen wir ins Gespräch und sie hat mich eingeladen zu kommen.

Ich war sehr beeindruckt von dem positiven, offenen, achtungsvollem Umgang miteinander. Und ich merkte, dass dieses unter ‚Gleich- oder Ähnlich-Gesinnten sein‘, etwas ganz anderes (näher am Leben dran) ist, als sich nur im Blog mit diesen Themen zu beschäftigen. Da sind wirkliche Menschen, nicht nur stille Mitleser, die kaum etwas dazu sagen wollen oder können. Das ist echter Austausch! 

Und hier zwei Filmchen in denen  es ganz gut erklärt wird, was es mit „The work“ auf sich hat. Für die, die gerne mehr davon wissen möchten.

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