Der Ursprung der Angst – E. Tolle

Ein so sehr wichtiges Thema im Zusammenhang mit Schmerz: Eckhart Tolle schreibt dazu in seinem Buch: Jetzt

Angst ist ein Teil der Ursache unseres grundlegenden Schmerzes. Ich werde oft gefragt: Ist gesunde Angst nicht auch ein Selbstschutz? z.B. sagte jemand: wenn ich keine Angst  vor dem Feuer hätte, würde ich vielleicht die Hand hinein halten und verletzt werden. Nicht weil du Angst hast hältst du die Hand weg vom Feuer, sondern weil du weißt, dass du dich verbrennen würdest. Du brauchst keine Angst um unnötige Gefahr zu vermeiden, nur ein Minimum an Intelligenz und Menschenverstand. Wenn es um praktische Dinge geht, ist es nützlich alles was du in der Vergangenheit gelernt hast anzuwenden. Wenn dich aber jemand mit dem Feuer oder Gewalttätigkeit bedroht, dann wirst du vielleicht Angst spüren. Instinktiv schreckst du vor der Gefahr zurück. Das ist aber nicht die psychologisch begründete (emotionale) Angst, von der wir hier reden.

Die emotionale, psychologische Angst  hat viele verschiedene Formen: Unruhe, Sorgen, Ängstlichkeit, Spannung….

Die Suche des Ego nach Ganzheit

Da ist ein tiefsitzendes Gefühl des Mangels, der Unvollkommenheit, ein Gefühl, dass dir etwas fehlt. Manchen ist das bewusst, anderen nicht. Ist es dir bewusst, zeigt es sich als ständiges, unzulängliches Selbstwertgefühl. Unbewusst wird es nur indirekt als tiefes Verlangen gefühlt, als Habenwollen, als Bedürftigkeit. In beiden Fällen versuchen Menschen dieses innere Loch zu füllen, indem sie zwanghaft nach Egobefriedigung streben und sich mit den verschiedenen Dingen identifizieren. Sie streben dann nach Besitz, Geld, Erfolg, Macht, Anerkennung oder nach einer besonderen Beziehung. Eigentlich wollen sie damit erreichen sich besser, sich vollkommener zu fühlen. Aber sogar wenn ihnen all diese Dinge gelingen, müssen sie bald erkennen, dass dieses Loch immer noch da ist, dass es bodenlos ist. Dann sind sie wirklich in Schwierigkeiten, weil sie sich selbst nichts mehr vormachen können. Nun, sie werden sich weiterhin versuchen etwas vorzumachen, aber es wird immer schwieriger. Solange der Egoverstand ihr Leben regiert, finden sie keine wirkliche Ruhe. Du kannst nicht friedlich und erfüllt sein, außer in den Augenblicken, wo du gerade bekommen hast was du wolltest – wo ein Verlangen gerade erfüllt wurde. Da es sein Selbstgefühl immer vom Selbst ableitet, besteht das Ego aus Identifikationen. Auch muss es ständig gefüttert und verteidigt werden.

Die häufigste Ego-Identifikation haben mit Besitz, Arbeit, Sozialstatus und Anerkennung zu tun, ebenso mit Wissen und Bildung, körperlicher Erscheinung, besonderer Fähigkeiten, Beziehung, persönlicher und familiärer Geschichte, Glaubenssystemen, oft auch kollektiven Identifikationen wie Politik, Nationalität, Rasse, Religion und Ähnlichem. Nichts davon bist du! Findest du das beängstigend oder ist es eine Erleichterung? All diese Dinge wirst Du früher oder später aufgeben müssen. Vielleicht findest du es noch schwer das zu glauben – ich will gewiss nicht, dass du glaubst, deine Identität sei in einem dieser Dinge zu finden. Du wirst selbst heraus finden was wahr ist. Du wirst es spätestens dann wissen, wenn der Tod naht. Der Tod nimmt alles weg, was du nicht bist. Das Geheimnis des Lebens ist – zu sterben bevor du stirbst und heraus zu finden, dass es keinen Tod gibt.“

Nicht jeder Mensch ist käuflich

Heute habe ich den Beitrag über Greta Thunberg gelesen, dass sie den mit 47 000 Euro dotierten Umweltpreis abgelehnt hat, den sie von Schweden und Norwegen erhalten hat.

Wie schön, dass es das gibt und wie traurig, dass ein so junger Mensch uns vormacht, was es heißt wahre Werte in sich zu haben und danach zu handeln.

Hier der ganze Artikel:

Greta Thunberg – Umweltpreis

Menschen mit Aspergersyndrom werden in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und für krank gehalten….

Ich hatte schon lange das Gefühl, dass die ‚Gesunden‘ eigentlich die Kranken sind.

Bin ich einseitig?

Ich glaub ich bin irgendwie einseitig, aber man könnte es vielleicht freundlicher ausdrücken: Ich bin zwar vielfältig und interessiere mich für alles was Leben, Menschen, Tiere, Politische-Mitverantwortung, Umwelt, innere Entwicklung, inneres Wachstum, Seele, Lebensthemen, Gott, die Welt, der Kosmos, wie die Dinge zusammenhängen. …angeht. Aber mich interessiert NULL Kopfwissen, Statistiken, Physikwissenschaften (höchstens was das Weltall angeht), Chemie – kurz all das interessiert mich nicht – was keinen Bezug zu unserem wahren Menschsein, der Seele und Gefühlen hat.

Das war schon immer so. Mathematik, Physik, Chemie und sonstige „seelenentleerten“ Themen sind für mich völlig uninteressant – wenn ich sie nicht in Beziehung setzen kann zu uns Menschen und den mir wichtigen Zusammenhängen. Abstraktes Lernen war nie meine Stärke. Schon in der Schule waren mir diese Themen verhasst – genauso wie später: Betriebswirtschaft, Kassenbücher führen, trockene Geschichtszahlen lernen. Ha, und Computern ist auch nicht gerade meine Leuchtfähigkeit – praktische Anwendungen schon, schnelles Schreiben, eben Textverarbeitung das geht gut, aber sobald ich das Innere dieses Geräts  durchschauen sollte, die Programme, oder wie all das Inlett dieses Kasten funktioniert – all das ist ein Buch mit 7 Siegeln und ich bin so dankbar, wenn ich jemanden kenne, der mir da hilft wenn plötzlich mal wieder etwas strikt. Ohne könnte ich das Schreiben als Ausdruck nicht so effektiv für mich nutzen.

Fazit: Nein, ich bin nicht einseitig – im Gegenteil – meine Vielen in mir und meine vielen Erfahrungen haben mich geprägt und daran ist nichts falsch. So wie der Dalai Lama auch schon sagt – die inneren Werte in unserer Welt sind wichtig, machen uns zu einem wahren menschlichen Wesen.