Wissen ist Macht

Ich möchte hier andere informieren über die kostenlosen Vorträge beim Auditorim:

Gratis Online-Kongress:Traumatherapie, Traumafolgestörungen und transgenerationale Weitergabe von Traumata

Sehr geehrtes Auditorium, sehr geehrte Auditorium-Community,

bei unserem 4. Online-Event in Pandemie-Zeiten nach

  1. Online-Kongress Psychosomatik
  2. Online-Training Systemische und hypnotherapeutische Konzepte mit Gunther Schmidt
  3. Online-Training Egostate-Therapie mit Woltemade Hartman und den Damen Elfie Cronauer und Susanne Leutner

haben sich bereits 8000 Teilnehmer angemeldet.

Wir zeigen Ihnen hochkarätige Aufnahmen und Konzepte aus der modernen Traumatherapie und fokussieren u. a. auf Traumafolgestörungen und transgenerationale Weitergabe von Traumata. Hiervon sind so gut wie alle betroffen, die im 20. Jahrhundert geboren wurden.

Vogel befreit

Hier können Sie sich bis zum 19. Juli anmelden.

Bitte leiten Sie diese Mail weiter und lassen Sie sie viral gehen.

Menschen mit Traumafolgestörungen können oftmals kaum zwischen Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden. Das traumatische Ereignis hat sich derart in die Seele (anatomisch gesehen, ins Gehirn) des Menschen eingeprägt, dass es abgespalten werden musste. Wenn es getriggert wird, fühlt es sich so an, als ob das Geschehnis real in der Gegenwart stattfände. Es ist eben im Gesamtorganismus nicht integriert und führt quasi ein Eigenleben, kommt nur flashbackartig zum Vorschein. Solche Menschen haben meist desorganisierte Bindungen und sind allem und jedem gegenüber misstrauisch.

Bezüglich der transgenerationalen Weitergabe von Trauma möchte ich die Grande Dame der Psychotraumatologie selber zu Wort kommen lassen.

Paul KLee „Jede Generation gibt der nächsten emotionale Erfahrungen auf verschiedenen Wegen weiter. Jeder jüngeren Generation werden auf nur teilweise geklärten Wegen die prägenden emotionalen Erfahrungen der Eltern, Großeltern und Ahnen mitgegeben, die negativen wie die positiven, und es zählt auch zu den Aufgaben der jüngeren Generation, dieses emotionale Erbe aufzunehmen und weiterzuentwickeln… Transgenerationale Transmission ist dann ein normaler Vorgang, wenn die jüngere Generation die Chance hat, das unerledigte emotionale Material ihrer Eltern und Großeltern tatsächlich neu zu ordnen, wenn also im emotionalen Erbe der Eltern an ihre Kinder die Werte und Schulden in ausgewogenem Verhältnis stehen. Wo das nicht gelingt, bleibt das negative emotionale Erbe im Kind ebenfalls unverarbeitet, die Kinder sind Opfer einer transgenerationalen Traumatisierung“. (Michaela Huber)

„Denjenigen, die unter Traumafolgestörungen leiden, wurde zu viel zugemutet, sie sind daran zerbrochen, leiden seelisch, sind gefangen in der Traumazeit auf die eine oder andere Art, oder sie sind bereits „vor der Zeit“ gestorben.“ (Wolf Büntig).

Vogel befreit

Hier können Sie sich bis zum 19. Juli anmelden.

Mutiger Faktencheck

Die Bilder die in meinem Kopf derzeit sind – sind nicht so schön…. Bei den Nachrichten von und über Corona z.Bsp. über die Horrormeldungen in Spanien, Italien wird mir schon ziemlich anders. Ich bin eigentlich kein ängstlicher Typ, aber die Vorstellung, dass ich als Angehöriger einer Risikogruppe (Alter 69) kein Beatmungsgerät bekomme (oder gar es wieder abgenommen kriege, weil nach mir eine jüngere Person eine Beatmung bekommt) ist nicht gerade angenehm.

Ersticken (ertrinken in der eigenen Lunge) finde ich auch nicht gerade erstrebenswert.

