Einsamkeit auf dem spirituellen Weg

Genauso fühle ich mich wie er. Der spirituelle Weg ist ein einsamer Weg, man begegnet nicht vielen Menschen, mit denen man sich austauschen kann. So schade, da ich mich so gerne austausche und das Bedürfnis habe Gutes, Wesentliches mit anderen zu teilen, es weiter zu geben. Natürlich ist mir bewusst, dass dieser Weg der Weiterentwicklung kein Trampelpfad ist, keine breite Autobahn und dass es irgendwie dazu gehört, sich nicht von anderen abhängig zu machen auf seinem Weg, dass die Einsamkeit irgendwie dazu gehört – alle spirituellen Lehrer erzählen uns das. Als wir noch im Leidenszuständen dümpelten und den anderen Blog schrieben und klagten und jammerten, erfuhren wir viel tröstende Kommentare von Gleichempfindenden, wir fühlten uns da nicht so allein, aber es war Zuspruch, der uns immer mehr von unserem wahren Selbst abbrachte.

Aber das Schreiben bleibt uns, es ist auch eine Form des Austausches und vor allem des Ausdruck unseres wesentlichen Kerns und hilft.

Geschichten schreiben

Zur Zeit schreibe ich wenig Geschichten und das neue Buch, das ich schreiben will, liegt auch im tiefen Schlafe. Aber ich schreibe fast jeden Tag im und am Blog. Darüber kam mir heute die Erkenntnis, warum das so ist. Die früheren Geschichten waren Beschäftigung mit der Vergangenheit – da ich wenig erinnerte davon, kam durch das „Trance-Schreiben“ viel von den damaligen Gefühlen und der Atmosphäre meiner Kindheit zu mir, in der ich damals gelebt habe. Das ermöglichte mir die abgespaltenen Gefühle in mir zu integrieren.

Ja das Schreiben so wichtig, es zementiert die neuen Wege, denn das Schreiben verleiht den Gedanken Substanz und Gewichtigkeit und je nachdem wie ich meine Gedanken ausrichte auf das Alte oder das Neue, auf das Wertvolle oder das Nebensächliche, je nachdem wie ich Gedankenhygiene betreibe – so geht auch mein Leben in die Richtung, die ich will oder in eine andere. So schaffen die Gedanken mit der leidvollen Vergangenheit nur noch mehr Leid und Gedanken für Neues, Wachstumsförderndes lassen uns weitergehen, heraus aus dem Stillstand.

Jetzt schreibe ich in der Gegenwart – alles was gerade ist – zwar halte ich noch Rückschau – freudige Rückschau – weil ich dadurch so deutlich erkennen kann, was alles besser geworden ist. Das macht mich dankbar und erfüllt mich mit Freude und lässt mich voll Zuversicht in die Zukunft schauen. So sind die alten Geschichten nicht mehr notwendig, und ich muss wohl meine Homepage umgestalten und die Traumageschichten rausnehmen. Vielleicht schreibe ich auch ein jetzt passenderes Buch, vom Heilewerden, vom Sichbesserfühlen, von der Freude am Leben, davon, dass man es schaffen kann… Mal sehen wohin mein neuer Weg mich noch führt.

Zweifel

Seit einem Telefonat mit einer Person, wir kennen uns schon länger – ist der Zweifel gesät…. ob es wirklich was bringt hier zu schreiben…. von seinen Erfahrungen zu berichten… etwas Gutes weiter zu geben… hilfreich sein für andere, die sich auf den Weg machen …. zur Selbstwirksamkeit, die ehrlich auf der Suche sind nach Lösungen, damit es ihnen besser geht, damit sie wachsen können, motiviert werden etwas Neues auszuprobieren…. Für Leute, die schon ewig bei Therapeuten Hilfe suchen und keine bekommen, für Menschen, die die x-te Therapie angefangen haben und immer alles schlimmer wurde…. So ist es mir ergangen und ich habe mich befreit – nach Jahren endlich befreit.

Jene Person meinte, dass es nicht sonderlich hilfreich ist, wenn Leute hier lesen, die sich gar nicht verändern wollen, die es vielleicht gar nicht wollen, weil sie es sich nicht vorstellen können, dass sie sich verändern können…. Oder gar, dass die lieber da bleiben wollen wo sie sich schon seit vielen Jahren aufhalten (aus welchen Gründen auch immer) und nicht wirklich was verändern wollen – sich vielleicht ganz gut fühlen in dieser Opferrolle (man bekommt ja Zuwendung – Krankheitsgewinn – Bestätigung…).

