In einer Zeit vor unserer Zeit

So ähnlich heißt der süße Zeichentrickfilm mit den Dinosaurieren, – ich hab den Titel ein wenig abgewandelt – bei mir müsste es heißen: In einer Zeit vor dieser Zeit, als ich noch in der DIS-Diagnose-Schleife festhing, war alles schlimmer, wirklich alles. Diese Zeit damals finde ich fast noch schlimmer als die Zeit als Kind. Damals rettete mich meine Unwissenheit, meine Fähigkeit alles zu verdrängen, mein Gefühl, dass ich eh nichts ändern kann.

Aber kann ich es mir tatsächlich verzeihen, dass ich als Erwachsene tatsächlich trotz mehr Möglichkeiten zu Wissen, uns zu besinnen, trotz dem ich mit meinen Beobachtungen  hätte besser herausfinden können, andere Schlüsse daraus ziehen – trotzdem ich doch weiß, dass ich als Erwachsener mehr Möglichkeiten habe, nicht mehr so hilflos bin, wie damals als Kind – trotz des Wissens darum, dass ich damit, dass ich das Leid stetig in mir wiederhole, es geradezu suche, so lange glaubte, dass der beste Weg ist das Leid fortzusetzen? Weiter zwanghaft Erfahrungen aus der Kindheit wieder zu beleben, und Geschehnisse versuchen an die Oberfläche zu holen, die wir niemals mehr mit Sicherheit bestätigen können. Reine Zeitverschwendung ist – Lebenszeitverschwendung über Jahre. Wenn ich bedenke wie viel Menschen mit der DIS-Diagnose viele, viele Therapien haben, manchmal mehr als 10 Jahre oder inzwischen gar nicht mehr ohne Therapie glauben leben zu können, weil sie nur den Fokus auf „geholfenwerden“ richten – sie haben es verlernt bei sich zu suchen und zu finden. Sie kommen gar nicht mehr auf die Idee, dass in ihnen doch die beste Hilfe wohnt und sie nur den Hebel umdrehen müssten.

Und das alles – obwohl wir doch nicht geistig behindert sind, unser Verstand doch eigentlich sogar ganz gut ist. Ich kenn soviele DISler, die kluge Sachen von sich geben, gute Beobachtungen machen, ganze wissenschaftliche Bücher zu diesem Thema lesen und wiedergeben können, aber trotz unentwegter Innenschau, sich nicht befreien können!

Ich weiß wovon ich rede – ich gehörte ja lange dazu! Was unterscheidet die DISler, die sich befreien konnten, in Selbstwirksamkeit ihr Leben in Freude aufgenommen haben? Sind die klüger? Sind die weniger zerstört worden oder vielleicht mehr, weil ihnen nichts anderes übrig blieb – weil ihnen niemand half und sie es endlich merkten, dass es der falsche Weg ist (nur auf ihre Heilung zu warten, die niemals kommt), der sie in den Tod führt?  Haben sie eine Pioniermentalität, oder besitzen sie mehr Mut oder Energie? Ich weiß es nicht!

Vielleicht werde ich es irgendwann wissen, aber eigentlich ist das für mich nicht mehr wichtig – vor einem Jahr oder länger wäre es wichtig gewesen, um mich eher befreien zu können. Dieser Blog handelt von Alternativen zur Therapie und er zeigt auch auf, welche Möglichkeiten in diesen reichhaltigen Angeboten des Lebens stecken (Methoden zur Selbsterforschung, Selbstwirksamkeit, Sich-anders-erfahren, Neues kennen zu lernen, Hilfreiches selbst auszuprobieren, zu sich selber stehen lernen, spirituelle Entwicklung – Weiterentwicklung zu erleben, Erweiterungen im Denken und Handeln u.v.m. da ist soviel Hilfreiches, was es in der heutigen Zeit gibt. Da ist es aber auch unerlässlich, das Vergangene und das jetzige Neue in einen Zusammenhang zu bringen.