Selbst die Furchtlosesten unter uns, die Kritischsten unter uns – bekommen Ängste und Atemnot bei all den Horrormeldungen (Gehirnwaschmeldungen), die in uns Angst erzeugen. Da finde ich den Youtubefilm

Des Kaisers neue Kleider

der sich da mit den Fakten beschäftigt, die für jeden nachprüfbar sind, so er es wirklich will…. doch eine bessere Alternative. Ganz viele Quellen sind dort angegeben, die man selbst aufrufen kann. Es ist die Frage nun, ob wir nur Lemminge sind oder eigens denkende Menschen, die auch hinterfragen und die Mühe nicht scheuen, jenseits des Mainstreams, zu recherchieren. Und vielleicht schaffen wir es noch, jenen „Mahnern“ über die neue Weltveränderung (geplante neue Weltordnung, statt sie als Verschwörungstheorie abzutun) zuzuhören – und auch um dann noch rechtzeitig zu rufen „Seht mal, der Kaiser ist nackt!“

Und über noch etwas mache ich mir Gedanken: Ob diese Abschottung gegen all die Flüchtlinge und nicht später noch auf die Füße fällt – (man hört ja gar nix mehr davon) und später mal so richtiger Zorn auf die ‚Abschotter gegen das Flüchtlingselend‘ aufflammt und wir deren Wut noch Jahre in der Zukunft spüren werden, als Rechnung für das Wegschauen, für all die Nöte, die diese Völker in sich gesammelt, und an deren Verhältnissen dort wo diese Menschen herkommen – wir in den Industrieländern nicht unschuldig sind.

Nun ist es soweit

der neue Blog steht und für die Interessierten, die mir weiter folgen wollen ist hier der Link zu meinem neuen Blog: Innen-Reise-Wege

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, ist es nun Zeit das Thema zu wechseln, klar zu differenzieren, dass jetzt eine andere Zeit angebrochen ist für mich und die Orientierung in meinem Leben. Mir erscheint es wichtig da eine klare Unterscheidung zu machen, um nicht Altes mit Neuem zu verwechseln.

Der erste Blog „MelinasSchreibfamilie“  beschäftigte sich hauptsächlich mit der Verarbeitung/Auseinandersetzung  mit der erhaltenen Diagnose DIS/DDNOS und der Suche nach Therapie – sowie mit den leidvollen Erfahrungen mit dem Psychowesen und endet mit dem Begreifen, dass konventionelle Therapie nur mein Leid vergrößerte. Meine gewaltvolle Vergangenheit in der Kindheit machten es unmöglich Therapeuten zu vertrauen. Im Rückblick könnte man es so zusammenfassen, dass ich durch meine Erfahrungen in der Kindheit Mechanismen entwickelt hatte, die es nicht zuließen Therapeuten zu vertrauen (weil sie unweigerlich im therapeutischen Prozeß der Übertragung in die Rolle meiner Eltern gerieten) – schließlich hat mir allein meine eigene Kraft und Kreativität als Kind geholfen zu überleben – da war keine wirklich hilfreiche Person in meinem Leben gewesen.

Der zweite Blog ‚Pollys Leben ohne Therapie‘ begann als ich nicht mehr die Hilfe im Außen suchte – also keine Therapie mehr suchte als Allheilmittel – sondern mir meine Lösung in der Selbstwirksamkeit bewusst wurde. Es ging als erstes darum eine klare  Entscheidung zu treffen. Es war genug der alten Wege, des alten Leidens, der Verzweiflung und Hilflosigkeit. Ich wollte ganz neu weiter zu machen – ohne Therapie (nach 3 gescheiterten Therapieversuchen, die mein Leid nur noch mehr vergrößerten) – alles erschien mir leichter als dieses WEITERSO. Dieser zweite Blog von dem ich jetzt überleite auf dem Innen-Reise-Wege,  beschäftigte sich hauptsächlich mit NEUEM, Unbekannten und mit der intensiven Auseinandersetzung damit und seinen Wirkungen auf mich. Ich öffnete mich für alles Vieles, das mir hilfreich erschien, vor allem für den vernachlässigten spirituellen Bereich und begegnete dort weisen Menschen (die von ihren Erfahrungen berichteten, mir umsetzbare Techniken, bewusstseinsfördernde Texte lieferten, mit denen ich mich im Blog ausgiebig auseinandersetzen konnte). Ich meditierte wieder, schaute wieder mehr nach innen und fand fiel Hilfreiches, Erfahrbares, das ich anwenden konnte.

