Sich in Frage stellen können – oder die Katze beißt sich in den Schwanz

Irgendwie ist es sooo traurig…  wenn ich aus Interesse manchmal noch in alten Blogs der DIS-Community lese, weil ich schauen will, ob sie nicht endlich heraus gefunden haben aus ihrem ewigen Leid und dem Teufelskreis des Schmerzes. Um da heraus zu kommen war es für mich nötig, mich und das was ich tue in Frage zu stellen…. Z.B. für möglich halten zu können, dass das kreisen um die Verletzungen aus der Vergangenheit – um sich selbst – nur noch mehr Leid bereit hält. Auch diese ganzen Abwehrhaltungen gegenüber Therapeuten, die evtl. sogar einen anderen Blick auf das Geschehen haben, werden abgewehrt, statt sich zu prüfen, ob da was dran ist. Mir ist inzwischen klar, dass das nicht leicht ist, bin ich doch diesem Irrtum auch lange erlegen, dass meine Meinung, meine Wahrnehmung unumstößlich war, dass ich doch recht hatte – auch wenn alles doch danach schrie – auch wahrzunehmen, dass ich nur das Schema aus Kindheitstagen bediente, weil ich es so gewohnt war, damals als es ums Überleben ging und ich mit meinen Kinderdenken noch nicht erfassen konnte, wie weitreichende schmerzliche Folgen das hat, wenn ich mit 30/40/50 Jahren immer noch im Kinderdenken festhänge.

1000 Gründe führt das EGO-Denken an, warum alle die anderes Denken von sich geben unrecht haben. Beim Lesen dieser im Leid Gefangenen habe ich den Eindruck, als schilderten sie einen völlig verbohrten Amoklauf gegen den Rest der Welt (und gegen sich selbst), die sie als Feinde der Vergangenheit bis ins Jetzt verfolgen. Und sie scharren ein Heer von Gleichgesinnten, auch Gefangenen zusammen, um sich mit Likes und Kommentaren zu bestätigen, dass sie natürlich im Recht sind und sich das, was sie tun gegenseitig zu versichern, dass es doch richtig ist, sich zu verteidigen gegen die Andersmeinungen. So traurig. Im Rückblick betrauere ich diese Phase sehr, dass ich so lange immer die alten schmerzhaften Kreise zog.

Es macht keinen Sinn noch in den alten Blogs von früher zu lesen, die mich in meiner schlimmsten Zeit (als ich noch Therapie glaubte machen zu müssen, um zu heilen) mit mutmachenden, tröstenden Kommentaren ‚aufgehalten‚ haben. Ja aufgehalten haben. Es tat so gut Trost zu bekommen, ein Like als Pflaster (ein Ersatz für die wirkliche Heilung) wenn man so litt, wie ich so viele Jahre. Wenn ich ab und zu noch in diesen alten Blogs lese, wird mir soviel bewusst … wieviel dieses alte Denken  ….. im Außen… in Therapien – andere müssen mir doch helfen endlich… den Fokus immer auf das Nichtheile gerichtet …. auf all die schrecklichen Szenen der Vergangenheit…. und all die hilflosen Helfer in meinem Leben, die alles nur noch schlimmer machten, mein Leiden potenzierten um ein Vielfaches.

Diese alten Blogschreiberinnen, denen ich mich damals so zugehörig fühlte, mit ihrem nie endenden Leid, waren mir ans Herz gewachsen – Leid verbindet auch – oh ja. Ich wollte später, dass sie aufwachen, so wie ich vor fast 2 Jahren endlich aufgewacht bin – eine Entscheidung traf – die: – nicht mehr länger leiden zu wollen – und alles tun wollte, damit das aufhörte – es war genug!!!

Ja, es ist fatal, aber wir müssen wohl alle unseren Weg finden, durch all den Schmerz und das Leid – das wir uns wieder und wieder selbst zufügen – ohne zu begreifen, dass wir das tatsächlich selbst tun. Allein an den Punkt kommen – wie der Alkoholiker zu dem Punkt kommt: Entweder sauf ich jetzt weiter und werde sterben, oder ich will leben und dann hör ich auf mit dem Alkohol. Auch ich war am Abgrund gestanden und wusste, wenn ich so weiter mache, werde ich mich umbringen, das war nicht der Alkohol, sondern meine Art zu denken, die mich dahin führte.

