Gestern las ich …

„Hitzewellen kosten nach Schätzungen Tausenden Menschen in Deutschland das Leben. «Man sieht, dass vor allem in den Altersgruppen 75 bis 84 und über 85 Jahren ein besonderes Risiko besteht», sagte Matthias an der Heiden vom Robert Koch-Institut in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. Mit einer aktuellen Zunahme der Todesfälle in Deutschland wegen der Juni-Hitze sei zu rechnen.“

Mehr davon ist hier zu lesen: Nachrichten

Heute soll bei uns der heißeste Tag bei uns werden – na danke! Ich werde ihn überstehen! Ich bin ja auch noch nicht 75 und gehöre nicht zur ‚Hauptrisiko-Gruppe‘ der Hitzetoten. Was nicht heißt, dass es einen nicht auch schon früher erwischen könnte.

Ich hatte zu diesem Thema so Gedanken wie; die wollen uns Alten umbringen mit dem Nichtstun gegen den Klimawandel. Na ja, auch eine Lösung – nach dem Motto: „die Starken werden überleben….“

Na, ich bin aber heute drauf… Hitze zermürbt mich und auch wenn es jetzt ein wenig kühler werden sollte – nächste Woche – die nächste Hitzewelle rollt schon auf uns zu. Das ist nicht lustig, weil ich dann nur noch inaktiv sein kann, rumfletze und mir so schweißtreibende Zeiten jede Aktivität vermiesen. Und gestern habe ich mir auch noch zu allem Überfluss den Film „Hachiko“ (Eine wunderbare Freundschaft) reingezogen – was habe ich geheult. Solche Treue bringen wohl nur Hunde fertig, wir Menschen sind dazu gar nicht fähig.

He, ich habe wohl grad einen Durchhänger, ob wohl ich doch weiß, dass (schließlich kenne ich doch die Metapher-Geschichte von den 2 Wölfen) man damit dem einen Wolf erlaubt mehr zu fressen – indem ich ihn füttere – und ich diesen Zustand nur weiter ausbaue. Nun, vielleicht ist es ja auch mal nicht schlecht – sich bewusst: hängenzulassen. (Vorausgesetzt, man bleibt nicht allzulange darin hängen)

Oh ja, dieser Zustand wäre durchaus ausbaufähig: das Leben ist doch sinnlos… lohnt sich eh nicht mehr….. Weltuntergangsszenarien herauf beschwören – ach ja…. diese Depression ist sicher eine Traumafolgeerscheinung… ein Beweis, dass ich niemals heile werden kann… in der Vergangenheit habe ich als Kind auch immer gelitten unter der Hitze… hatte Atemnot und Erstickungsangst…. und der schlimmer Sommer damals vor 35 Jahren wo ich in die Psychose glitt… war es da nicht auch besonders heiß? …

Oh da fiele mir doch eine ganze Menge dazu ein. Manchmal hilft es ja vielleicht ganz rein zu steigen, in die schrecklichen Gefühle (nur munter hindurch) so wie Silke Szymura in ihrem Buch . Na, das war heute nicht grade ein so aufbauender Text aber vielleicht besser als die komischen Texter „vom Wort zum Sonntag“.

 

 

Das Auf und Ab des Lebens

Es gab mal eine Zeit in meinem Leben – als ich aus der letzten Psychosomatischen Klinik (die ich mit 28 Jahren verlassen habe) kam – wo ich eigentlich keine Therapie hatte, (man erkannte nach einigen Versuchen in den Therapiegruppen, dass solches nur alles schlimmer machte – schon damals 1979 war denen klar, dass das Anrühren der Vergangenheit mich lebensuntauglich machte) da fühlte ich mich sehr mächtig. Sozusagen der „Herr im eigenen Hause“ war. Ja, ich war so umgepolt worden (von einem lebensunfähigen Menschen, sich ständig suizidieren-wollenden Menschen, unfähig in dieser Welt zurecht zu kommen, von einer Katastrophe in die andere stürzenden jungen Frau) in einen Menschen, der voll Zuversicht aus der Kliniktüre schritt hinein, in mein völlig neues Leben.