Vielleicht ist es wirklich ‚ein Perlen vor die Säue werfen‘ – vergebene Liebesmüh und ‚völlig für die Katz‘. Warum aber lesen die Leute trotzdem – ich kann ja die Aufrufe sehen?

Jene Person, mit der ich mich über den Sinn des Erfahrungen hier im Blog zu schreiben austauschte – meinte, man muss gezielter sich mit Menschen in Verbindung setzen. Per email geschieht das schon mit ein paar wenigen. Soll ich es dabei belassen?

Ist es ein Irrtum, dass meine Erfahrungen nützlich sein können für andere? Wenn man ausgerichtet ist auf Heilung von außen – auf geheilt werden durch Therapie – (war ich ja selbst einmal und glaubte mit jeder Faser daran) ist man da dann überhaupt in der Lage, sich für andere Wege zu öffnen? Ich glaubte damals ja auch – nur ein besonders guter Therapeut könnte helfen (stellvertretend für eine gute Mutter, die ich nie hatte aber mir als Kind bestimmt gewünscht hätte). Ich glaubte vor 10 Monaten noch nicht daran, dass ich Kräfte in mir hatte, die mich befähigen würden, mich selbst zu befreien von all dem Leid aus meiner Vergangenheit, dass ich alles in mir trug, – dass ich mir selbst vertrauen konnte. Das war meilenweit weg für mich – damals. Schließlich habe ich schon als Kind die Stärke entwickelt zu überleben und da waren meine Kräfte, meine Widerstandskraft, meine Möglichkeiten soviel geringer und trotzallem überlebten wir und gingen nicht zugrunde.

Erlernte Hilflosigkeit! Darüber gibt es viel Literatur. Dort kann man es nachlesen als Erwachsener – als Kind hatten wir diese Chance nicht. Wir können lernen aus dem Gelesenen, können Konsequenzen daraus ziehen und unser Wissen verwandeln in Handeln – in anders handeln – Verantwortung für das weiter von uns aufrecht gehaltene Gefängnis /aus der Kinderzeit – übernehmen.

Was also befreite mich? Was war es, dass mich befähigte, dass ich mich besann – auf mich – auf meine Kraft – auf meine Selbstwirksamkeit? Habe ich – so ganz nebenbei – Äußerungen von anderen Menschen, die sich befreien konnten – aufgesogen – sozusagen unbewusst – die später dann für meine Befreiung nützlich waren? Schließlich habe ich schon immer viel gelesen und mich interessiert, wie andere Menschen denken, wie sie Probleme angegangen sind.

Und es ist komisch aber …. trotz all der schlimmen Verhältnisse, unter denen ich aufwuchs, bin ich ein Mensch geworden, dem viel darin liegt, anderen Gutes weiter zu geben (es zu vermehren) und somit auch meine guten Erfahrungen, mein Nützliches, das ich erkannt habe und das hilfreiche Gelernte.

 

Blogschreiben

Wie ist das eigentlich, wenn man wenig Blogbeiträge schreibt oder viel? Heißt das, wenn wir viel schreiben, dass wir innerlich viel in Bewegung sind? Unter Druck vielleicht? Oder hat man/frau dann viel zu sagen? (Also ich meine nicht nur blabla) Oder schreib ich einfach nur gern, weil ich halt gern schreibe? Oder ist wenig zu schreiben ein Zeichen dafür, dass grad alles ruhig ist in mir – friedlich? Weiterlesen

Ein Magazin für Betroffene

Schon im letzten Jahr – ich glaub Nov.18 – wurden wir angeschrieben von https://shg-fackeltraeger.beepworld.de/ , die grad ein Magazin herausgeben wollten mit dem Namen; „Weil wir so viele sind“ (Ein Magazin zum Thema Sex. Missbrauch – Von Betroffenen für Betroffene). Sie kamen auf mich weil sie meine Bücher gesehen hatten. Sie boten mir an Werbung dafür zu machen.

Das ist das Magazin;

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und das die Werbung:

 

 

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Und hier noch Werbung für eines meiner Kinderbücher

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Und nun bin ich auch noch textmäßig bei dem Magazin dabei. Gebe für die neuen Folgen des Magazins Texte zum Thema mit ein. Na, an Texte zum Thema fehlt es uns ja nie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreiben – ein wichtiges Medium

Seit 2011 veröffentliche ich meine Kurzgeschichten und Erzählungen in Bücherform.

Das schreiben hat mir unendlich viel geholfen. Da bei mir viele Erinnerungen von früher nicht zugänglich sind – halfen mir diese Geschichten dabei – mich besser kennenzulernen, mich zu entlasten und besser zu verstehen.

Rechts unten findet man meine Homepage mit allen meinen bislang veröffentlichten Büchern.

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