War es dennoch Zeitverschwendung? Nein, denn all das Leid führte uns erst zu dem Punkt des ’no return‘ – wo unser Leid uns an den Punkt führte – an die Grenze des Todes. Erst dann (wenn der Tod winkt) sind wir in der Lage den Schritt über die gewohnten Denkmuster hinaus zu machen, erst dann wenn wir nichts mehr zu verlieren haben, stellen wir in Frage, was  es ist, das uns an diesen ‚Endpunkt‘ führte – welcher grundlegende Irrtum. Diese falschen Troste, waren nur Verzögerungen von dem was ohnehin geschehen musste. Wir müssen erkennen, dass Leid eine Illusion ist – ja wirklich – und wir selbst dafür verantwortlich sind, es anders zu betrachten.

Das kann nur begreifen, der entweder schon mal an dem Punkt stand oder trockener Alkoholiker ist. Das erste Glas stehen lassen…. das ist schon schwer genug …. aber so einfach ist das für andere nicht (nein, einfach ist es für den Alkoholiker auch nicht, er muss auch anderes, neues Denken zulassen) – denken tun wir nämlich den ganzen Tag und das ist mit Sicherheit EGO-Müll. Also müssen wir umlernen, wir müssen Bewusstsein entwickeln und uns in Frage stellen, alles Gewohnte auf den Prüfstand, offen für Neues sein, denn das alte funktioniert ja nicht, schafft nur Leid und wieder Leid. Ein bekannter Therapeut Dr. Walter Lechler (hier sein Nachruf), den ich noch persönlich damals in der Herrenalber Klinik monatelang erleben durfte, (dieser Aufenthalt hat mir damals das Leben gerettet, obwohl ich dort eigentlich nur von den menschlichen Begegnungen profitiert hatte – (man riet mir ab weiter Therapien zu machen, von denen mich zig davon immer wieder an den Rand des Selbstmords brachten, damals verstand ich nicht und auch Jahrzehnte danach noch nicht, was es damit auf sich hatte).

Und dieser Walter Lechler sagte immer (frei übersetzt): Gott liebt den der Alkoholiker ist, denn da ist es ganz klar sichtbar und einhaltbar, wenn man das erste Glas stehen lässt.

Das ist natürlich starker Tobak. Ich höre schon den Shitstorm, die Empörungsschreie: Und was ist mit den Kindern, die missbraucht werden, haben die das auch selbst geschaffen und die Kinder, die im Krieg sterben – völlig unschuldig sind die doch…. und und und…. Und auch dafür hat der Kurs in Wundern eine Antwort, aber dazu muss man erst für möglich halten, dass man jahrelang auf einem Holzweg war, muss lernen sich und seine Glaubensätze in Frage zu stellen und tief darin eintauchen in die Möglichkeit, dass wir uns geirrt haben könnten und das ganze ‚System‘ hier, das durch unser Denken aufgebaut wurde, verstehen lernen – offen sein für Gedanken, die sehr ungewöhnlich sind – was nichts anderes heißt, als dass sie einfach nur ungewohnt sind.

 

Lösungsorientiert

Vor ein paar Tagen waren auf „Auditorium“ mehrere Vorträge von Gunter Schmidt – ein Pionier der systemisch-lösungsorientierten Beratungsansätze und als Begründer der hypnosystemischen Konzeption in Beratung, Coaching und Organisationsentwicklung (integratives Modell, das die offenen und verdeckten Kompetenzen der Kunden für diese optimal nutzbar macht), und ebenso im Bereich der Psychotherapie.

Das war sehr spannend! Er machte während dieses Vortrages auch einige Übungen mit den Anwesenden, die ich sehr interessant fand, die man auch mit sich allein selbst machen kann. Die eine war: Eine Person wurde ausgewählt in einer 6er-Gruppe (die Leute kannten sich nicht) und alle sagten dieser Person positive Rückmeldungen bezüglich ‚wie sie auf die anderen wirkten‘ und die Person durfte nichts dazu sagen – nur zuhören, (Bsp. Du wirkst auch mich so, dass ich denke, dass Du sehr gut …. oder … die Fähigkeit hast…. wie ein kompetenter….. usw.) wenn alle ihr Statement abgegeben hatten, wurde gewechselt und ein anderer kam dran, damit alle mal dran kamen.

Hinterher wurde ausgetauscht wie sich die Personen im Mittelpunkt gefühlt hatten und was es mit ihnen gemacht hat. Durchweg alle äußerten sich nach anfänglicher Verlegenheit, dass sie sich am Ende sehr aufgewertet und stark fühlten.