Ich frage mich heute noch, wie die das geschafft haben (wohlgemerkt ohne Therapie). Sie sagten mir damals schon ich solle keine Therapie machen. Ich hatte es zwar nie verstanden warum nicht und es gab (leider) Zeiten immer wieder…. wo ich es ihnen nicht glaubte (und eigentlich immer wieder zum gleichen Ergebnis kam) und erneut die Erfahrung machte, dass sie recht hatten. Alles wurde immer schlimmer und mein Absturz war eigentlich auch immer der selbe „ich konnte und wollte nicht mehr leben“. Was ist an Therapie so tödlich für mich? ICH WAR VON ANFANG AN NICHT GEWOLLT! Das war so stark und alles endete immer an diesem Punkt, was ja eigentlich zum Leben helfen sollte, kehrte sich um.

Wenn ich könnte, ich würde durch die Straßen auf der ganzen Welt laufen, mit einem Megafon, und unentwegt hinein schreien: „Kriegt nur Kinder, wenn ihr ihr es auch wirklich wollt! Ihr habt keine Ahnung was ihr diesen ungewollten Wesen antut!

Aber zurück zu dem, was ich eigentlich in diesem Beitrag mitteilen wollte. Diese letzte Psychosomatische Klinik, hat bei mir einen tödlichen Kreislauf durchbrochen – durch Nichttherapie! Ich bekam reichlich Sonderbeschäftigungen, während der Therapie-Gruppen-Stundenzeit für die anderen, ansonsten war ich immer eingebunden in den sonstigen Abläufen im Hause (Sport, gemeinsame Sitzungen bezüglich Hausinternas). Ich konnte mich frei bewegen, spazierengehen, raus in die Natur, mit anderen lachen und Ausflüge machen …. nur zu den Essenszeiten musste ich pünktlich das sein. Ein wichtiges Ritual war in diesem Haus (zur damaligen Zeit für Aussenstehende sehr befremdliches Verhalten) immer und überall sich zu umarmen – lange und ausdauernd – wie man es halt wollte. Das war ich nicht gewohnt! Da brauchte ich lange, bis ich das tun konnte. Aber ich war dort 7 Monate und ich lernte es schließlich doch – (übrigens sexuelle Beziehungen untereinander waren therapeutisch verboten – und man flog raus, wenn man sich nicht daran hielt) und zwar außerordentlich gut, ich war Meisterin darin geworden und liebte dieses „Bäuche-fühlen“ (wie ich es nannte). Mein Bauch wurde dann ganz weit und ich verschmolz auf eine nie vorher gekannte Weise mit dem Anderen. (Es fühlte sich an – als würde die Vorderseite meines Gegenübers sich auftun und mich miteinschließen und hinter mir wieder zu gehen – völlige Geborgenheit.) Manchmal standen wir sogar in 3-5er Gruppen ganz eng zusammen – gaaanz lange und fühlten uns. So zeigten wir uns unsere Sympathie und trösteten uns und andere. Vielleicht war das sogar das Heilsamste in dieser Klinik. Wer weiß!

Ich muss grad an Dami Charf denken, die eigentlich sagt, dass Therapie nur sinnvoll ist, wenn man den Körper mit einbezieht.

Und wieder zurück zu dem, was ich eigentlich mit diesem Beitrag ausdrücken möchte: Damals als ich diese wunderbare Klinik verließ, (die es leider nicht mehr gibt) voller Tatendrang und Freude auf ein neues Leben voller Überzeugung, dass es mir von nun an immer gut gehen würde – stürzte ich dann doch noch einmal ab – DENN EIN LEBEN NUR IMMER OBEN GIBT ES NICHT. Ich kehrte für ein paar Tage zurück in die Klinik – zu Besuch – wo ich erst lernen musste, dass ich etwas noch nicht richtig verstanden hatte. Nämlich, dass das Leben eben schwingt – auf und ab – und dass das ein natürlicher Zustand ist. Als ich das begriff, war wieder alles gut! Und ich hatte die letzte Lektion gelernt, die ich für mein weiteres Leben nach der Klinik, lernen konnte.

Auch jetzt in dieser „Selbstwirksamszeit“ nach der letzten gescheiterten Therapie – darf ich nicht wieder der Illusion trauen, dass ich nun immerzu selbstwirksam bleiben  kann. Es wird Zeiten geben, wo mein Lebenswägelchen wieder nach unten fährt – vielleicht weil es wieder etwas Neues zu lernen gibt, was ich noch nicht weiß, oder was ich vergessen habe. ❣

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Die richtigen Fragen?

