Stetig aufmerksam

Heute, als ich morgens ins Bad ging und meine Affirmationen am Spiegel las, spürte ich sehr deutlich die Gegenbewegung in meinem Denken, von der E. Tolle sprach. Da machte sich der Gedanke breit: „Was ist mit der Hermetik? Es gibt zu allem den Ausgleichspol… also wenn es mir jetzt schon so lange gut geht – wo bleibt das mich schlecht fühlen?“

Das ist echt tricky – mich mit meinen eigenen Beiträgen schlagen zu wollen (Hermetik). Aber ich durchschaue es, denn es kommt auf den Blickwinkel an, auf die Art wie wir es betrachten, wie wir es interpretieren und in den Gesamtzusammenhang stellen. Denn statt angstvoll zu sagen: Stimmt, es geht mir schon zu lang so gut, die andere Seite kommt automatisch zu mir wenn ich zu lange den einen Pol fördere.

Aber wer sagt denn, dass es in diesem Fall so betrachtet und gewertet werden muss? Nur mein Hirn gaukelt mir diese Sichtweise (ängstliche) vor. Ich könnte es ebenso gut anders betrachten und zwar sagen: Zwei Drittel (oder mindestens die Hälfte) meines Lebens war freudlos, mit Schrecklichkeiten gespickt, erlebte ich mich in Verhältnissen, die mir viel Schmerz zufügten, so lange war ich gefangen im Leid….. jetzt ist es Zeit, die andere Seite zu leben. Ich werde jetzt positiv leben, nicht mehr den Schmerz suchen, sondern die Schönheit des Lebens und meiner Seele entdecken, nach all der Zeit des „Nichterkennens“ – bewusst werden. Ich werde jetzt nach den mir so vielen Jahren der lähmenden Sichtweise, dass ich hilfloses Opfer bin, gestatten selbstwirksam mein Leben in die Hände nehmen. Ich werde mich befreien von der Unbewusstheit und dazulernen und mehr Bewusstsein entwickeln. Ich werde jetzt ein in innerer Freiheit lebender Mensch! Ich werde in Zukunft aufmerksam sein und meinem Verstand, meinem EGO, nicht mehr alles glauben, werde mich seiner Macht entziehen und den alten ausgelutschten, alten, destruktiven Gedanken Einhalt gebieten und den anderen Pol dagegen setzen.

Ich danke E. Tolle, dass er mich gewarnt hat vor dem „Zurückkommen“ der Bestrebungen des Verstandes, alte Zustände wiederherzustellen. Ich nehme diese Warnung ernst und bleibe wachsam. Denn das EGO kämpft um sein armseliges Leben, wenn er Neues hört, er ist so einseitig und versteht nur dass es ihm an den Kragen geht, wenn er nicht mehr die Macht hat. In Zukunft benutze ich den Verstand als Werkzeug und lasse ihm nicht mehr die kindliche Macht (sie stammt aus der Kindheit) und übernehme selbst die Verantwortung und die Macht über die Gestaltung meines Lebens.

 

Affirmationen

Die erwähnten Affirmationen im letzten Beitrag sind wirklich Gold wert. So direktes Arbeiten mit dem Thema: Veränderung alter Gedankenmuster oder Glaubenssätze, ist bei E. Tolle nicht zu finden. Aber auch der Beitrag vor ein paar Tagen über „Sind Gefühle wahr?“ von Dami Charf behandelt dieses Thema, denn was steuert unsere Gefühle? Ja Gedanken!

Jedenfalls habe ich mir jetzt diese Affirmationen bezüglich meiner aktuellen Themen, die ich noch nicht gelöst habe – ausgedruckt und hängen am Spiegel, am Bett und an diversen Türen.

Nachteil: man muss daran denken sie abzuhängen wenn Besuch kommt 😉

Selbstwert öffnet viele Türen

Fortsetzung von den CDs von L. Hay:

„Selbstkritik verfehlt völlig das Ziel, es wird nur das Zögern und die Faulheit verstärken. Die geistige Energie muss dafür verwendet werden, sich von Altem zu lösen und ein neues Gedankenmuster zu schaffen. Sagen Sie:

Ich bin willens mich von dem Bedürfnis „Ich bin wertlos“ zu lösen. Ich bin es wert das Allerbeste im Leben zu haben und ich bin von Liebe erfüllt und ich erlaube mir das jetzt zu akzeptieren!

