Es sind nur 10 Minuten

Heute war wieder KG oder besser Orthobionomy-Sitzung. Wieder haben wir „gefühlt“ – wir – das sind meine Innens, aber auch meine KG-Frau – (so nenne ich sie mal, obwohl sie soviel mehr ist – wie ich ja schon unlängst berichtet habe), wir fühlen zusammen – irgendwie.

Nach sechs Jahren bei ihr sind wir nun endlich beim Fühlen angekommen. Die letzten 10 Minuten – fühlen wir, mehr ist noch nicht drin – mehr halte ich noch nicht aus. Aber der Körperfühlpunkt ist geknackt – wir sind endlich da angekommen – wo sie seit 6 Jahren bereit ist mich zu begleiten. Die Möglichkeit war schon immer gegeben, aber ich war zu verschlossen dafür, völlig zu dafür, redete weg, und ließ sie meine Verspannungen auf der Körperebene ‚wegmachen‘ – ohne dass ich es richtig mitkriegte. Ja, ich wusste nicht mal, was mir fehlte, wozu ich keinen Zugang hatte – mein Leben lang wohl.

Zum ersten Mal bin ich seit einiger Zeit fähig, in dieser Richtung etwas zuzulassen, fange an zu begreifen, was „im Körper etwas fühlen“ überhaupt bedeutet – ich meine nicht Schmerz, oder heiß und kalt, oder oder…. Ich fühle jetzt kleine Fetzen von Wahrnehmungen meiner Seele im Körper. Ich kann das noch nicht wirklich ausdrücken so sehr neu, so fremd.

Heute erbat ich wieder ihre Hand auf der Stirn, war bereit wieder die Unruhe zuzulassen, wenn die Hand auf meiner Stirn wieder die Gedanken leerte. Aber es war anders diesmal – überraschte mich. Ich spürte diesmal den Druck in meinem Oberkörper, wie einen Riesenklumpen während sich mein Hirn leerte. Sie fragte ob sie die Hand auf meinen Brustkorb legen sollte und ich bejahte – sie tat es ganz leicht und ich sah vor meinem inneren Auge, wie dieser dunkle schwere Klumpen im Rumpf sich zentrierte, noch dunkler wurde und anfing in ihre Hand zu fließen, den Arm hinauf und wie der Druck in mir langsam leichter wurde, weil er abfloss und ich begann freier zu atmen. Dann fing ich an mir Sorgen zu machen, dass dieses Dunkle meine Behandlerin schädigen könnte – und dann war die Zeit auch schon um.

Sie beruhigte mich, dass das nie passierte, wenn etwas von ihren Klienten zu ihr rüberkam, sie kann sich schützen und folgt auch öfter dem Impuls, sich nach einer Behandlung länger die Hände zu waschen, das geschähe ganz intuitiv.

Zum ersten Mal fühle ich keine Langeweile, wenn ich übe mein Seele im Körper zu fühlen.

 

KG-Stunde – mal was anderes

Seit einiger Zeit übe ich in der wöchentlichen KG-Stunde meinen Körper besser wahrzunehmen. Orthobionomy nennt man das was meine liebe Behandlerin/ Zuhörerin/ Anteilnehmerin, Körperschmerzbefreierin mit mir seit sechs Jahren macht. Die Krankenkasse zahlt ja nur Krankengymnastik, aber ich habe das ganze Paket drin (Körper-Triggerpunkte ‚entschärfen‘; Schmerzkrampfhaltungen auflösen, Körperhaltungen verändern lernen, Neuigkeiten in meinem Leben ‚loswerden‘ und Wahrgenommenwerden….). Auch da rede ich viel, aber wir nehmen uns seit einiger Zeit einige Minuten vor, mehr im Körper zu sein, ihn zu fühlen (d.h. üben). Nicht länger als 10 Minuten, das ist viel für mich, denn Körperfühlen ist für mich totlangweilig.

Angefangen hat es, als mir eine aus unserem Philosophier-Kurs (sie war im Berufsleben sowohl Lehrerin, als auch Gestaltherapeutin) irgendwie das Thema Körper anssprachen und dass die Beschäftigung mit ihm bei mir eher werkzeugmäßig ist und halt für die Benutzung im Leben Pflegezeit benötigt wird. Und ich sagte ihr, dass mir der Zugang wohl nicht so gut gelingt, ich Körperthemen meist langweilig finde. Sie meinte, in ihrem Beruf hat sie festgestellt, dass es anderen sehr geholfen hat, in ihrer Arbeit als Gestalttherapeutin, wenn sie eine Hand beim Klienten (z.Bsp. auf dem Rücken) aufgelegt hatte, dass dieser es dann hilfreich fand und mehr ins Spüren kam.

So bringen meine liebe KG-Frau und ich das eine Weile schon in die Behandlung mit ein. Sie fragt wo ich heute die Hand spüren möchte und ich sage wo und dann spüre ich tatsächlich Verschiedenes im Körper – bislang unspektakuläres (obwohl die KG-Frau es spannend findet, wenn ich ihr sage, was ich grad spüre) aber heute war es anders.