Eine weitere Übung fand ich auch sehr interessant, vor allem im Hinblick auf die Funktionsweise von allgemeinen Therapien, dort wird ja endlos immer nur der Fokus auf das gerichtet was nicht funktioniert, was traumatisch war, worin man sich defizitär fühlt…. G. Schmidt sagte, dass der Mensch unwillkürlich bei stressigen Situationen und Problemen dazu neigt, dass er davon sprechen will. Um dieses Phänomen der ständigen Problemfokusierung, mit dem ja eigentlich das Problem stetig neu geschaffen wird und nicht wirklich zur Lösung beiträgt, empfahl er eine Praktik, die wesentlich effektiver wäre, was übrigens nicht nur in der Klienten-Therapeut-Situation anwendbar ist sondern auch für sich alleine.

Das geht so: Man sehe im Geiste die Person – nennen wir sie mal Fritz, die das Problem hat (also mich selbst) vor sich und rede von ihr in der 3. Person….. ‚also der Fritz der hat dies oder jenes Problem‘ und dann kann man von Fritzens Problem ausführlich reden (und schließlich kennt der eigentliche Fritz ja am besten den Fritz – da drüben – ja am meisten das Problem) – das ist gleichzeitig entlastend, denn nicht man selber hat das Problem, sondern ‚der da drüben‘. Wenn man das ausgiebig getan hat, geht man dazu über ‚dem da drüben‘ dabei zu helfen und zu überlegen, was für Vorschläge man ihm machen könnte, was für ihn hilfreich wäre…. Durch die Distanz kann man ja meist besser sehen als wenn man mitten drin steckt in der Situation.

G. Schmidt hat das auf sehr humorige Art gebracht, was ich sehr an ihm schätze.

Das größte Hindernis

Diesen Beitrag habe ich gerade unter meinen Entwürfen entdeckt und er ist so wichtig und gehört zu diesem Blog hier besonders – weil es um Neues Lernen geht.

Ein ganz wichtiges Kapitel von Tolles Buch „Jetzt“ – besonders für mich, die mit der Diagnose DIS/DDNOS u.ä. bezeichnet wurde.

Du bist nicht Dein Verstand.

Wenn jemand zum Arzt geht und sagt: Ich höre eine Stimme in meinem Kopf‘, so wird er oder sie, höchstwahrscheinlich an einen Psychiater überwiesen. In Wirklichkeit ist es so, dass fast jeder eine oder mehrere Stimmen in seinem Kopf hört. Die unwillkürlichen Gedankengänge, von denen Du noch nicht weist, dass es in Deiner Macht steht sie anzuhalten, ständige Monologe oder Dialoge. Sicher bist Du schon Verrückten auf der Straße begegnet, die unaufhörlich mit sich selber reden oder murmeln. Das ist gar nicht so verschieden von dem, was Du und die anderen ‚Normalen‘ tun, Ihr tut es nur nicht laut. Die Stimme spekuliert, urteilt kommentiert, vergleicht, mag nicht usw. Die Stimme hat nicht unbedingt mit der Situation zu tun, in der Du Dich gerade befindest. Es kann sein, dass sie die nahe oder ferne Vergangenheit wieder aufleben lässt oder für mögliche Situationen in der Zukunft schon mal übt. Dabei stellt sie sich oft vor, dass Dinge schief gehen, dass Dinge schlecht ausgehen – das nennt man sich sorgen. Manchmal wird diese Tonspur mit Bildern begleitet, wie im Kino. Selbst wenn diese Stimme in der augenblicklichen Situation Relevanz hat wird sie Interpretationen anbringen, die sich an der Vergangenheit orientieren, das geschieht weil diese Stimme zu Deinem Konditionierten Verstand gehört, die aus Deiner gesamten Vergangenheit entstanden ist und aus den von Dir geerbten Verstandesmustern. Du siehst und beurteilst die Gegenwart durch die Augen der Vergangenheit, das verzerrt die Sicht völlig. Es ist nicht ungewöhnlich, dass diese Stimme zum größten Feind eines Menschen wird. Viele Menschen leben mit einem Peiniger im Kopf, der sie ununterbrochen angreift, bestraft und ihnen die Lebensenergie abzieht. Hier liegt die Ursache für unzähliges Leid, für Unglück und auch für Krankheit.