Pollys Blog ist eine Fundgrube von hilfreichen Hinweisen wie man Leid nicht weiter vermehrt sondern aus der Leidschleife herausfinden kann. Dies gelang besonders gut, indem ich immer wieder das Neue mit dem alten Seinszuständen verglich und sehr darauf achtete – nicht wieder in alte Programme abzurutschen. So lernte ich allmählich mehr und mehr zu differenzieren und begriff, dass ich selbst jede Menge Handhabe hatte, um Altes aufzulösen und neues Bewusstsein zu erschaffen. Es war harte Arbeit und es erforderte großes Engagement, Ausdauer und Achtsamkeit, aber es lohnte sich sehr. Das neue Wissen befreite mich fast sofort vom unnötigen Leid, von destruktiven Gedanken und schenkte mir sehr viel Zuversicht.

Dieser Prozeß dauerte fast genau ein Jahr und ich beschrieb ihn in Pollys-Blog sehr intensiv und ausdauernd. All meine Kraft steckte ich nun nicht mehr wie in Melinas-Blog in Jammern und Anklagen, sondern in Konstruktives, in Neugier auf Neues, in mutig ausprobieren von Unbekanntem. Und heute kann ich hier sitzen und ehrlich schreiben, dass ich voller Dankbarkeit bin, für all das Wissen, all die Erfahrungen, die ich in diesem letzten Jahr machen konnte.

Nun geht es weiter, die nächsten Jahre im Blick, die neue Zukunft zu leben, in der ich weiterwachsen kann ohne das unnötige Leid von Früher. Deshalb heißt mein neuer Blog: Innen-Reise-Wege

Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger

Erst mal einen Witz, den ich gelesen habe: (zur Auflockerung)

„Gegen den Coronavirus am besten jeden Tag drei Knoblauchzehen essen. Der wirkt zwar nicht gegen den Virus, aber der Abstand von einem Meter wird definitiv eingehalten.“

Aber jetzt einen Beitrag wie es nach dem Corona Hype weitergehen wird (könnte): Ein Beitrag von dem Trend- und Zukunftsforscher  Matthias Horx der mich sehr beeindruckt hat.

 

Geschlossen

also das ist jetzt echt „Kacke“. Unser Akademie für Ältere ist nun wegen Corona geschlossen. Einerseits echt gut – viel Zeit für mich – hab ja noch 3 andere Ämter, aber in der Akademie ist doch ein Stück zu Hause für mich. Ist einfach ein guter Ort geworden seit Jahren nun schon um Menschen zu treffen, weiter zu lernen, sich auszutauschen, sinnvolle Arbeit zu machen…. Gesellschaftliche Teilhabe eben.

Nun ja, für Viele der Älteren ist dies der einzige Ort, wo sie ihrer Einsamkeit im Alter entfliehen können. Nicht zu vergessen, dass die Immunabwehr ja eine große Rolle spielt bei dieser Erkrankung. Und seelisches Befinden spielt aber auch eine wesentliche Rolle beim gesund bleiben. Einsamkeit ist keine gute Energie – d.h. wenn man sich einsam fühlt. Alleinsein, für mich sein (nicht dauernd natürlich ist eine andere Sache), sich auch zeitweise selbst genügen – schließlich muss man ja auch ab und zu reflektieren – ist eigentlich ein von mir geliebter Zustand. Aber von einem Tag auf den anderen ist vieles gleichzeitig anders…. das muss man erst umstrukturieren. Aber eigentlich ist es auch wie ein wenig Urlaub, wie ‚mehr Zeit für sich haben‘, weniger Stress haben, mehr Zeit für Kreatives z.Bsp. mal wieder Geschichten schreiben, Lesen, draußen sein, lange telefonieren, weniger planen, trödeln etc., also echt ein Geschenk…. mal sehen womit ich es fülle….
Trotzdem, der Austausch dort, die Vielfalt wird mir fehlen…..