Ich bat sie ihre Hand auf meiner Stirn zu plazieren und erst spürte ich eine Beruhigung im Kopf – so als würde mein Kopf leer und dann fühlte ich eine große Unruhe im Körper. Auf die Frage: wie sich das anfühlt – suchte ich eine Antwort und schließlich kamen ganz viele Eindrücke auf einmal: irgendwie explosiv…. ein Stein im Bauch…. die sich verstärkende Unruhe, die ich versuchte in die Füße hinzuleiten, um sie dann auszuleiten – was mir nicht gelang, weil sich mein ganzer Körper anfühlte als wären da waagrechte Sperren, die nichts durchließen. Zum ersten Mal fand ich es nicht langweilig was da passierte und ich hatte die Erkenntnis gewonnen, dass mein vieles Denken, mein großer Redebedarf eine Art Ventil ist – wo die Anspannung die im Körper ist über dieses Ventil Kopf, Gedanken, Reden…. ausgeleitet wird.

Das mag für andere Menschen nichts besonderes sein, aber für mich irgendwie ein Meilenstein, denn das Wissen, dass in meinem Körper ja immer noch die jahrelangen Misshandlungen aus der Kindheit stecken, sagt mir schon, dass da noch jede Menge Spannung gespeichert ist.

 

 

 

Genug gute Schwingungen von 639 Hz

zumindest vorläufig…. Man sollte die einzelnen Solfeggio-Frequenzen mindestens 30 Mal hören, damit sie wirklich wirken…. Leider habe ich diesmal etwas ‚geschludert‘ und brauchte längere Zeit, ehe sich das Gefühl von „jetzt ist es genug“ einstellte. Nicht mal mitgezählt habe ich, aber an die 30 Male habe ich die sicherlich inzwischen gehört.

639 Hz steht ja für gute Kommunikation (mit Menschen und Zellen und überhaupt) und ich hatte wirklich in letzter Zeit gute Kontakte und freundliche Begegnungen. Und wer weiß vielleicht arbeiten auch meine Zellen abgestimmter aufeinander – nachdem ich jetzt von Antony Williams (aus dem Vortrag von Heal-Summit 2019) seine Empfehlung zur täglichen Staudenselleriesaft-Orgie seit einer Woche umsetze und meinem Körper damit helfe, sich besser zu fühle. Habe auch in Youtube einige Filmchen dazu gefunden und wer mag, kann ja auch was für sich tun. Hier ist einer der Links zu diesem Thema: über Selleriesaft  die Frau übersetzt aus dem Englischen aus Antony Williams Buch.

Mein Interesse hat in den letzten Monaten zugenommen ’sich mehr um meinen Körper zu kümmern‘, das ist ziemlich neu. Das passierte ganz von alleine – auch in den KG-Stunden hat sich da schon einiges ereignet, was mit dem ‚Körperfühlen‘ zu tun hat.

Die Abgetrenntheit von meinem Körper, der Mangel an ‚Fühlenkönnen‘ durch die Traumafolgen, ist schon seit der Kindheit vorhanden. Und es ist nach wie vor schwierig für mich etwas zu erfahren, zu spüren, wahrzunehmen, Interesse dafür zu entwickeln… wozu wir eigentlich keinen Zugang hatten und haben, wir gar nicht wissen, was uns da fehlt – weil wir es nicht kennen, nie erfahren haben.

Wir (die meisten Innens) wissen was Schmerz ist (sind aber auch sehr gut darin ihn auszublenden) und wir haben sehr, sehr, sehr großes Mitgefühl für andere, aber das ist seelisch und kopfmäßig und nicht verbunden mit dem Körper.

Wir fragen unserer lieben KG-Frau – die ein Körpermensch ist – (also ein Mensch, der sich gerne bewegt, viel Sport betreibt, alles aus der Körperebene angeht und betrachtet) Löcher in den Bauch um zu begreifen wie es ist ‚körperverbunden‘ in der Welt zu sein.

Unlängst las ich irgendwo, dass wenn man ein Defizit in irgend einem Bereich hat, dass dann ein anderer Teil von uns das übernimmt und kompensiert. So stelle ich mir das vor, denn seelisch und im Vorstellungsbereich können wir sehr viel fühlen – eigentlich manchmal zu viel – unaushaltbar viel. Dann fehlt uns bei zuviel Mitgefühl auch die nötige Distanz um uns nicht im Leid von anderen zu verwickeln.

Nun, wir sind ja auch noch lange nicht fertig (ich weiß, wir werden das nie sein) und jetzt geht es erst mal weiter mit den nächsten Solveggio-Frequenzen und zwar die 741Hz, mal sehen, was die mit mir machen.

Ich werd mal recherchieren ob es auch Musik/Töne gibt, die den Körper aufwecken und das Körperbefinden forcieren.

Wie geht es weiter?