Wenn ich ein paar Tage lang diese Erklärungen laufend wiederhole, wird mein äußeres Zeichen des Zögerns von alleine nachlassen und anfangen zu verblassen. Wenn ich innerlich ein Selbstwertmuster erschaffe, werde ich nicht länger mein Wohlergehen verzögern. Sehen Sie wie das auf manche ihrer negativen Gedankenmuster oder äußeren Zeichen passt? Hören Sie auf Zeit und Energie zu verschwenden, sich wegen etwas zu kritisieren, was wir nicht ändern können, solange wir bestimmte innere Überzeugungen (Glaubensmuster) haben und ändern sie stattdessen ihre Überzeugungen. Wir haben es nur mit Gedanken zu tun und Gedanken können verändert werden, gleichgültig wie wir an sie heran gehen werden oder über welches Thema wir sonst sprechen. Wenn wir einen Zustand verändern wollen, müssen wir es auch sagen:

Ich bin willens mich von dem Muster zu lösen, das diesen Zustand geschaffen hat.

Sie können das jedes Mal sagen, wenn Sie an ihre Krankheit oder ihr Problem denken. In dem Augenblick wo sie es sagen verlassen sie die Gruppe der Opfer, Sie sind nicht länger hilflos, Sie erkennen ihre eigene Macht. Sie sagen:

Ich fange an zu verstehen, dass ich das geschaffen habe. Ich nehme jetzt meine eigene Macht zurück, ich werde mich von diesem alten Gedanken lösen und ihn hinter mir lassen!“

Ich höre förmlich fast die Empörung, den Shitstorm über diese Affirmationen.  Diesen Zustand soll ich selbst geschaffen haben ….. weg mit diesem himmelschreienden Unfug… Ich weiß das, weil ich damit selber über Jahre gekämpft habe.

Ebenso habe ich mit Affirmationen gekämpft – vor allem mit jenen, die ein zukünftiges positives Sein enthielten. Eine Affirmation die eine Lüge enthielt? (So bin ich nicht, so kann ich nie werden) Nicht mit mir, ich könnte mir keine Lüge einreden. (Heute würde ich entgegnen: Aha, Du willst lieber mit einer Lüge leben? Denn heute weiß ich mehr über die Welt der Glaubenssätze und Gedankenmuster, wie sie unsere Welt zur Qual machen, obwohl sie nicht wahr sind)

Zum Glück habe ich mich schon viele Jahre lang mit dem Thema „Gedanken erschaffen unsere eigene Welt!“ beschäftigt (oder mit dem Thema: dass wir mit bestimmten Gedanken Dinge in unser Leben ziehen, mit denen wir durch solche gedanklichen Muster in Resonanz gehen). Ich fand das wahnsinnig spannend, konnte es aber vor vielen Jahren (wahrscheinlich schon vor 15/20 Jahren) als es mir zum 1. Mal begegnete – noch nicht so wirklich glauben und vor allem nicht umsetzen. Ich hatte zu viele Widerstände dazu in mir. Ich haderte mit verschiedenen Konzepten in mir (wie kann es sein, dass ich mein Leid erschaffen habe als Kind – missbraucht zu werden – in so eine Welt, zu solchen gewalttätigen Eltern geboren werden…. ) die mein Leiden so nicht erklärten, wurde es doch von anderen verursacht. (Es brauchte erst den Totalabsturz auf allen Ebenen, ehe ich begriff.)

Das hat sich erst langsam gelöst, als ich nach dem Sinn in meinem Leben suchte und mir ein anderes Weltbild erarbeitete. Das in etwa so zusammen gefasst ist, dass unsere Seele nicht nur in dieser Welt existiert, sondern schon viele Leben gelebt hat und viele Erfahrungen gemacht hat und Leben grundsätzlich sinnvoll ist, egal ob wir es verstehen oder erst im Nachhinein oder gar nicht. 

Auch in der Zeit der DIS-Diagnose und nach dem Unfall (wo ich den Sinn in meinem Leben nicht mehr sehen konnte bzw. ihn wieder verloren hatte) waren plötzlich all meine bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse – wie weggewischt. Ich lebte nur noch in der Schreckenswelt der Vergangenheit, nichts von dem Gelernten war noch zugänglich – es fühlte sich (wenn ich zurückfühle) an wie ein Leben in einem Kästchen mit starren, undurchdringlichen Wänden.