 

 

Überall liegen die Geschenke des Kosmos herum

Der Vortrag von Gregg Braden von gestern hat mich richtig geflasht! Ich bin so dankbar für die Vielfalt, die mir fast täglich geboten wird und man sie nur auswählen muss und sie annehmen, dass wir jetzt eine Wahl haben für unsere Heilung, Weiterentwicklung – wo wir noch vor einem Jahr noch keinerlei Hoffnung hatten.

Ich fühle mich so reich, so aufgehoben, so sicher darin, dass alles einen Sinn hat und alles gut wird und ja schon ist.  Weiterlesen

Zusammenhänge von Angst und Schmerz

Zunächst noch Anmerkungen zu dem so oft missverstandenen EGO-Begriff:

Ich bemerke sehr häufig, dass Worte wie EGO oder Spiritualität…. gleichgesetzt werden mit dubiosen Machenschaften, Sekten und Verschwörungstheorien. Das habe ich auch schon in meinem vorhergehenden Blog, wo ich noch ziemlich destruktiv unterwegs war gemerkt. Spiritualität kam da so gut wie gar nicht vor, wenn ich in diesem Blog mich mit dem Sinn des Lebens oder spirituellen Themen auseinandersetzte – und eine andere Blickrichtung einbringen wollte, kamen keine oder Gegenkommentare zurück. In DIS-Therapien bzw. Fachliteratur war dies auch so gut wie nie Thema in den Schilderungen der Leser. Selbst der Dalai Lama landet oft in dieser Schublade.

Die Welt ist voller Vorurteile und die hat man nur, wenn man dasjenige Gebiet, um das es geht – niemals wirklich erforscht, informiert und sich beschäftigt hat. So entgeht vielen Menschen ein ‚reiches‘ vielfältiges Leben mit vielen Lösungsmöglichkeiten und sie müssen ihr ‚armes‘ einseitiges, kleinkariertes Leben leben, das letztlich in Unzufriedenheit und Neid auf Andersdenkende mündet.

***

Im letzten Beitrag über Angst , sagt E. Tolle, dass sie Teil der Ursache von Schmerz ist – ist mir viel durch den Kopf gegangen. Die Unterscheidung zwischen der Angst durch unmittelbarer Gefahr und emotionaler, psychologischer Angst, finde ich sehr wichtig um besser zu verstehen. Angst durch direkte momentane Bedrohung und Gefahr passiert im Jetzt. Die andere Angst (z. Bsp. vor etwas, das noch nicht eingetroffen ist und die Zukunft betrifft) ist keine reale Angst (möglicherweise völlig unnötig, weil die zukünftige angstmachende Situation vielleicht nie eintrifft).

Auch was er über die Suche des Ego nach der Ganzheit schreibt, ist ein wesentlicher Faktor in der heutigen Zeit. Genau dieses Egostreben nach Macht, Materiellem, Ansehen usw… ist verantwortlich für Kriege, Zerstörung unserer Erde und Ignoranz gegenüber Anderen. E. Tolle hilft da sehr mit seiner Aussage, weil er klar die Gründe für solches Streben benennt und uns darauf aufmerksam macht, dass wir uns immer mehr mit einem falschen Selbst identifizieren.

Zwar ist es damit nicht getan, dass wir es begreifen. aber es ist der erste Schritt um unser Sein und Streben zu erkennen und zu verändern. Das Bild, das er hier genauer zeichnet macht sichtbar, wo wir durch Mangel an Verstehen, in die falsche Richtung gehen.

Der letzte Satz, dass wir vor dem Tod sterben müssen – finde ich sehr wesentlich. Wir müssen verstehen, dass wir uns noch vor dem Tod von all den EGO-Bedürfnissen verabschieden müssen – noch bevor wir sterben. Vielleicht ist das auch nur für ältere Menschen leichter begreifbar.