Es reicht nicht einfach nur zu leben – nur Rückschau zu halten – es muss auch eine Vorwärtsschau geben oder nicht? Ja, wir sind beileibe noch nicht fertig mit der Aufarbeitung. Wir wissen, dass da noch kein richtiger Bezug ist zu meinem Körper. Dass er immer noch meilenweit entfernt ist, von dem dass wir eine richtige Beziehung mit ihm haben – nach unserer Vorstellung. Mehr haben wir nicht – nur eine Ahnung davon, dass da noch mehr sein könnte, wie es aussehen könnte, wenn man in seinem Körper ganz zu Hause ist, er nicht mehr abgespalten ist, sich natürlich anfühlt. Irgendwie ist er immer im Weg dieser Körper, fühlt sich nicht wirklich heimisch an. Woher habe ich diese Vorstellung vom Einssein mit ihm? Gab es die schon mal? Als Kind vielleicht?

War es möglich den Körper jemals so zu spüren wie er ist – ganz einheitlich, sich nicht für ihn zu schämen, sich natürlich und frei zu bewegen – ihn zu spüren? Ich vermute eher nicht, denn mein Aussehen war von dem Satz geprägt: Du siehst aus wie dein Vater! Dieser Satz war eine Bombe, er war pure Ablehnung – denn meine Mutter hasste meinen Vater. Was hatte er ihr wohl angetan, dass sie ihn so hassen musste – wollte. War es ’nur‘ dass er schon während der Schwangerschaft mit anderen Frauen ‚rummachte‘? Oder war ich aus einer Vergewaltigung heraus entstanden? Vom Geburtstermin aus verglichen – zum Hochzeitstermin lief es auf eine Mussheirat hinaus. Habe ich diese Ablehnung meines Vater durch meine Mutter schon in der Schwangerschaft aufgesogen? In einer Zeit – wo man nur ein Zellhaufen ist? Fragen und keine Antworten.

Vermutungen bringen nicht wirklich weiter. Mein Körper sagt mir, dass er nicht frei ist. Mein Körper fühlt sich nicht passend an. Er fühlt sich so an, als gehöre er nicht zu mir. Er fühlt sich linkisch, klobig, zu schwer, zu ungelenk und außerdem passt er nicht zu meiner Seele. Meine Seele ist schön und rein! Mein Körper ist hässlich und muss ständig versteckt werden, weil ich nicht will, dass meine Gestalt gesehen wird. Ein unmögliches Unterfangen, weil meine Seele braucht den Kontakt zu anderen Menschen – nicht nur virtuellen – nein leib-haftigen. Ich umarme gerne andere Menschen, sie spüren –  lässt mich sie erkennen – auf einer anderen Ebene – da spüre ich besser ihr Sein, wenn ich sie auch umarmen kann. Ich bin beim umarmen sehr akribisch – ich umarme niemanden, den ich nicht mag – das geht bei mir nicht. Wenn ich von einer Person umarmt werde und das nicht verhindern kann, weil es unhöflich wäre ihn zurückzustoßen (oder ihm zu sagen – Nee, Dich umarme ich auf keinen Fall) – bin ich blitzschnell weg – innerlich. Bei Menschen, die ich vom Herzen und Sinn her umarme bin ich ganz da, spüre wie der andere sich anfühlt – nachgiebig – loslassend – sträubend – weich – verhärtet – hingebungsvoll …. ich spüre ob es wirklich eine ehrliche Umarmung ist – oder ob mein Gegenüber es nicht lange aushält – so eine Umarmung ist ja Nähe – und schon zur Hälfte wieder wegstrebt…. Und ich spüre wenn die Umarmung ganz echt ist, tief und verschmelzend. Es ist seltsam, dass dieser Körper gerne umarmt, vor allem da, wo ich merke, dass mein Gegenüber das jetzt braucht (und selber vielleicht noch ambivalent dazu ist) Komisch das spüre ich alles, obwohl ich meinen eigenen Körper gar nicht wirklich spüre – sonst.

Das Umarmen habe ich in Herrenalb gelernt – der psychosomatischen Klinik, in der ich viele Monate war – nach einem totalen Zusammenbruch auf der ganzen Linie. Ich war damals 29 Jahre alt. Nach anfänglichem Sträuben habe ich die Umarmungen dort (sie waren ein Therapiemittel scheint mir ) – konnte ich es irgendwann zulassen und sehr genießen – war ja völlig neu für mich. Außer beim Sex war ich niemanden nah – damals. Die Klinik wurde ziemlich schief angesehen, wegen dieser Umarmungstendenz. Überall – traf man Menschen an, die sich umarmten – in Zweier-, Dreier- bis 5 oder mehr Grüppchen. Wir standen ganz dicht zusammen und fühlten unsere Bäuche. Anfänglich dachte ich sogar, dass die alle spinnen. Aber als ich bereit war es zuzulassen war ich süchtig danach. Gleichzeitig war es in der Klinik verboten Sex miteinander zu haben (ist ja auch ein bewährtes Mittel für manche damit der wahren Nähe auszuweichen), man flog aus der Klinik wenn das geschah. Es ging dabei um das Erleben von Nähe – nicht um Sex.

Da hatte ich Glück, dass ich diese Nähe  so exzessiv kennenlernen durfte.