Die gute Nachricht ist, dass Du Dich von Deinem Verstand befreien kannst, das ist die einzig wahre Befreiung. Du kannst gleich jetzt den ersten Schritt darauf tun. Fange an die Stimme in Deinem Kopf – so oft Du kannst – zu hören, sei besonders aufmerksam bei allen sich wiederholenden Gedankenmustern, diese alten Schallplatten, die seit vielen Jahren schon in Deinem Kopf gespielt wurden. Das meine ich mit ‚den Denker beobachten‘. Ich könnte auch sagen: Höre die Stimme in Deinem Kopf, sei als Beobachter gegenwärtig. Wenn Du dieser Stimme zuhörst, dann tue das vorurteilslos, verurteile oder verdamme nicht was Du hörst, denn das würde bedeuten, dass die Stimme wieder zur Hintertüre hereingekommen ist. Du wirst bald erkennen – da ist die Stimme und da bin ich und ich höre ihr zu. Beobachte sie. Dieses Erkennen von ‚Ich bin‘, dieses Gefühl von eigener Gegenwärtigkeit ist kein Gedanke, es hat seinen Ursprung jenseits des Verstandes.

Wenn Du also einem Gedanken zuhörst, dann bist Du Dir eines Gedanken bewusst und sogleich auch Deiner Selbst – als Zeuge dieses Gedankens. Eine neue Dimension der Bewusstheit ist entstanden. Der Gedanke verliert so an Macht über Dich und lässt schnell nach, denn Du verstärkst den Gedanken nicht mehr durch Deine Identifikation mit ihm. Dies ist der Anfang vom Ende des unbeabsichtigten und zwanghaften Denkens. Wenn ein Gedanke nachlässt entsteht eine Unterbrechung im Strom der Gedanken, eine Lücke von ‚No-mind‘. Zunächst werden diese Gedanken kurz sein, ein paar Sekunden vielleicht, aber allmählich werden sie länger. Wenn diese Lücken stattfinden, dann fühlst Du eine gewisse Stille und einen Frieden in Dir, das ist der Beginn Deines natürlichen Zustands Deines ursprünglichen Seins, das normalerweise vom Verstand getrübt ist. Durch üben wird sich dieses Gefühl von Stille und Frieden vertiefen. Du wirst auch eine feine Austrahlung von Freude aufsteigen fühlen – von tief innen, die Freude des Seins. Im Zustand innerer Verbundenheit bist Du wesentlich aufmerksamer, wacher, als wenn Du mit Deinem Verstand identifiziert bist. Du bist dann völlig in der Gegenwart und auch die Schwingung des Energiefeldes, welches den physischen Körper am Leben erhält, wird erhöht.“

Ich vermute, dass mein stetes Hören von Solfeggio Frequenzen, die ja auch die Schwingung erhöhen, sein übriges dazu taten, dass ich mich so schnell und wesentlich verändern konnte. Übrigens höre ich die nach wie vor täglich – jetzt nicht mehr eine einzige der Schwingungen 30 Tage lang, (ich habe sie alle durch) sondern je nach Wahl, denn jede Frequenz hat ja seine eigene Wirkung.

Jenseits des Mainstreams

Für Menschen, die noch eigenes Denken wagen:

Auch ich beobachte die ganzen Corona-Nachrichten und Reaktionen meiner Mitmenschen – wie wahrscheinlich 90 % der Menschen in den Industrieländern. Die anderen haben oft nicht so die Möglichkeiten (wenns ums überleben geht, um Hunger, oder wenn man zu zehnt in einer Blechhütte leben muss, da gehts um andere Dinge als um Abstand halten). 

Aber ich misstraue allen Politiker auf der ganzen Welt – ich halte durchaus auch diese beiden Artikel hier und hier für möglich. Sehr gute fundierte Interviews. Ja, ich weiß – alles was nicht mainstream ist – ist Verschwörungstheorie. Aber wie wir wissen gibt es jede Menge Machthungrige und korrupte Staatslenker (wir kennen sie alle – allen voran Trump, der seiner Bevölkerung X für ein U verkauft und Tatsachen verdreht, bloß um an der Macht zu bleiben, oder ein Erdogan und Orbán oder China, Russland….). Irgendwann werden wir es wissen. Aber selbst wenn unsere Politiker nur einfach Angst hatten und sich geirrt hätten (und kein Plan dahintersteckt – z.B. von einer drohenden Rezession ablenken wollen)  – sie würden es niemals zugeben – sie würden es vertuschen, wie so vieles, was sich in all den Jahren gezeigt hat und aufgedeckt wurde.

Ich halte es durchaus für möglich, dass dies hier ein Probelauf ist – um zu sehen wie die ‚Lemminge‘ sich verhalten, ob sie lenkbar sind für eine große Sache z.Bsp. die ganzen Einschränkungen und Ausnahmezustände hinzunehmen. Ich habe keine Denkverbote in meinem System.