Der Ursprung der Angst – E. Tolle

Ein so sehr wichtiges Thema im Zusammenhang mit Schmerz: Eckhart Tolle schreibt dazu in seinem Buch: Jetzt

Angst ist ein Teil der Ursache unseres grundlegenden Schmerzes. Ich werde oft gefragt: Ist gesunde Angst nicht auch ein Selbstschutz? z.B. sagte jemand: wenn ich keine Angst  vor dem Feuer hätte, würde ich vielleicht die Hand hinein halten und verletzt werden. Nicht weil du Angst hast hältst du die Hand weg vom Feuer, sondern weil du weißt, dass du dich verbrennen würdest. Du brauchst keine Angst um unnötige Gefahr zu vermeiden, nur ein Minimum an Intelligenz und Menschenverstand. Wenn es um praktische Dinge geht, ist es nützlich alles was du in der Vergangenheit gelernt hast anzuwenden. Wenn dich aber jemand mit dem Feuer oder Gewalttätigkeit bedroht, dann wirst du vielleicht Angst spüren. Instinktiv schreckst du vor der Gefahr zurück. Das ist aber nicht die psychologisch begründete (emotionale) Angst, von der wir hier reden.

Die emotionale, psychologische Angst  hat viele verschiedene Formen: Unruhe, Sorgen, Ängstlichkeit, Spannung….

Die Suche des Ego nach Ganzheit

Da ist ein tiefsitzendes Gefühl des Mangels, der Unvollkommenheit, ein Gefühl, dass dir etwas fehlt. Manchen ist das bewusst, anderen nicht. Ist es dir bewusst, zeigt es sich als ständiges, unzulängliches Selbstwertgefühl. Unbewusst wird es nur indirekt als tiefes Verlangen gefühlt, als Habenwollen, als Bedürftigkeit. In beiden Fällen versuchen Menschen dieses innere Loch zu füllen, indem sie zwanghaft nach Egobefriedigung streben und sich mit den verschiedenen Dingen identifizieren. Sie streben dann nach Besitz, Geld, Erfolg, Macht, Anerkennung oder nach einer besonderen Beziehung. Eigentlich wollen sie damit erreichen sich besser, sich vollkommener zu fühlen. Aber sogar wenn ihnen all diese Dinge gelingen, müssen sie bald erkennen, dass dieses Loch immer noch da ist, dass es bodenlos ist. Dann sind sie wirklich in Schwierigkeiten, weil sie sich selbst nichts mehr vormachen können. Nun, sie werden sich weiterhin versuchen etwas vorzumachen, aber es wird immer schwieriger. Solange der Egoverstand ihr Leben regiert, finden sie keine wirkliche Ruhe. Du kannst nicht friedlich und erfüllt sein, außer in den Augenblicken, wo du gerade bekommen hast was du wolltest – wo ein Verlangen gerade erfüllt wurde. Da es sein Selbstgefühl immer vom Selbst ableitet, besteht das Ego aus Identifikationen. Auch muss es ständig gefüttert und verteidigt werden.

Die häufigste Ego-Identifikation haben mit Besitz, Arbeit, Sozialstatus und Anerkennung zu tun, ebenso mit Wissen und Bildung, körperlicher Erscheinung, besonderer Fähigkeiten, Beziehung, persönlicher und familiärer Geschichte, Glaubenssystemen, oft auch kollektiven Identifikationen wie Politik, Nationalität, Rasse, Religion und Ähnlichem. Nichts davon bist du! Findest du das beängstigend oder ist es eine Erleichterung? All diese Dinge wirst Du früher oder später aufgeben müssen. Vielleicht findest du es noch schwer das zu glauben – ich will gewiss nicht, dass du glaubst, deine Identität sei in einem dieser Dinge zu finden. Du wirst selbst heraus finden was wahr ist. Du wirst es spätestens dann wissen, wenn der Tod naht. Der Tod nimmt alles weg, was du nicht bist. Das Geheimnis des Lebens ist – zu sterben bevor du stirbst und heraus zu finden, dass es keinen Tod gibt.“

Schmerzkörper-Auflösung 2 – Eigene Gedanken dazu

Ich bin ehrlich begeistert und ich bin auch froh, dass ich dieses Medium hier benutzen kann und ein wenig mehr Genauigkeit und Pausen dadurch in diesen wunderbaren Text von Eckhart Tolle reinkriege – sonst würde ich wohl vor Begeisterung einfach nur durch galoppieren und die Hälfte dieser Weisheit auf dem Ritt wieder verlieren oder nicht vollständig in mir aufnehmen können.

