Wachstumsorientiertes Schreiben

Ist eigentlich sowohl das Blog schreiben wie auch Tagebuch schreiben

Bei Ralf/Zeitzuleben.de habe ich gelesen: Ich nutze das Tagebuchschreiben:

  • wenn ich Stress oder Druck empfinde oder mich seltsam fühle und wenn ich verstehen möchte, was dahintersteckt
  • wenn mich etwas seelisch belastet
  • wenn ich Konflikte mit anderen Menschen verstehen will und meine Position dabei klären möchte
  • wenn ich eine Entscheidung treffen will oder muss und wissen will, was meine „innere Stimme“ dazu sagt
  • wenn ich ein Problem durchdenke und Lösungsalternativen suche
  • wenn ich trotz guter Vorsätze merke, dass ich wiederholt den gleichen Mist anstelle, und begreifen will, welche Verhaltens- und Denkmuster dahinterstecken
  • wenn ich Ideen für meine beruflichen oder privaten Projekte entwickeln will
  • wenn ich meine Einstellung zu etwas herausfinden und diese ggf. hinterfragen und ändern möchte

Und oft schreibe ich in meinem Journal auch einfach nur aus Lust an der Freude, weil mit der Zeit und Übung auch die pure Lust am Schreiben in mir gewachsen ist.

Weiter schreibt er davon wie es gelingen kann, dass die notwendigen Grundideen und Grundregeln, die dafür sorgen, dass so ein Tagebuch nicht kontraproduktiv wird:

„Denn es kann schnell passieren, dass man sich mit seinem Tagebuch selbst runterzieht und sich schadet. Damit das nicht geschieht, gibt es einige Grundregeln, die es zu befolgen gilt.

  • Die Vorteile des Tagebuch-Schreibens: von der seelischen Entlastung über die Selbsterkenntnis bis hin zur Selbstannahme
  • Die 4 wichtigsten Grundregeln beim Tagebuch-Schreiben, die dir dabei helfen, dass dein Perfektionismus dir keinen Strich durch die Rechnung macht und dass du wirklich wachstumsorientierte, konstruktive Erkenntnisse bekommst
  • Die 2 Arten des Tagebuch-Schreibens: chronologisch vs. themenorientiert. Inkl. der Anwendungsgebiete
  • Das „Mein Tag“-Formular als Basis des chronologischen Tagebuchs (Tagebuch auf die einfache Art)
  • Warum eine regelmäßige Schreibgewohnheit wichtig ist und wie du diese Schritt für Schritt aufbaust
  • Warum ein wohlwollender Fokus beim Schreiben wichtig ist. Und wie du diesen Fokus entwickeln und stärken kannst. Und welche positiven Auswirkungen dieser positive Blick auf dein sonstiges Leben hat
  • Wie man sich selbst dazu bringt, vom oberflächlichen, unkonkreten Schreiben ins detaillierte, tiefgehende Schreiben zu kommen
  • 3 grundsätzliche Möglichkeiten des Aufschreibens
  • Selbsterkenntnis durchs Schreiben: Denk- und Gefühlsmuster entdecken und verstehen
  • Warum du bei jedem Tagebuch-Eintrag immer ein Fazit schreiben solltest. Und wie man ein gutes, lösungs- und wachstumsorientiertes Fazit schreibt
  • Die wunderbare Methode der Satzergänzungen: Wie du ans Unbewusste herankommst, Ideen findest und neue Einsichten gewinnst
  • Das Clustern (eine weitere kreative Möglichkeit, die eigenen Gedanken zu sortieren)
  • Psychohygiene: wie du deine Seele schriftlich reinigst
  • Triggerfragen – eine Möglichkeit, um ins Schreiben zu kommen
  • Wie du Bilder als Inspiration für dein schriftliches Nachdenken nutzt
  • Top-10-Listen und deren Anwendungsgebiete
  • Wie du dich schriftlich motivieren kannst
  • ABC-Listen (eine Möglichkeit, um auf neue Gedanke zu kommen und ein Themengebiet systematisch zu erforschen)
  • Wie du deinen nächsten Tag vorwegnehmen und so deine Zukunft programmierst
  • Wie du dein Tagebuch nutzt, um dich mehr anzunehmen, zu akzeptieren
  • Wie du beim Schreiben gezielt die gedankliche Perspektive wechseln und so zu neuen Gedanken und Einsichten kommst
  • Die Methode Freewriting. Noch eine Möglichkeit, in die Tiefe der eigenen Gedanken zu kommen
  • Wie du einen schriftlichen Dialog mit dir selbst führst, um bewusste und unbewusste innere Stimmen zum Vorschein zu bringen
  • Wie du Probleme schriftlich durchdenkst und Lösungsansätze entwirfst
  • Wie du schriftlich planen kannst
  • Wie du mit Metaphern Gefühle und Ideen ausdrücken kannst
  • Wie du über das Schreiben deine Achtsamkeit trainierst
  • Wie du „Blödsinn schreibst“ und in deinem Tagebuch einfach nur Spaß hast. Wie fängst du das an? Und warum solltest du es regelmäßig tun“

All das bietet er in einem seiner Kurse an, die natürlich was kosten, aber wer seinen Newsletter regelmäßig liest kann auch ganz umsonst jede Menge von ihm lernen und sich Anregungen bei ihm holen – zur Lebensbewältigung.