Die Gedanken die mir im Kopf rumgehen und all das was ich da so für mich untersuche, mich informiere und beobachte geht in alle Richtungen. Wir Deutschen und vor allem die Juden hatten uns damals auch nicht sich vorstellen können, was alles Undenkbare an Verbrechen geschehen kann, wenn man Denkverbote zulässt. Es schadet keinesfalls sich in alle Richtungen zu informieren.

Mich machte es von Anfang an sehr misstrauisch, wie plötzlich sich die Politiker so solidarisch mit den Alten, Schwachen, Kranken zeigte und uns weismachen wollten, wie besorgt sie sind. Und jetzt sorgen sie sich plötzlich (wo sie es doch nie wirklich all die Jahre taten, sondern die Schere zwischen Reich und Arm immer weiter untätig wachsen ließen, und es immer nur um Wachstum ging) um die Alten und schlechtbezahlten Arbeitenden, die Sanktionen gegenüber Hartz4 Menschen, die im Stich gelassenen Alleinerziehenden….. Jetzt plötzlich haben die Politiker in den Talkshows und öffentlichen täglichen „Berieselungsnachrichten“ ihre Solidarität entdeckt?

Also ehrlich, diese tägliche Gehirnwäsche über die schreckliche Bedrohung, jeden Tag Neuigkeiten im Corona-Ticker, kommt man kaum noch mit ….. Gesichtsmasken gestern nein – nicht wirksam – heute Pflicht – / die nutzlosen überzogenen Verbote, die ganzen sich widersprechenden Politikermeinungen….. Ja, da kann man schon mal Probleme mit der Atmung kriegen und die Masken nehmen uns auch noch die Luft. Und da kann man schon Angst kriegen, denn allein die Angstmacherei in den Medien ….. Ist denn nicht eine Empfehlung zur Angstbewältigung, dass man tief durchatmen sollte und dann wird die Angst weniger ?- nicht sehr förderlich sind dafür die Masken….. Ja, die Lemminge sind beschäftigt – der Fokus ist dauerhaft auf ‚Abstand einhalten‘ gerichtet, das was das Leben eigentlich lebenswert macht wird uns genommen – intensive Kontakte, Berührung, Umarmungen, Tröstung, das wonach wir uns Sehnen sollen – wir nicht mehr tun dürfen. Auch die Gelbwesten dürfen nicht mehr auf die Straße, Versammlungen und Demos sind verboten, allein die Nachrichten gelten noch als Info, nicht mehr ernsthafter Austausch mit dem Gegenüber.

Nein Leute, ich glaub nicht alles was mir die Politiker erzählen und die Medien, die auch oft ins gleiche Horn blasen. Kritische, fundierte, nachweisbare Inhalte von Epidemiologen-Berichten kommen in den Medien gar nicht mehr vor, die kann man glücklicherweise noch im Internet lesen. Und überhaupt, wieso richtet sich die Regierung hauptsächlich nach den Virologen des RKI und danach was die Ärzte sagen und nicht nach den Epidemiologen, die haben doch jahrzehntelange Erfahrung. Der Virologe beschäftigt sich mit Viren (und das Covid 19 ist ja neu und sie sagen ja auch man hat dies alles noch nicht erforscht) und die Ärzte, die da ständig reden, die kennen sich allenfalls aus mit den schlimmsten Folgen und mit Kranken. Und was soll das? unsere Intensivbetten sind grad mal zur Hälfte ausgelastet. Da finde ich die Idee von der geplanten Herdenimunität ohnehin besser wie in Schweden. Was soll das wenn wir ihn eh alle kriegen werden, gut dann sterben die Alten, die mehrfach Erkrankungen haben, vielleicht nicht so viele auf einmal, wenn wir es strecken – aber so oder so sterben die auch in einem Jahr noch. Ich jedenfalls habe meine Patientenverfügung schon dahingehend geändert und mit meiner Tochter besprochen, dass ich keinesfall beatmet  werden möchte (wo doch inzwischen längst klar ist, dass die meisten (Zwangs)Beatmeten hinterher auch noch bleibende Lungenschädigungen davon tragen können). Nein, ich bin durchaus nicht allein mit all diesen Überlegungen.

Und eines ist mir klar, dass nur Menschen die Angst um ihr Leben haben, so gefangen werden können von den ganzen Maßnahmen. Wenn man an etwas Höheres glaubt – einen Gott und an einem Sinn (warum man hier ist z.B.) und auch daran, dass dies hier ein Lernplanet ist und wir schon viele Leben gelebt haben, dann hat man auch weniger oder gar keine Angst vor dem Sterben. DANN IST MAN FREI!!!

