Donald Walsch

ich liebe seine Bücher, seine CDs, seine Sichtweisen – seinen spirituellen Bezug. Nein, er ist kein Popstar…. Übrigens hat er die schöne Geschichte: Das kleine Licht geschrieben.

Eigentlich ist diese Geschichte der vollständige Ausdruck für seine spirituelle Einstellung. Darin ist so schön dargestellt, was der Kern unseres Lebens – unseres Daseins ist.

Derzeit höre ich seine CDs mit dem Titel: Glücklicher als Gott!

Hier die Vorstellung des Hauptthemas und sein Inhalt:

„Verwandle Dein Leben in eine außergewöhnliche Erfahrung

In diesem Buch macht Walsch deutlich, wie ein neues Gottes- und Weltverständnis zur Quelle unermesslichen Glücks werden kann.

Das Leben ist als glückliches Leben gemeint, und wir müssen nicht durch die Hölle gehen, um in den Himmel zu kommen“, sagt Walsch. Er lüftet erstmals das vollständige Geheimnis der Gesetze der Manifestation und persönlichen Schöpfung und zeigt, was wirklich hinter dem Mythos steckt, dass die Welt ein Abbild unserer Vorstellungen ist und wir sie völlig frei gestalten können. Seine revolutionäre These: Glücklichsein ist keine Privatsache, und wenn wir alle Lebewesen in unseren Wunsch nach Glück mit einbeziehen, werden wir tatsächlich ‚glücklicher als Gott‘.

Das Hörbuch führt in 17 Schritten durch einen Prozess der spirituellen und religiösen Erfahrung und zeigt, wie in dem, was wir für andere tun, der Keim unseres eigenen Glücklichseins steckt.“

Auch wenn ich den Titel nicht grade glücklich finde – für Menschen, die noch nie etwas von Walsch gehört haben – ihn nicht kennen – irritiert dieser Satz auf den ersten Blick – etwas.

Es gibt kein Buch über das Thema: „Erschaffe Deine Realität“, das ich gelesen habe, das es besser und verständlicher ausdrückt als er (und ich habe viele dazu gelesen – hoch wissenschaftlich unterlegte sogar). 

Die Essenz steckt ja im zitierten Vorstellungstext bereits – aber mit anderen Worten heißt es eigentlich: Warum leidet ihr? Gott wollte und will nicht dass wir leiden, darin ist sogar enthalten: Gott will, dass ihr glücklich seid. Diesem Texten kann wohl nur jemand folgen, der einen spirituellen ‚Unterbau‘ hat, alle anderen denken wohl bei solchen lauten Gedanken, dass Walsch ein Verrückter ist. Aber es lohnt sich wirklich seinen Erklärungen – seinen Beweisen – zu zuhören und zu versuchen was er sagt nach zu vollziehen.

Und die, die mich schon länger lesen wissen, dass mein fester Glaube ist, dass man ohne eine gewisse spirituelle Anbindung m.e. nicht heilen kann.

Mir fällt grad das Lied von André Heller ein: „Die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo“  Alles ‚Gangbare‘ muss erst mal in den Kopf hinein, bevor es umgesetzt werden kann. So machen es seit ewigen Zeiten alle Erfinder z.B. (Jule Verne) sie begriffen etwas – fanden etwas erst in ihrer Vorstellungskraft und konnten es danach umsetzen. Ja, Walsch Gedanken nach zu verfolgen ist ein wahres Abenteuer, so spannend und mit Anleitung zur Umsetzung bei uns selbst. Wer nie davon gehört hat und sich nie mit solchen Fragen auseinander gesetzt hat, wird dieses Abenteuer nicht erleben und leiden… leiden…. leiden….

„Leben ist Leiden“ – auch so ein verheerender Glaubenssatz! Zeit ihn aufzulösen.

Tapferkeit

ein schönes Wort für uns…. es gibt uns ein gutes Gefühl, ebenso wie das Wort: wehrhaft. Wir waren gut im uns wehren – nicht in der Schule, nicht gegenüber anderen Kindern, nicht in der Welt draußen, aber zu Hause konnten wir uns gut gegen den Stiefvater wehren, und sprangen hinein in die Gefahr jeden Tag erneut in die Gefahr des Erschlagenwerdens. Aber warum? Eigentlich doch völlig unnatürlich.