Zur Zeit geht es in den DIS und Co. Blogs um das Thema, was sie nicht können….. Darauf habe ich bei einem sogar den Tipp als Kommentar geschrieben: vielleicht mal schreiben was man alles kann?

Nur zum Vergleich (und zum „Spaß“) beschäftige ich mich mal mit allem (was übrigens einige schreiben was sie können und ich nicht) was ich nicht kann, bzw. nicht können will, weil es mir einiges abfordert:

Zum Zahnarzt gehen (bin schon über 2 Jahre nicht gewesen, hab zum Glück immer nur Zahnstein, weil ich meine Zähne ordentlich pflege, und da gibt es recherchierte Mittelchen, die den Zahnstein helfen fernzuhalten). Ich tue mir arg schwer um rechtlich mir zustehende Mittelchen einzufordern (z.B. alle 3 Wochen zum Physiotherapieschein abholen, immer die selben Sprüche: Aber Sie sind doch erst vor 3 Wochen da gewesen…. (Dabei bin ich außerhalb des Regelfalls wegen meines Unfalls.) Auch den Wohngeldantrag stellen – kostet mich unglaubliche Überwindung, überhaupt das Betteln bei den Ämtern, sich bürokratisch immer wieder aufs Neue „nackig“ machen. Manchmal verzichte ich lieber auf mir Zustehendes, obwohl ich es bräuchte, weil meine Rente so klein ist und kein versorgender Ehemann da ist. Also für mich kämpfen geht irgendwie gar nicht.

Zu Ärzten gehe ich so gut wie nie – Vorsorgeuntersuchungen auch nicht – zum Frauenarzt war ich seit der Schwangerschaft nicht mehr – das ist der Horror – überhaupt meide ich die Ärzte wo ich kann. Den KG-Schein hol ich bei der Vorzimmermamsell ab. Für mich kämpfen mag ich nicht – da kommen bei dem blöden Gewäsch der machthungrigen BeamtInnen z.B. immer meine Verteidiger raus, das ist nicht lustig – für beide Seiten. Alles was Stress macht versuche ich zu vermeiden – geht ja jetzt im Rentenalter immer besser. Man sagt einfach man ist schwach und krank und schon klappts – glaubt einem jeder.

Doch viele Jahrzehnte habe ich alles gemacht was eine Mutter eben tun muss – für andere konnte ich schon immer gut kämpfen – für mich nie. Ich weiß nicht wie viele tausende Tage ich mich mit Grauen in die Arbeit geschleppt habe, völlig ausgepowert, krank, in schlechtes Arbeitsklima, morgens um 4 in den Frühdienst oder halb tot wieder um 6 Uhr morgens nach Hause. Und da habe ich auch gekämpft für uns alle für bessere oder gegen unhaltbare Arbeitsbedingungen, für Schwächere, die sich nie wehrten… eine endlose Liste. Aber für mich ist mir die Mühe immer noch nicht wert zu kämpfen – leider habe ich das noch nicht gelernt.

Ja, ich kann immer noch nicht um etwas bitten, fällt mir extrem schwer, aber ich überwinde mich, denn alle Menschen sind irgendwann aufeinander angewiesen, ich bezahle lieber, will niemand etwas schuldig sein, lieber nicht bitten. Ja, das kann ich immer noch nicht.

Nein, ich will nicht länger suchen – dort wo ich noch viele Sachen finden könnte, was ich immer noch nicht kann. Ich will den Fokus auf das richten, was ich inzwischen recht gut kann, vielleicht nicht perfekt, aber gut und ausreichend und noch haben wir Zeit auch noch etwas dazu zu lernen, etwas Neues auszuprobieren und mich mutig in neuen Situationen zu bewähren – mich messen ob ich stärker bin als meine Angst und meine Trägheit.

 

Umschreibgeschichte 6

So, das ist die letzte Umschreibgeschichte, die ich hier veröffentlichen werde – aber natürlich werde ich weiter umschreiben…. denn ein Geheimnis von Veränderung ist, dass man dranbleiben muss – bis genug Neues sich etablieren kann.

Die Hässlichkeit

ist immer da für Amelie. Die Mutter erzählte immer wieder, wie krebsrot, faltig und hässlich die kleine Amelie war, als sie geboren war. Amelie saugt es auf, wie Kinder es eben tun.