 

 

Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger

Erst mal einen Witz, den ich gelesen habe: (zur Auflockerung)

„Gegen den Coronavirus am besten jeden Tag drei Knoblauchzehen essen. Der wirkt zwar nicht gegen den Virus, aber der Abstand von einem Meter wird definitiv eingehalten.“

Aber jetzt einen Beitrag wie es nach dem Corona Hype weitergehen wird (könnte): Ein Beitrag von dem Trend- und Zukunftsforscher  Matthias Horx der mich sehr beeindruckt hat.

 

Seltsame Zeiten

Also mich lässt das Gefühl nicht los, dass sich da einige „Weltenplaner“ ganz schön ins Fäustchen lachen.

Dieser C-Virus treibt solche Blüten…. Gestern fuhren wir schon ziemlich früh los um den größten Garten-Center in unserer Gegend zu besuchen, (in solche darf man sich ja noch rumtreiben) und auf dem Weg dorthin fuhren wir bei einen DM-Markt und Aldi vorbei (außerhalb von meinem Wohnort, denn bei uns gibt es schon lange kein Klopapier mehr) aber auch da waren viele Regale leer und kein Klopapier. Wir begegneten lediglich einer Frau am Klopapier-Regal, die uns völlig verzweifelt entgegenrief: Seit 3 Wochen laufe ich nun dem Klopapier hinterher!

Man möchte es nicht glauben welche Probleme manche Menschen haben, es sieht fast so aus, als könne der Mensch nicht ohne Klopapier leben. Ich stamme noch aus einer Zeit –  nach dem 2. Weltkrieg, wo es gar kein solches gab, man schnitt Zeitungen in kleine Stückchen und benutzte die. (Man wickelte auch erwärmte Ziegelsteine in Zeitungspapier, es gab keine umhäkelte Wärmeflaschen) Wenn Klopapier schon ein so wichtiges Gut in diesen Zeiten ist, wie ist das für die Bewohner von Ländern, die wirklich arm sind, die sich nicht mal was zu Essen leisten können und schon gar kein Klopapier (noch nie sowas benutzten). Was ist mit den Flüchtlingen an der griechischen Grenze oder auf Lesbos? Für die ist Klopapier garantiert kein Thema.

Ehrlich ich verstehe auch nicht (und misstraue zutiefst den Meldungen von „warmherzigen“ Politikern) die steten Aufrufe man solle doch Rücksicht auf die Kranken und Alten nehmen….. (Seit wann haben die Politiker sich je um die Bedürfnisse von Armen, Kranken und Benachteiligten gekümmert?????) Jetzt rufen sie uns auf, doch Rücksicht zu nehmen und sich einzuschränken (Hamsterkäufe, Verzicht auf Umarmungen, und Aufrufe an die Bevölkerung zur Solidarität) wann haben sich Politiker mit ihren Diäten je eingeschränkt, Solidarität gezeigt und jener Gruppe geholfen????

Ich denke man hätte durchaus diese ganze C-Sache anders angehen können, wie es die Niederlande und Großbritanien schon vorschlugen: z.B. (da wir ohnehin alle durchseucht werden in den nächsten 2 Jahren, hätte man ebenso nur die wirklich gefährdeten 20 – 30 % schützen können (und sie betreuen), statt die 70 – 80 % leichte Verlaufsformen bei Gesunden in Quarantäne zu stecken und die ganze Wirtschaft lahmzulegen, womit sie dann dem Virus die Schuld geben können für die sich schon die letzten 1,5 Jahre anbahnende nähernde Wirtschaftsrezession (die die ganzen Gierschlunde und Wirtschaftszerstörer verursacht haben mit ihrem: Wachstum, Wachstum, Wachstum und Ausbeutung).

Die tägliche Berieselung, und Angstmache und Drohungen von stetig neuen Hiobsnachrichten, die Panik erzeugen ist wie eine Gehirnwäsche und erstickt wunderbar passend, die Friday for future, Gelbwestendemos und weiterer wehrhafter Kontakte – Vereinzelung ist die Lösung, so wehrt man sich nicht mehr gegen politische Kritik und ist handhabbarer, beeinflussbarer und obendrein bleiben die die Familien unter sich, durchseuchen sich schneller und pflegen sich ja gegenseitig.

Wie las ich gestern? „man sollte die Panikmacher wegschließen“

Etwas Gutes hat der C-Virus schon: er macht sichtbarer, wie verroht unsere Gesellschaft ist, wie wenig solidarisch sie sich mit ihren Hamsterkäufen zeigt, wie egal uns die Flüchtlinge vor den EU-Außengrenzen sind – jetzt geht es nur um uns selbst – was werfen wir Trump heuchlerisch sein „Amerika first“ vor – wenn wir doch keinen Deut besser sind.