In der Systemischen Familientherapie sagt man, dass Kinder zum Symptomträger anderer Familienmitglieder sind, oder dass sie die Funktion des Zusammenhalters eines Familiensystems übernehmen, dass sie erhalten bleibt. Aber sie übernehmen auch das Leid und den Schmerz Einzelner in der Familie. Bei systemischen Aufstellungen begegnet einem das immer wieder, dass Ahnen oder Urahnen weitergeben von Generation, was verheimlicht, verschwiegen, mit Scham behaftet, nicht aufgearbeitet wurde. Beispielsweise die psychische transgenerative Weitergabe die uns Rollen und Aufgaben übernehmen lassen, die völlig unbewusst ablaufen.

Ich war eindeutig das schwarze Schaf in der Familie und meine Mutter war es in ihrer Familie auch. Und wie ist das mit den unerfüllten Träumen der Eltern? Haben wir nicht alle schon oft gehört, dass der Vater z.B. den Wunsch hatte, dass doch sein Sohn so erfolgreich werden würde, wie er es nicht geschafft hat. Oder die Mutter, die so gerne Musikerin geworden wäre und dann ihre Karriere aufgeben musste weil sie schwanger wurde und nun die Tochter ans Klavier zwingt, dass sie es einmal schafft, was ihr verwehrt war. Es gibt unendlich viele solcher Aussagen von Menschen, wenn man gut hinhört.

Und diese Söhne und Töchter von klein auf, quasi mit der Muttermilch, die verborgenen Wünsche aufsaugen und glauben es wäre ihr Wunsch auch. Sie hätten die Wahl sich zu widersetzen – vorausgesetzt – sie können es erkennen und kennen sich selbst genug um sich von den Wünschen der Eltern unterscheiden.

Wir haben sogar zwei Glaubensätze entwickelt (bestimmt sehr früh), die unser Leben sehr bestimmt haben und wenn wir sie zurückverfolgen, waren sie schon seit sehr frühen Alter bestimmend für unseren Lebensweg.  Die Suche nach solchen Glaubenssätzen kann sehr lohnend sein, weil wir so die Möglichkeit haben, sie zu überprüfen, ob sie stimmen, oder ob sie unsere Weiterentwicklung behindern. Und inzwischen habe ich gelernt, wie man sie verändern kann.

Viele-sein als Geschenk

Menschen, die sich vielfach in ihrer Kindheit spalten mussten, weil sie sonst mit Traumen, die sie erlebt haben, gar nicht hätten überleben können – haben somit eine großartige Leistung vollbracht. Großartig ist dabei, dass es einen (oder mehrere) Mechanismus im Menschen gibt, der dies möglich macht. 

Inzwischen habe ich nach meinen vielfach gescheiterten Therapien erkannt, dass wir nicht nur diesen Überlebens-Mechanismus besitzen sondern auch in uns eine Selbstheilungskraft wohnt, die uns stetig weiterhilft zu überleben und zu leben.

Viele DIS und Co. Leute glauben nicht daran, dass sie selbst in sich all die Kräfte haben, die sie – trotzallem – ein gutes Leben führen lassen können. Wir Viele haben auch viele Talente erworben (manchmal scheint es mir sogar, dass wir wichtigere und wesentlichere Fähigkeiten besitzen als ein UNO, der es wesentlich leichter hatte zu Anbeginn seines Lebens) und natürlich hat es uns viel gekostet: Kraft, Mut, Anstrengung, Schmerz, Tränen und Kampf. Nichts fiel uns in den Schoß, denn wir mussten uns alles unter schwierigen Umständen erkämpfen und lernen.

Diese Fähigkeiten, die wir durch unser Vielesein erworben haben sind nicht immer so „passbar“ für diese Welt, denn in der Welt geht es einseitig und hauptsächlich um Materielles, Dichtschwingendes. Es sind Gaben und Fähigkeiten, die mehr auf einer anderen Ebene beheimatet sind: Sensibilität, Kreativität, Mitgefühl, ein gesundes Gefühl für Richtig und Falsch, Wahrnehmungsfähigkeit für die (scheinbar nicht so wichtigen Dinge in unserer äußeren Welt) zarten, wenig beachteten Dinge. Wir sinnen nicht nach Macht und Ansehen, nicht nach Reichtum, wir wissen um die wahren Werte des Menschseins – denn wir haben das Elend am eigenen Leib gespürt und wissen darum, wie es ist zu leiden.