 

Weihnachten nach meinem Geschmack

Dieses Weihnachten war so schön! Endlich wieder mal nach seinem eigenen Biorhythmus leben – die ganzen Märchenfilme mit meinen Innenkindern gucken, mich an Dorie’s „Gedächtnis(ver)schwund erfreuen oder an ‚Strange Magic‘, (dieser unglaublich – zeichnerisch und musikalisch gelungenen – lustigen Elfengeschichte, um die Liebe und all das was sie nicht ist – so schön kitschig)  Und dann noch abends Vaiana – eine Geschichte vom Mut  (überhaupt, diese Zeichentrickfilme sind eigentlich Metaphergeschichten und so liebevoll detailliert geschaffen)- Und ich hatte auch wieder Muse zum eigene Geschichten schreiben – Zeit in Büchern schmökern, das Weihnachtsgeschenk: Asterix lesen (hab ich ewig nicht mehr getan), sogar den Aquarellkasten abgestaubt und mal wieder ein bisschen vor mich hingemalt – lecker Essen gekocht – mit viel Zeit (sogar selber zuckerfreie Schokolade gemacht mit Erythrit – oh so lecker) – mich mit E. Tolle und L. Hay beschäftigt – am Spiegel und an den Türen hängen frische Affirmationen für die nächsten Wochen (auch wenn Freizeit ist, wird an der Weiterentwicklung gearbeitet 😁). Das neue Tablet endlich mal näher besehen und ausprobiert. Musik gehört und Muskeln trainiert, sogar mit Hanteln und Stretchband – Zeit für Meditationen und Trance-Hypno-Übungen mit Gabriels Weihnachtsgeschenk ‚gegen Ängste‘ gelernt und gechillt ohne Ende….. und Telefon war ausgestoppselt. Sinnvolle Tätigkeiten ohne Ende.

So ruhig – so entspannt – so friedlich…. ich versteh den ganzen Hyp um Weihnachten rum einfach nicht – auch nicht die Angstreaktionen und traurigen Gefühle, die manche kriegen in dieser Zeit. Bei mir ist das einzige was an Weihnachten erinnert – draußen vor der Eingangstüre, da habe ich die übliche Eule ausgetauscht gegen den Blechengel – ein Obulus an die Hausgemeinschaft – ein bisschen Anpassung halt an die Adventskränze, Engel und Beleuchtungsketten im Treppenhaus. Tannenzweige oder gar Bäume, Christbaumschmuck, Geschenke? Seit meine Tochter ausgezogen ist – nichts mehr davon. Bin echt froh, war nur Stress und Dreck hinterher (die Nadeln) und man hatte zu tun, den Kater daran zu hindern, die Kugeln in der Gegend rumzuschießen, während er fröhlich im Weihnachtsbaum saß.

Vielleicht liegt es bei mir deshalb so, weil Weihnachten zwar bei uns Zuhause, als ich Kind war – ziemlich geschenkefrei war – wir waren sehr arm. Das einzig Tolle war für mich damals, dass ich an diesen Tagen keine Schläge bekam.

Meiner Tochter bedeutete das auch schon seit sie 18 ist, nichts mehr, im Gegenteil, als Veganerin, Kommerzfeindin bemüht sie sich um einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck, fährt zwar den großen Kastenwagen für die Abholungen von Foodsharing, aber sonst alles mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen.

Hab ich gut gemacht (die Erziehung) nicht wahr? Nachhaltige Erziehung nennt man das, einen sozialen Beruf hat sie auch noch ergriffen und dieses Weihnachten verbringt sie mit Freunden in Holland und ich habe weihnachtsfreie Bude 😁.

Sich von unliebsamen Gewohnheiten trennen

Auszug aus Louise Hays CDs „Gesundheit  für Körper und Seele“ ist schon älter gibt es nicht mehr zu kaufen in dieser Fassung.-

Gleichgültig wovon wir uns in unserem Leben auch trennen wollen, es ist nur ein Symptom… nur ein äußeres Zeichen. Der Versuch das Symptom zu beseitigen, ohne die Ursache auszuräumen, ist vollkommen nutzlos. Denn sobald unsere Willensstärke nachlässt, taucht das Symptom wieder auf. 