Ja, sie war hässlich. Später als sie schon zur Schule ging und die Gemeinschaftsbilder der Klassen gemacht wurden – fand sie es bestätigt. Sie versuchte bei der Aufstellung zum Fotografieren immer möglichst hinten zu sein. Meist gelang ihr das auch, sie war in sämtlichen Klassen meist eine der Größten und standen in der hinteren Reihe dabei. Im Turnen immer die Größte, und das war fatal, weil sie als erste auch die Übungen immer vormachen musste. Meist endete das in Gelächter ihrer Mitschüler, denn sie schaffte es fast nie sich so zu konzentrieren, dass sie die Erklärungen der Sportlehrerin verstand. Da war es unvermeidlich es falsch zu machen und auch die zerrissene, nicht der damaligen Zeit angemessene Turnkleidung war Thema zum Gespött. Amelie kannte Scham in vielfältiger Weise, sie kannte wenig schamfreie Zonen in ihrem Leben. Sie spürte die Blicke der Nachbarn auf der Straße wenn sie zur Schule ging und zurück kam. Sie wusste, dass die Schreiereien, die aus dem Haus kamen, aus dem Mund ihres Stiefvaters, der viele unflätige Worte benutzte, die Nachbarn mitbekamen und sie schämte sich.

Im Wald schämte sie sich nicht, dort gab es keine eigenen Äußerlichkeiten, dort war sie so wie sie eben war. Die Tiere beurteilten sie nicht und es gab keine Spiegel und vor allem keine schlimmen, abwertenden Worte. Es gab für sie auch keine hässlichen Tiere oder Bäume, alles war in ihrer Natur einfach so wie es war.

Amelie bekam die abgelegten Sachen ihrer Schwester, die ja 6 Jahre älter als sie war. Die Farben auf den Kleidern waren ausgebleicht und bestenfalls geflickt. Lange hielten die  Kleider nicht bei ihr, selten blieben sie unversehrt auf den langen Streifzügen durch Wald und Flur und wenn man nur einmal die Woche ein neues Kleid anziehen durfte, so war das Kleid schnell verschmutzt und hatte Risse vom letzten Baumklettern, die natürlich gekonnt verborgen wurden vor Mutters Auge, die sonst wieder Ohrfeigen setzte und schlimme Worte sagte. In der Schule dann gelang es ihr nicht immer den Schmutz und die Risse zu verbergen. Wenn Amelie an die Tafel musste, hielt sie den Atem an, machte sich halbtot, denn sie wusste was jetzt kam. Zusätzlich zum „Nichtlösen der Aufgaben“ kam auch das Gelächter wenn die Lehrerin oder der Lehrer darauf hinwies, dass die Mutter wohl nicht nähen und waschen könne oder noch schlimmeres.

Ein hässliches Kind ist es nicht wert saubere, ordentliche Kleidung zu haben, das war Amelie längst klar. Froh war sie als die Neue in die Klasse kam. Roswitta hieß sie und hatte rotes Haar und war extrem dick. Sie wohnte in einem Bauernhaus und stank immer nach Kühe und Schweiß. Ihre Fingernägelränder waren sehr schwarz und auch sie trug alte, verschmutzte Kleider. Amelie lachte nicht mit über die Misslichkeiten dieser neuen Schülerin, aber sie war froh, dass der Fokus einmal nicht auf ihr lag, aber sie litt trotzdem mit, denn Roswitta spiegelte ihre eigene Scham und Hässlichkeit und den tiefen Schmerz.

Die Hässlichkeit und die Schönheit – Umgeschrieben

Die Mutter erzählt zu Hause von Amelies Geburt: „Du hättest sehen sollen, wie Amelie gleich nach der Geburt aussah. Sie war ganz rot im Gesicht, als sie zu Welt kam. Es war aber auch eine schwere Geburt, so lange musste sie kämpfen, man sah ihr die Anstrengung an.