Und nebenbei geschieht auch was fürs Klima – keine Flugzeuge über uns verpesten die Luft, wenig Autos und Benzin werden gebraucht – alles Schlechte hat eben auch sein Gutes…. Und nach der C-Krise kann es wieder so weiter gehen wie bisher – Wachstum – Wachstum – mehr – mehr – mehr…. Und nebenbei sind die Flüchtlinge gar kein Thema mehr – wer will schon in ein Europa einreisen, das verseucht ist und wenn doch, dann hat man eine tolle Begründung sie draußen zu halten – die Kinder z.B., die wir ja jetzt nicht aufnehmen können….

Geschlossen

also das ist jetzt echt „Kacke“. Unser Akademie für Ältere ist nun wegen Corona geschlossen. Einerseits echt gut – viel Zeit für mich – hab ja noch 3 andere Ämter, aber in der Akademie ist doch ein Stück zu Hause für mich. Ist einfach ein guter Ort geworden seit Jahren nun schon um Menschen zu treffen, weiter zu lernen, sich auszutauschen, sinnvolle Arbeit zu machen…. Gesellschaftliche Teilhabe eben.

Nun ja, für Viele der Älteren ist dies der einzige Ort, wo sie ihrer Einsamkeit im Alter entfliehen können. Nicht zu vergessen, dass die Immunabwehr ja eine große Rolle spielt bei dieser Erkrankung. Und seelisches Befinden spielt aber auch eine wesentliche Rolle beim gesund bleiben. Einsamkeit ist keine gute Energie – d.h. wenn man sich einsam fühlt. Alleinsein, für mich sein (nicht dauernd natürlich ist eine andere Sache), sich auch zeitweise selbst genügen – schließlich muss man ja auch ab und zu reflektieren – ist eigentlich ein von mir geliebter Zustand. Aber von einem Tag auf den anderen ist vieles gleichzeitig anders…. das muss man erst umstrukturieren. Aber eigentlich ist es auch wie ein wenig Urlaub, wie ‚mehr Zeit für sich haben‘, weniger Stress haben, mehr Zeit für Kreatives z.Bsp. mal wieder Geschichten schreiben, Lesen, draußen sein, lange telefonieren, weniger planen, trödeln etc., also echt ein Geschenk…. mal sehen womit ich es fülle….
Trotzdem, der Austausch dort, die Vielfalt wird mir fehlen…..

 

 

Aufmerksamkeitsspanne

Bei den Texten von Eckart Tolle z.Bsp. muss man sich schon eine Weile konzentrieren können. Angeblich – hab ich mal irgendwo gelesen – können das Leute mit der Diagnose DIS-und Co. nicht. Ich habe zwar die Diagnose bekommen, aber ich habe keine Probleme mit bewusstseinserweiternden Texten – im Gegenteil. Es fasziniert mich total, wie viel mir jetzt möglich ist zu verstehen und in Beziehung zu setzen, was damals als ich noch versuchte mit Therapeuten meinen Weg zu gehen, damit es mir besser geht – mir nie möglich war (wahrscheinlich, weil es mir so schlecht ging und ich nur noch mit überleben beschäftigt war).

Damals als ich mein Heil nur auf die Therapie und Hilfen von sog. Fachleuten aus dem Psy-Wesen setzte, war meine Welt tatsächlich sehr klein – klitzeklein. Ich las ständig in Therapie-Büchern verschiedenster Richtungen, versuchte mich und mein Traumageschehen dort einzuordnen, las die ganzen Blogbeiträge, wo es immer nur um die Vergangenheit ging und was ihnen damals geschah. Ich lebte wie mit Scheuklappen und konnte links und rechts nichts anderes mehr sehen (und auch suchen) als die ‚richtige‘ Therapie zu finden. Lebte meistens in der Vergangenheit. Meine Ressourcen waren in den versuchten und gescheiterten Therapien nie Thema. Mein Aliengefühl in dieser Welt verstärkte sich immer mehr.

Heute würde ich sogar sagen, dass diese Diagnose mich sehr weit von mir und meinem wahren Selbst entfernt hat. Es ging immer nur um die Vergangenheit, aber ich bin und war doch nie NUR das Produkt meiner Vergangenheit – ich bin die Summe meiner Erfahrungen, Kenntnisse und meinem Willen zur Veränderung anders zu leben u.v.m., und nicht nur um immer in den vergangenen Welten und alten Schmerzen zu wühlen.