Ich sage den Klienten: In Ihnen muss ein Bedürfnis sein nach diesem Zustand, sonst hätten sie ihn nicht. Lassen Sie uns einen Schritt zurückgehen und an der Bereitwilligkeit arbeiten, sich von einem Bedürfnis zu befreien. Wenn das Bedürfnis verschwunden ist werden sie kein Verlangen mehr nach Zigaretten, zuviel Essen, dunkle Gedanken oder negative Verhaltensmuster haben.

Eine der nützlichen Erklärungen ist: Ich bin bereit mit von dem Bedürfnis nach Widerstand, Kopfschmerzen, Übergewicht, nach Geldmangel oder was auch immer zu lösen.

Ja, ich weiß, das klingt echt schräg für Menschen, die sich als Spielball des Schicksal empfinden, die glauben, dass sie keine Macht haben in diesem Leben etwas zu verändern, Menschen die darauf warten, dass von Außen Hilfe kommt und die sich als Opfer fühlen (schließlich habe ich mich jahrelang genauso gefühlt). Aber genau für diese Menschen sind diese Texte und wenn sie es schaffen, den Widerstand gegen solche Aussagen zu überwinden und sie für möglich halten (also den Widerstand dagegen aufgeben), können sie zur Selbstwirksamkeit finden und der Hilflosigkeit entkommen und anfangen ihr Leben so zu gestalten wie sie es wollen. Mit anderen Worten: sie können sich von alten Gedankenmustern befreien und anfangen selbstbestimmt zu leben, frei werden von den Glaubenssätzen, die man als Kind in sie zementiert hat  – kurz sie können frei werden und zu ihrem wahren Selbst finden.

„Die Netze,die wir um uns herum geflochten haben, müssen entflochten werden. Wenn Sie jemals versucht haben einen Wollknäuel zu entwirren, dann wissen Sie, durch heftiges Zerren und Ziehen, wird es nur schlimmer. Sie müssen sehr vorsichtig und geduldig die Knoten entwirren. Seien Sie vorsichtig und geduldig, wenn sie ihre geistigen Knoten entwirren, holen Sie sich Hilfe, wenn Sie sie brauchen, bemühen Sie sich um eine liebevolle Haltung während dieses Vorgangs. Die Bereitwilligkeit etwas Altes hinter sich zu lassen ist der Schlüssel. Das ist das Geheimnis.

Wenn ich davon spreche ein Bedürfnis nach einem Problem zu haben, dann meine ich, dass wir nach unserer entsprechenden Zusammensetzung von Gedankenmustern, das Bedürfnis nach bestimmten äußeren Zeichen oder Erfahrungen haben. Jedes äußere Zeichen ist der natürliche Ausdruck eines inneren Gedankenmusters, es ist verschwendete Energie und verstärkt oft das Problem nur noch, wenn man nur noch gegen das äußere Zeichen oder Symptom  kämpft. Eines meiner äußeren Zeichen wird wohl das Hinausschieben sein, wenn eines meiner inneren Überzeugungssysteme oder ‚Gedankenmuster: „Ich bin wertlos“ lautet. Zögern ist letztlich aber nur eine Art uns von dem fern zu halten – wo wir eigentlich hinwollen. Die meisten zögernden Menschen werden viel Zeit und Energie verbrauchen, sich wegen dem Zögern zu beschimpfen. Sie werden sich faul nennen, sich selbst gefühlsmäßig als schlechte Menschen und Versager begreifen. Ein anderes Symptom ist der Ärger über das Wohlergehen der anderen (oder Neid). Der Ärger über das Wohlergehen ist aber nur eine weitere Sperre für die eigene Entwicklung und Veränderung.“