So lernte Amelie schon von Geburt an, dass man kämpfen muss, um sich durchzusetzen. Und das tat sie auch! Sie wurde ausdauernd, mutig, gab nie auf, wenn sie sich einmal etwas vorgenommen hatte. Und sie war zäh. Eigentlich wusste sie immer genau was sie wollte und verfolgte dieses Ziel unnachgiebig. Diese Eigenschaften halfen ihr im weiteren Leben sehr, denn sie war in eine Zeit und in eine Familie hineingeboren worden, wo es nicht leicht war in dieser Welt. Aber genau das wollte sie, als sie beschloss hier auf diese Erde ihr Vorhaben umzusetzen. Sie wollte lernen, wie es ist in diesem herausfordernden Umfeld ihre Stärke zu entwickeln.

Ihre Schwester war 6 Jahre vorher in dieser Familie zur Welt gekommen und Amelie war ihrer Schwester kräftemäßig immer voraus. Das war auch leicht, denn die war das Gegenteil von ihr, fast in allen Punkten. Sie schwächelte gesundheitsbezogen von klein auf, war wenig widerstandsfähig und wurde von ihrer Mutter immer hochgepäppelt. Das war bei Amelie nicht nötig. Auch in der Schule setzte sie sich gegen ihre Klassenkameraden gut durch und war immer eine der Besten. Vor allem in Deutsch und beim Auswendiglernen war sie besonders gut. Sie schrieb gerne Aufsätze, die dann immer vor der Klasse vorgelesen wurden und die Jahreszahlen der geschichtlichen Ereignisse konnte sie sich sehr gut merken. Sport liebte sie, hatte großen Ehrgeiz darin beim Laufen immer alle zu überholen. In der Klasse war sie beliebt und tonangebend. Stolz brachte sie ihre Zeugnisse nach Hause und wurde sehr gelobt. Dank der guten Noten konnte sie später auch studieren. Sie studierte Psychologie und Medizin, denn sie wollte immer schon Menschen helfen. 

 

Allergisch

Ja, es ist wahr, man kann auch auf Menschen allergisch reagieren. Das sind Menschen, die einen triggern (d.h. uns an irgendwas – wahrscheinlich Unangenehmes von Früher erinnern). Oder wie ich bemerkt habe (und dafür bin ich echt dankbar), triggern können auch Menschen, wenn sie etwas an sich haben, das ich in mir selbst noch ablehne. Das kann etwas sein, was der Andere schon erreicht hat und ich noch nicht geschafft habe und doch eigentlich auch gerne schon leben möchte und es irgendwie noch nicht wahrhaben wollte, oder mir bislang zu schwierig war, es zu erreichen, es aber gerne auch schon leben können würde.

Ja, es gibt Menschen, die uns schon bei der ersten flüchtigen Begegnung  irgendwie reizen – zu Widerworten, zur Ausgrenzung, zum ‚aus-dem-Weg-gehen‘, die uns zuviel, zu laut, zu fordernd, zu ängstlich, zu schwach, zu nervig, zu borniert, zu schnell, zu langsam, zu penetrant, zu störend, zu langweilig, zu oberflächig, zu neugierig, unsympathisch ….. Diese Liste könnte endlos erweitert werden.

Es ist wohl eine menschliche Reaktion, dass wir etwas nach Außen verlagern, meist auf andere Menschen übertragen, was wir nicht (bei uns) sehen und wahrnehmen wollen.  Den Spiegel halt – unserer unbewussten oder verdrängten Regungen. Es ist so leicht Unangenehmes nur beim Anderen zu bemerken und so schwer, sich selbst darin zu erkennen.

Ich glaub es ist jetzt mindestens 30 Jahre her, als mir ein Spruch von Martin Gutl in die Hände fiel und ich schnitt ihn aus, kopierte ihn, und hing ihn in meinem damaligen Büroarbeitsplatz an die Wand. Er kam zu dieser Ehre, weil er mit 2 anderen Plakaten, die ich dort aufgehängt hatte (Martin Luthers „I have a Dream“ aus seiner Rede“ und dem Gelassenheitsspruch) genauso wichtig erschien.

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Deepak-Chopra

Sollte jemand das Filmchen nicht mehr rechtzeitig geschafft haben zu gucken…. Also ich habe es mir in mühsamer Arbeit – Wort für Wort – abgeschrieben.

Es war mir absolut wichtig sich damit auseinander zu setzen – auch im Sinne des Leidens durch unsere Vergangenheit.

Da ich es ohnehin für meine philosophische Gesprächsgruppe abgeschrieben habe, stelle ich es gerne zur Verfügung. Gebt mir nur Bescheid.