Ich habe soviel gelernt dadurch, dass ich die Vergangenheit hinter mir gelassen habe, mich bewusst von den Inhalten der damaligen Zeit abgewendet habe und sie jetzt nicht mehr so wichtig finde – ich wollte wissen, was mich damals (Jahrzehnte) in einem hilflosen Zustand festnagelte. Es ist durchaus wichtig die Vergangenheit im Rückblick und die Kontexte zu beleuchten, zu vergleichen mit der jetzigen Zeit, den jetzigen Möglichkeiten, den Lerninhalten, die ich mir zusammengesucht habe, von erfahreneren Menschen gelernt habe, mich geöffnet habe für die Texte weiserer Menschen, anders zu sehen und mehr zu begreifen. Ich musste einfach nur eine totale Entscheidung treffen und für möglich halten, dass es auch für mich einen Weg gibt – jenseits von Therapien.

So viele Jahre wären für mich weniger schmerzhaft, hilflos, ausweglos verlaufen, wenn ich von vorne herein nicht geglaubt hätte, dass NUR eine Therapie mich aus meinem Elend befreien könnte. Es ist erschreckend wie viel wertvolle Lebenszeit mir dadurch verloren gegangen ist, und die Einseitigkeit, Engstirnigkeit, Verbohrtheit und Dummheit von damals kann ich mir kaum verzeihen, doch ich versuche es tapfer und ich bin dankbar, dass ich es grade noch geschafft habe, nicht auch noch die letzten Jahre wegzuwerfen.

Inneres tiefes Wissen

Heute hat mich der unten eingefügte Beitrag von Lotoskraft (Link) sehr gepackt. Er ist wirklich spannend im Hinblick auf einige Ähnlichkeiten

https://lotoskraft.wordpress.com/2020/02/26/gedanken-zum-tag-der-resilienz/

Auch ich war hineingeboren in eine ‚unheile‘ Welt – so wie er schreibt, eine Welt voll Elend…. Und dennoch wusste er – wie ich auch – dass er daraus irgendwann entfliehen würde. Er – und ich auch – wussten nicht wie – aber wir wussten es. Da war scheinbar etwas Heilendes in uns, eine Art Wissen, dass es da auch noch etwas Anderes gibt in dieser Welt – ohne dass wir es (in diesem Leben) erfahren hatten.

Woher stammt wohl so ein tiefes, inneres -“ nahezu vorgeburtliches Wissen“? Es kann eigentlich auch nur aus der Zeit, wo wir vor der Geburt waren – herkommen oder?  und weiter schreibt er:

„Resilienz ist allerdings kein Talent, das einem gegeben ist oder nicht. Sicher manche haben eine Extraportion an Widerstandskraft, sprich Resilienz, mitbekommen. Doch kann sie ebenso trainiert und soweit angenommen werden, dass sie sich zu einer eigenständigen Seelenkraft entwickelt, die einen Menschen stützt und ihm Selbstbehauptung vermittelt, auf dass er sich nicht auf Abwege begibt. Und mögliche Abwege gibt es für seelisch Verletzte viele, so zum Beispiel Kontakt zum Täter halten oder die erlittene Schmach nachinszenieren, um sich in den Wahn zu versetzen, man könne das Elend nachträglich beherrschen und sich so vor Wiederholung feien. Deswegen ist ein beachtlicher Teil von Resilienz stete Reflektion seiner Stimmungen und Handlungen. Das klingt anstrengend, doch ich für meinen Teil durfte sie dank der Sucht-Selbsthilfegruppen lange genug einüben, so dass sie mir heute eine selbstverständliche Konditionierung meinerselbst ist.“

Ja, so wahr und ich bin so dankbar das heute gelesen zu haben, denn es deckt sich so sehr mit meinen Erfahrungen, bestärkt meine Sichtweise, meinen Weg.

Ein so schöner Ausdruck: Durch Reflektion der eigenen Stimmungen und Handlungen und Üben entsteht allmählich eine neue selbstverständliche Konditionierung ‚meinerselbst‘.

Auch wenn letztlich jeder Mensch seine Wege alleine gehen muss, so erfüllt es einen doch mit Freude, dass man ab und zu jemanden trifft, der die Welt in einigen Punkten doch ähnlich begreift und danach handelt wie man selbst. Und es ist außerdem schön, jemanden – wenn auch nur virtuell- zu treffen, der so konstruktiv an seiner Befreiung gearbeitet hat und noch immer tut, denn wir Menschen (egal ob schwer oder leichter traumatisiert – wir sind alle nicht unbeschadet) sind genau deshalb da, um uns weiter zu entwickeln und ‚Schweres‘ fördert unser Wachstum enorm.