Auf meinem neuen Weg ist mir das genauso hier auf meinem Blog passiert. Zwar haben mich viele aus der Zeit früher, und dem alten Blog, noch begleiten wollen und sind mir gefolgt, aber je mehr es mir gut ging mit dem Neuen, von dem ich hier berichtete, desto mehr Gegenbewegung erlebte ich hier und das fand ich sehr traurig, weil die Menschen mit denen ich früher auf meinem Weg des Leides und des Schmerzes viel teilte (was ich mittlerweile im Rückblick als eher destruktiv ansehe, weil es mich lange dort festhielt, denn immerhin bekam ich viel tröstende Kommentare) und ich es nicht verstehen konnte, warum sie offensichtlich meinen konstruktiveren Weg – heraus aus dem Schmerz – so bekämpften oder ihn auch nicht glaubten, oder ihn so sahen, dass er nur für ganz starke Menschen wäre (wie eine schrieb) und eine mich sogar undankbar fand, weil ich doch so viel Tröstung erhalten hatte und sie sich durch meine klare Rückschau (in meinem Beitrag: ‚Schonungslose Betrachtungen‘ meines eigenen Seins, als ich damals auf dem destruktiven Weg noch wandelnd, sehr genau untersuchte) angegriffen fühlte.

Mit dieser Erklärung von L. Hay wird mir das wesentlich verständlicher.

 

 

 

Der rote Faden…..

Schnell noch ein Hinweis; Aus einigen der wertvollen kostenlosen online-Seminaren kenne ich Gabriel Palacios – ein bekannter Hypnotherapeut (noch sehr jung aber unsagbar gut) schon länger. Er hat Teilnehmern aus seinen kostenlosen online-Seminaren ein Weihnachtsgeschenk geschickt. Erst jetzt bin ich dazu gekommen es anzuschauen und ihr wisst ja – ich gebe gern alles Gute und Wertvolle weiter …. und passen tut es auch noch – gleich in der ersten Lektion – zum Thema: Gedanken schaffen unsere Welt. Also lasst Euch beschenken!

Hier der Link – heut und morgen noch bis kurz vor Mitternacht kann man teilnehmen.

https://geistige-entwicklung.com/courses/89/learn/276

Es sind insgesamt 6 kleine Lektionen!

Soviel Bestätigung

vom Leben – oder vielleicht sollte ich sagen – vom Kosmos.

Manchmal kann ich es gar nicht glauben….. dieser rote Faden – so klar und sichtbar.

Vor ein paar Tagen ging ich wie üblich zur Bushaltestelle –  und wie immer komme ich nicht an dem dortigem aufgestellten Bücherregal vorbei, um wenigstens kurz einen Blick hinein zu werfen. Und was sehe ich da als Erstes? Eine 3fach CD von Louise Hay mit dem Titel: Gesundheit für Körper und Seele. Erst habe ich gezögert – ich kenne Louise Hay, habe schon eine CD von ihr mal vor vielen Jahren gehört und fand sie ‚mäßig‘ und auch in Videos ist sie mir schon öfter begegnet und sie war mir nicht sonderlich sympathisch – ich mag so Frauen, die sich arg schminken und sich wie ein Weihnachtsbaum vollhängen – nicht so besonders (da sieht man mal wieder, wie das mit den Vorurteilen ist – auch bei mir – wie sollte es auch bei mir anders sein ?) – dann nahm ich die Dreier-CD doch mit. Wie gut, dass ich jetzt seit vielen Monaten offener bin und aufmerksamer gegenüber ‚Geschenken‘ die unerwartet hereinkommen und fähig bin sie anzunehmen.

Als ich die 2. von dem Dreiergespann-CD – als ich schlafen ging  (ich lass mir seit einiger Zeit immer etwas zum Einschlafen vorlesen per CDs😁 ich hatte mich verguckt und versehentlich bei der schummerigen Beleuchtung verlesen) – einlegte – konnte ich es kaum glauben und frohlockte, hörte ich doch da – ich traute meinen Ohren kaum – ganz ähnliche Aussagen wie der Eckhart Tolle von sich gibt. Die Art, wie sie über diese Inhalte spricht – sind sogar noch ‚leichtverdaulicher‘ mitgeteilt. Ich nehme es als Hinweis eine Weile davon hier im Blog weiter zu berichten. (Es gibt so viele Wege nach ‚Rom‘) Es ist bei mir einfach so, dass ich Positives, Weiterführendes, Wertvolles, das ich entdecke und selbst verinnerlicht und ausprobiert habe – weitergeben muss und will (Es ist mir eine Freude und ein Anliegen Wirksames, Hilfreiches mit anderen zu teilen). Es werden so viele negative, destruktive Dinge, soviel Leidvolles, soviel Unwichtiges in den Medien oder im Blog mitgeteilt und das wirklich Wichtige, das so dringend benötigt – wird nicht genug verbreitet.