Seit ich nicht mehr im Außen die Lösungen suche (oder daran glaube, dass ich nur durch Wiedergutmachung z.B. durch Theras,  Therapie – besondere Zuwendung, besondere Schonung) gerettet werden kann, kann ich erst richtig meine eigene Selbstwirksamkeit erkennen. Ich bin überrascht wie viel ich selbst schaffe und mich neu erfahre und welche Hilfen mir plötzlich – wie von allein – zufallen – seit ich diese Erwartung losgelassen habe.

Ich erkenne jetzt wie sehr einen Glaubensätze, die einen ein Leben lang blockierten, und bekommen plötzlich ‚zugespielt‘ wie ich sie auflösen kann. In jeder Therapie, sagte ich meine prägensten, hinderlichsten Glaubenssätze sofort den Theras – keiner konnte mir dazu etwas sagen, geschweige mir verraten wie ich sie loswerden könnte. Jetzt kam in Form eines Buches mir eine ganz leicht begreifbare Methode unter, die mir auch die Hintergründe verständlich machte, warum es so schwierig ist sie aufzulösen und auch meine Versuche damit bisher immer scheiterten. Mir war nicht bewusst wie diese Zusammenhänge funktionierten, die es immer verhinderten, dass es gelingen konnte.

Das geht nicht ohne erst mal das ganze Spektrum dahinter zu erfassen, (nicht nur zu sagen: ich weiß das alles, ich habe soviel darüber gelesen, offensichtlich gab es einen Grund warum es nicht funktionierte) nicht ohne die Gesetzmäßigkeiten (übrigens gilt das nicht nur für uns Viele – sondern für alle und alles) dahinter wirklich zu begreifen, und geht auch nicht ohne sich ausgiebig damit zu beschäftigen, um zu verstehen, warum sich da Gegenkräfte aufheben und wie es geschieht, dass das „Alte“ immer wieder zurückkommt, selbst wenn wir es mal vorübergehend schaffen auszubrechen. Und es geht auch nicht ohne ein wenig Anstrengung, die da heißt die Methode eine zeitlang auch wirklich regelmäßig anzuwenden, bis das Neue auch im Gehirn und unserem System landen und bleibend verändert werden kann. Zum Glück sind wir hartnäckig.

„Der Feind in uns!“ Wie es z.Bsp. M. Huber beschreibt in ihrem Buch über Traumafolgen, ist für mich die Bequemlichkeit, die Trägheit in uns – es ist ja soviel leichter (scheinbar – nicht wirklich) zu glauben und zu hoffen, der Therapeut wird uns von unserem Elend und den Glaubenssätzen schon befreien (oder ein Heilerguru, oder eine Klinik, oder Partner). Wir mussten erst so oft erfolglos in den Therapien scheitern (und eine letzte grauenhafte Therapeutin kennen lernen), bis wir uns um 180 Grad drehen konnten und erkennen, dass wir eigentlich alles in uns haben, was wir brauchen und nur offen sein müssen für neue Wege. Und es uns zutrauen, uns dafür entscheiden, diesen neuen Weg zu gehen und nicht zuletzt, auch ausdauernd auf das Ziel zuarbeiten, das wir uns selbst gesetzt haben.

Wir haben in uns auch einen Heiler – das ist für mich unser „Wunderwerk“ als Mensch, oder weil wir von Gott perfekt geschaffen wurden, und es an uns liegt, ob wir all den Reichtum in uns ehren und dankbar für ihn sind – und auch mit unseren „Talenten wuchern“ wollen, und es auch tun, statt auf die Erlösung von Außen zu warten und nicht selbst unsere kostbare Lebenszeit für unser Wachstum nutzen. Aber ich glaube der Wunsch ’nichtmehrleidenzuwollen‘ muss erst so übermächtig werden (wir sind ja Leid gewohnt und kennen es so, als gehöre es zu uns), dass das Maß so übervoll ist, dass wir den Weg da raus wirklich wollen.

Ich für meinen Teil, habe beschlossen genug gelitten zu haben (68 Jahre sind genug). Ich will endlich durch anderes weiterwachsen und lernen, nicht nur mit dem Motor der Angst und des Leids. Genug ist genug!