Das finde ich alles sehr wichtig und gilt ebenso beim Blog schreiben,(mein Tagebuch für Wachstum und Weiterentwicklung ist mein Blog) vorausgesetzt ich nehme den Blog nicht ausschließlich zum Jammern. Man kann sich bei Schreiben nämlich durchaus ‚klären‘ und Lösungen finden, vorausgesetzt man schreibt ganz ehrlich und ist echt an einer gangbaren Lösung interessiert.

Das ist das Schöne am Bloggen, dass man immer wieder auch durch das Lesen von anderen konstruktiven Blogs input bekommt, den man auf sein eigenes Leben anwenden kann und praktisch Lösungsmöglichkeiten geschenkt bekommt, die einem aus den Dauerkreisel seines Verstandes heraus hilft. Danke Ralf!

Bloggen – um sich weiter zu entwickeln

Für mich ist Bloggen ganz wichtig geworden! Vorteile sind:

  1. es ist ein erweitertes Tagebuch – stetig nachlesbar  (besser lesbar jedenfalls als ein mit Hand geschriebenes Tagebuch – bei meiner Sauklaue) und wiederholtes Nachempfinden von früheren Zeiten – und die Wachstumsfortschritte kann man so sehr gut nachvollziehen (evtl. auch ständige Wiederholungen und Stillstand sind so zu bemerken)
  2. Wenn andere kommentieren, ist das anregend – ebenso wie das Lesen anderer Blogs. Voraussetzung sind natürlich konstruktive wohlwollende Kommentare und interessante, weiterführende Blogthemen.
  3. Die Anregungen aus konstruktiven Kommentaren sind sehr Blickwinkel erweiternd für mich oder auch Bloginhalte, die andere als die gewohnten Erfahrungen vermitteln, sind ebenso gut geeignet seinen Horizont zu erweitern und von anderen zu lernen.
  4. Verändert sich bei einem Selbst sehr viel, passen oft die alten Blogantworten von anderen nicht mehr. Dies ist der Fall, wenn die Entwicklungswege stark auseinander gehen und andere den neuen Weg nicht nachvollziehen können oder wollen, weil sie in einem völlig anderen Welt leben. Wenn das passiert, dann muss man sich auf Angriffe gefasst machen, das muss man wissen und es nicht persönlich nehmen.
  5. Das Gute am Blogschreiben ist der Papierkorb. Dort kommen sofort alle unkonstruktiven, besserwisserischen, bösartigen, völlig danebenen Kommentare -noch bevor sie veröffentlicht werden – hinein. Man kann sich auch ganz leicht von diesen Bloggern entfolgen und nicht sein Herz damit beschweren, damit braucht man sich nicht gedanklich weiter zu beschäftigen. Man ist nur für sein Leben und seine Weiterentwicklung verantwortlich, nicht für das der anderen. Seine eigenen Erfahrungen mitzuteilen – ist das Recht jedes Bloggers – dafür angegriffen zu werden – ist eine Frage der Persönlichkeitsstruktur dieses Angreifers und nicht mein Problem sondern dessen.
  6. Ich nehme mir aus den Beiträgen und Kommentaren, was für mich brauchbar ist und habe es nicht mehr nötig andere überzeugen zu wollen – denn jeder ist für sich selbst verantwortlich – auch im Blog.
  7. Die Schilderung eigener Erfahrungen in Blogbeiträgen bringen mit sich, dass man sich in der schriftlichen Form weitaus tiefer gehend mit den jeweiligen Themen beschäftigt – als sie nur gedanklich kurz durchzugehen, solche verflüchtigen sich meist ziemlich schnell – etwas niederzuschreiben, in eine sichtbare Form zu bringen ist bleibender, hat mehr Gewicht und man steht dazu.
  8. Ich sehe das Blogbeiträge schreiben als Mittel um sich zu entlasten, von evtl. Problemen im Augenblick, als Möglichkeit den Kopf wieder frei zu kriegen und es kommt mir vor wie so ein Haufen von vielen Puzzleteilen, die sich mit jedem in die Hand genommenen Puzzleteil, einen Platz sucht wo es hingehört und irgendwann ergibt es ein schönes, buntes, ganzes Bild.
  9. Eigene Erfahrungen weiterzugeben ist ebenso sinnvoll, wie andere Erfahrungen zu lesen und in sich aufzunehmen und sich darüber Gedanken zu machen.
  10. Bei all dem nützlichem des Bloggens – sollte man doch nicht vergessen, dass es auch noch das Leben draußen in der Welt gibt, in der man all die gewonnenen Einsichten auch mutig lebt.                                                                                                        Oscar Wilde sagte einmal: „Man sollte nie ohne ein gutes Buch aus dem Haus gehen, ich habe immer mein Tagebuch bei mir!“