Das Erste was ich auf der 2. CD hörte war folgendes:

„In uns gibt es ein Bedürfnis, nach jeder Gewohnheit, nach einer Erfahrung, die wir immer wieder machen, das wir stetig wiederholen. Das Bedürfnis entspricht einer Überzeugung, die wir haben. Wenn nicht das Bedürfnis wäre brauchten wir es nicht zu haben, nicht zu tun oder nicht zu sein. Etwas in uns braucht die Süßigkeiten, die armselige Beziehung, die Misserfolge, den Alkohol, die Zigaretten, den Ärger, die Armut … welches Problem wir auch haben.

Wie oft haben wir gesagt: Ich will das nicht wieder tun, aber noch bevor der Tag vergangen, hatten wir unser Stück Kuchen gegessen, unsere Zigarette geraucht, den Schluck Alkohol getrunken, hässliche Dinge zu denen gesagt, die wir lieben usw. Dann lösen wir das ganze Problem, indem wir uns ärgerlich sagen: Oh du besitzt keine Willensstärke, keine Disziplin, du bist einfach nur schwach. Das kommt zu der Last von Schuld hinzu, die wir bereits tragen.“

Mal ehrlich, wer kennt das nicht! Ich finde es eine interessante Auslegung von Bedürfnis. Da denke ich natürlich vor allem an die letzten 6 Jahre (nach meinem Unfall und meiner Diagnose DIS/DDNOS) – die wirklich schwer waren und mich völlig aus dem Gleichgewicht brachten. Und natürlich sind die Lösungen, die Wege, die sowohl in den letzen Beiträgen von E. Tolle und nun auch Louise Hay (in den folgenden Beiträgen) die hier zum Thema Leiden und Schmerz – behandelt werden – durch Verstehen und mehr Bewusstsein dafür – ein gangbarer Weg, um aus seinen Leidensschleifen zu entkommen.

Im Rückblick zu erkennen, dass man diesen Weg bereits zum großen Teil schon eingeschlagen hat, und man es geschafft hat zu ‚entkommen‘ – ich behaupte ganz lapidar ‚in ein besseres, freudigeres, leichteres und vor allem sinnvolles Leben‘, wo man den alten längst vergangen Schmerz hinter sich lassen kann – für alle Zeit – ist sehr befriedigend. Es ist auch noch viel Weg vor mir – klar – man lässt so hartnäckige Gedankenmuster und Glaubenssätze (aus einer gewaltvollen Kindheit) nicht so einfach hinter sich. Doch solche Erklärungen, Verstehenstexte helfen sehr, die automatisierten Glaubenssätze in Bewusstsein zu verwandeln und allmählich verschwindet das Bedürfnis danach zu handeln und lässt sich nicht mehr von ihnen beherrschen.

Diese Texte verschenke ich sozusagen zu Weihnachten (Häppchenweise und mit eigenen Erfahrungen damit geschmückt😀)  an alle Leser, die sich nicht länger von Leiden, unnötigen oder schmerzhaften Gedankenmuster bestimmen lassen wollen. Die wahrhaft raus wollen aus unsinnigen Bedürfnissen von denen schon Albert Einstein sagte:

 

 

 

Gute Tage!

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Ja, das sagen wir auch! Auf jeden Fall zu Weihnachtsbraten, Kommerz und Weihnachtsstress mit ungeliebten Personen. Lasst es Euch gut gehen! Und denkt daran, der Vergangenheitsstress von früher und der Kindheit ist NUR im Kopf – lasst ihn einfach nicht herein. Ich wünsch Euch allen, dass Ihr es schafft im ‚Jetzt‘ zu sein – in der Gegenwart.

Sind Gefühle wahr?

Heute habe ich den Artikel von Dami Charf noch mal gelesen über die Wahrheit von Gefühlen. Die, die mich kennen wissen, dass ich diese Therapeutin und ihr Wissen sehr schätze und sie schon im alten Blog über DIS und Heilung oft zitierte und ihre Seite oft verlinkt habe. (Leider ist sie zu weit weg von mir, dass ich nicht in meinen sehr schwierigen Zeiten vor 5/6 Jahren zu ihr konnte)

Jetzt zur Weihnachtszeit – viele Blogleser haben da ja besonders viel Zeit – und da dachte ich – es wäre doch gut die Gelegenheit zu nutzen und von E. Tolle eine kleine Pause zu machen (obwohl er auch durchaus darüber schreibt) und die Gefühle unter die Lupe zu nehmen und mit Irrtümern aufzuräumen.