Ich habe dieses Buch schon mal (angefangen?) zu lesen vor mindestens 12 Jahren, wahrscheinlich mehr und habe null Erinnerung daran. Habe ich es überhaupt angefangen zu lesen? Habe ich es gleich wieder weggelegt? Habe ich es nicht verstanden? Hat es mich nicht interessiert? Keine Ahnung!

Aber es macht mir langsam begreiflich wie es Menschen mit DIShintergrund ergeht, wenn sie auf einer gewissen Schiene laufen, auf der ich volle 5 Jahre selbst gelaufen bin. Und gleichzeitig merke ich wie stolz ich auf mich bin und ich glaube auch sein kann, dass ich ohne dieses ‚erleichternde‘ Wissen von diesem Inhalt des Buches – so viel von diesen Weisheiten bereits unbewusst anwenden, verwenden konnte, um nicht länger den Weg des Leidens zu gehen. Ich glaube, ich habe eine kluge innere Führung! 

Etwas anderes frage ich mich auch. Wieso gibt es in Therapie keine Education mit solchen Inhalten, die einem so wunderbar nahe bringen, wie das mit den alten Schmerzen funktioniert und vor allem wie man sie wieder los wird? Nach meiner Diagnose DIS bekam ich eine kurze Education/Einführung über Trauma und Gehirnauswirkungen (weil ich danach fragte) – sehr theoretisch – aber schön und gut, sehr viel geholfen hat es mir in der Praxis jedenfalls nicht.

Hätte mir die erste Therapeutin jenes Buch von Eckart Tolle: Jetzt in die Hand gedrückt als Hausaufgabe – ich hätte mir viel Leid erspart und bestimmt 5 Jahre Zeit eingespart. Also die Frage warum es in der Therapie nicht sowas gibt, ist leicht beantwortet: Die Therapeuten haben selbst keine Ahnung davon.

Die praktischen Anwendungsmöglichkeiten zur Auflösung alter Schmerzen – die in diesen Texten zu finden sind, könnte man schon einem 10Jährigen vermitteln. Es ist wirklich traurig.

Begeistert bin ich auch, weil ich die Idee hatte, den Text auf den Hör-CDs aufzuschreiben und Menschen teilhaben zu lassen, die an Weiterentwicklung und Leid- und Schmerzauflösung interessiert sind (und ehrlich – wer ist das nicht? Leiden wir nicht alle irgendwie?), denn durch das genaue hinhören und abschreiben und dann noch hier her schreiben, landet der Text sehr gründlich in meinem Hirn (ich gehöre zur Kategorie der „Einverleiber“ von Wissen und manchmal will ich mehr und schneller wissen, als mein Hirn verkraften und behalten kann) dafür bin ich wirklich dankbar.

Und nebenbei die Art der Textverarbeitung hier bringt auch mit sich, dass ich Pausen einlegen muss, die sehr zur Verarbeitung, genauer Betrachtung, Reflexion und Suche in mir selbst – dienen.

Ich bin so dankbar dafür, dass mich die richtigen Bücher, Inhalte, Menschen… immer genau an dem Punkt abholen, wo ich sie brauche um weiter zukommen auf meinem Weg und wo ich genau in diesem Augenblick offen bin für die Botschaften. Fast kommt es mir vor als säße da irgendein Vermittler aus einer anderen Dimension, der unermüdlich Wege sucht – mir zu helfen – weiterzugehen in meiner Entwicklung. Danke!

Das musste ich jetzt einfach noch einfügen, ehe es weitergeht mit der Schmerzkörper Auflösung – ganz praktisch!