Hier ist der vollständige Link zu Damis ganzen Text:

Warum Gefühle nicht wahr sind

Besonders hervor heben möchte ich jenen Ausschnitt aus diesem Teil:

Gefühle als Schatten der Vergangenheit

Gefühle empfinden wir häufig als direkte Reaktion auf etwas, das gerade passiert. Wir neigen dazu, Gefühle sehr stark als Reaktion auf Reize aus der Umwelt wahrzunehmen. Wir empfinden Gefühle als authentisch und wahrhaftig. Man darf sie nicht anzweifeln und nicht in Frage stellen.

Hier begeben wir uns auf ein schwieriges Feld. Gefühle sind natürlich „echt“, in dem Sinne, dass wir sie eben jetzt real fühlen, ABER:
Gefühle entstehen aber zum großen Teil durch Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben (siehe auch Emotionale Flashbacks). Sie werden ausgelöst durch einen Abgleich, welches das Gehirn von der momentanen Situation mit bereits erlebten Situationen macht. Sehr schnell werden im Gehirn Vergleiche gemacht, die unter Umständen vollkommen an der Situation vorbei gehen.

Sobald ein gewisses Erregungsniveau im Körper überschritten ist, neigt das Gehirn außerdem  zu negativen Interpretationen der Umweltreize. Gesichter werden als unfreundlich interpretiert, Dinge werden persönlich genommen.

Die Pause zwischen Reiz und Reaktion

Hier müsste nun eine Pause zwischen Reiz und Reaktion – eines der wichtigsten Therapieziele –  erfolgen, um mehr Informationen aufzunehmen und die Situation auf Grund der neuen „Daten“ neu zu interpretieren.
Leider können die Schatten der Vergangenheit so stark sein, dass sie alle neuen Erfahrungen verhindern und ein Kreislauf der Re-inszenierung in Gang hält, der für die Betroffenen und für ihr Umfeld sehr anstrengend und zerstörerisch wirken kann.

Die Kunst des „Innehaltens“

  • die Pause zwischen Reiz und Reaktion

Eine Pause zwischen Reiz und Reaktion ist letztlich nur möglich, wenn wir lernen, Gefühle und Emotionen zu beobachten, am Rand zu bleiben und sie im Körper spürbar zu halten. Dadurch werden sie nicht überwältigend und es können neue Informationen und Erfahrungen gemacht werden.

Gefühle sind wie Gedanken, sie kommen und gehen. Je mehr wir uns mit ihnen identifizieren, desto schneller und steiler wird die emotionale Achterbahn – und das aussteigen wird fast unmöglich. Dies ist besonders wichtig, da bei starken Emotionen das Beobachter-Ich aussetzt und dies oft zu Handlungen führt, die weder für uns selbst noch für unser Umfeld gut sind.

Zu guter Letzt, sollten wir uns bewusst machen, dass Gefühle einem hohen Maß an kulturellem Einfluss unterliegen. Sie verändern ihre Bedeutung und Farbe durch die Kultur, in der wir leben (und die wir als Therapeuten mitprägen). Nehmen wir z.B. das Gefühl des Stolzes. Sprechen eine deutsche Frau und ein arabischer Mann über Stolz, so können wir ziemlich sicher sein, dass sie zwar beide das gleiche Wort benutzen, aber vollkommen andere Dinge dabei fühlen.
Es gibt „hippe“ Gefühle, die von einer Kultur bevorzugt werden und dadurch mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung bekommen und dadurch von Menschen auch für ihr persönliches Leben als wichtig wahrgenommen werden, so wie momentan authentisch, individuell, autonom, glücklich, etc.

Fazit

Gefühle sind nicht absolut, unveränderlich und wahr. Sie unterliegen unserer Interpretation, Umwelt- und gesellschaftlichen Einflüssen und sind wandelbar.

Gefühle verlieren ihre Stärke, wenn wir sie als Körperempfindung spüren lernen.
Je mehr wir das lernen, desto besser wird die Pause zwischen Reiz und Reaktion möglich. Nur dann ist es möglich, die Situation neu zu betrachten und mehr Informationen aufzunehmen, die ein neues Ergebnis liefern können.

Was dann letztlich zu neuen Erfahrungen und dadurch neuen Handlungsmöglichkeiten führt.

Außerdem kann das Beobachten von Empfindungen als Grundlage von Gefühlen genutzt werden, um dadurch andere Interpretationen auszuprobieren und damit altbekannte Gefühle und Muster neu zu bewerten.

Menschen, die nie emotionale Spiegelungen bekommen haben, sind häufig „gefühlsblind“. Sie können Gefühle einfach nicht benennen und dadurch ist es äußerst schwierig, mit diesen Menschen in Beziehung zu treten. Es ist eine äußerst wichtige soziale Fähigkeit Gefühle zu spüren und benennen zu können. Sie hilft uns bedeutsame Beziehungen zu pflegen und psychisch gesund zu bleiben.

 

 

Zusammenhänge von Angst und Schmerz

Zunächst noch Anmerkungen zu dem so oft missverstandenen EGO-Begriff:

Ich bemerke sehr häufig, dass Worte wie EGO oder Spiritualität…. gleichgesetzt werden mit dubiosen Machenschaften, Sekten und Verschwörungstheorien. Das habe ich auch schon in meinem vorhergehenden Blog, wo ich noch ziemlich destruktiv unterwegs war gemerkt. Spiritualität kam da so gut wie gar nicht vor, wenn ich in diesem Blog mich mit dem Sinn des Lebens oder spirituellen Themen auseinandersetzte – und eine andere Blickrichtung einbringen wollte, kamen keine oder Gegenkommentare zurück. In DIS-Therapien bzw. Fachliteratur war dies auch so gut wie nie Thema in den Schilderungen der Leser. Selbst der Dalai Lama landet oft in dieser Schublade.

Die Welt ist voller Vorurteile und die hat man nur, wenn man dasjenige Gebiet, um das es geht – niemals wirklich erforscht, informiert und sich beschäftigt hat. So entgeht vielen Menschen ein ‚reiches‘ vielfältiges Leben mit vielen Lösungsmöglichkeiten und sie müssen ihr ‚armes‘ einseitiges, kleinkariertes Leben leben, das letztlich in Unzufriedenheit und Neid auf Andersdenkende mündet.

***

Im letzten Beitrag über Angst , sagt E. Tolle, dass sie Teil der Ursache von Schmerz ist – ist mir viel durch den Kopf gegangen. Die Unterscheidung zwischen der Angst durch unmittelbarer Gefahr und emotionaler, psychologischer Angst, finde ich sehr wichtig um besser zu verstehen. Angst durch direkte momentane Bedrohung und Gefahr passiert im Jetzt. Die andere Angst (z. Bsp. vor etwas, das noch nicht eingetroffen ist und die Zukunft betrifft) ist keine reale Angst (möglicherweise völlig unnötig, weil die zukünftige angstmachende Situation vielleicht nie eintrifft).

Auch was er über die Suche des Ego nach der Ganzheit schreibt, ist ein wesentlicher Faktor in der heutigen Zeit. Genau dieses Egostreben nach Macht, Materiellem, Ansehen usw… ist verantwortlich für Kriege, Zerstörung unserer Erde und Ignoranz gegenüber Anderen. E. Tolle hilft da sehr mit seiner Aussage, weil er klar die Gründe für solches Streben benennt und uns darauf aufmerksam macht, dass wir uns immer mehr mit einem falschen Selbst identifizieren.

Zwar ist es damit nicht getan, dass wir es begreifen. aber es ist der erste Schritt um unser Sein und Streben zu erkennen und zu verändern. Das Bild, das er hier genauer zeichnet macht sichtbar, wo wir durch Mangel an Verstehen, in die falsche Richtung gehen.

Der letzte Satz, dass wir vor dem Tod sterben müssen – finde ich sehr wesentlich. Wir müssen verstehen, dass wir uns noch vor dem Tod von all den EGO-Bedürfnissen verabschieden müssen – noch bevor wir sterben. Vielleicht ist das auch nur für ältere Menschen leichter begreifbar.