Früher hatten die Menschen nicht die vielen Möglichkeiten, die heute in der digitalen Welt angeboten werden z.Bsp. Blog schreiben, Online Seminare bei Dami Charf z.Bsp. oder Kurse zu machen, ja nicht mal Therapie (und wer hatte schon bei all den Sorgen und der vielen Arbeit damals noch Zeit und vielleicht mangels Bildung, Fachliteratur zu lesen) stand für die meisten zur Verfügung, wo man sein Wissen hätte erweitern können, oder einem die Idee kam, dass die automatischen Handlungen, die seit Generationen unbewusst weiter gegeben wurden, zu hinterfragen. Es ist leicht die damaligen Täter zu verurteilen ohne sich die Zeit zu nehmen, ihre Schicksale und geschichtlichen Hintergründe zu beleuchten. Wenn wir da nur schwarz und weiß sehen, tun wir nicht minder Unrecht und werden zu Tätern anderer Art. Ich höre schon die Stimmen in meinem Kopf von einigen Lesern aus der DIS-Welt „das ist Täter loyales Denken“ – Sich auch über größere Zusammenhänge (über den eigenen Tellerrand zu gucken) Gedanken zu machen, enthebt diese Täter nicht ihrer Verantwortung, lässt uns aber konstruktiver in die Welt schauen, denn durch Schuldzuweisungen hat sich die Welt noch nie verbessert. Da benötigt man einen Verstand, der frei ist von Vorurteilen, der auch mal mit Mitgefühl die Realitäten betrachtet, auch wenn sie uns nicht gefallen.

Wer als DISler in Verantwortung steht, z.B. Kinder hat, einen 8 Stunden-Tag bewältigen muss, die Familie zusammenhalten und womöglich noch Alleinerziehender ist und in diesem Leben nicht untergehen will – der hat gar keine Zeit Fachliteratur zu lesen oder sich nur um sein Leid zu kümmern. Man nimmt seine Alltagspersonen (die gar keine so schlechte Lösung sind, nämlich ein nützlicher Teil unseres Überlebenssystem), und schaut, dass man sein Bestes gibt. Das ist Realität und die teilen alle seelisch Verwundeten in dieser Welt mit Milliarden Unglücklicher, denen es innwendig genauso geht wie uns und versuchen ihr Bestes draus zu machen.

Ja, die Wege des Menschen sind vielfältig und viele davon sind kraft – und zeitvergeudend. Aber ich stehe dazu – mit leichten Bedauern immer noch – um die verlorene Lebenszeit. Aber Trauer ist auch in diesem Prozess etwas Gesundes, um ein für alle Mal – wirklich – den neuen Weg gehen zu können, müssen wir das Alte ehren, aber dann ihm den Rücken zudrehen – das ist Loslassen.

Ich sage nicht, dass es ein leichter Weg ist – im Gegenteil – besonders für uns DISler, aber mich machte es selbstbewusster und heiler, dass ich jetzt selbst verantwortungsvoll mein Leben gestalten kann und mich nicht mehr hilflos fühle. Es ist notwendig für mich diesen Prozess der Loslösung hier nieder zu schreiben, die Realität ist manchmal hart, aber nur wenn wir uns nichts mehr vormachen und alle Innen-Anteile es kapiert haben, dass es keinen Weg mehr zurück ins alte Elend gibt, das wir für das bessere Elend hielten – weil wir es soooo lange kannten – werden wir frei von den alten Horrorgeschichten in uns.

Vergleichen

Der Beitrag von den ‚Rosenblättern‘ hat mich darin bestätigt, dass es wirklich wichtig ist sich zu vergleichen. Das gilt natürlich nur in besonderen Fällen, und nicht überall – es gibt jede Menge Vergleiche, die völlig unsinnig sind (wer ist schöner, besser, kränker, dümmer….. uvm.). Aber Neues mit dem alten Zustand zu vergleichen ist sehr sinnig, denn dann merkt man, was sich verändert hat, was inzwischen besser geworden ist, was einem jetzt leichter fällt. Weiterlesen

Nicht jeder Mensch ist käuflich

Heute habe ich den Beitrag über Greta Thunberg gelesen, dass sie den mit 47 000 Euro dotierten Umweltpreis abgelehnt hat, den sie von Schweden und Norwegen erhalten hat.

Wie schön, dass es das gibt und wie traurig, dass ein so junger Mensch uns vormacht, was es heißt wahre Werte in sich zu haben und danach zu handeln.

Hier der ganze Artikel:

Greta Thunberg – Umweltpreis

Menschen mit Aspergersyndrom werden in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und für krank gehalten….

Ich hatte schon lange das Gefühl, dass die ‚Gesunden‘ eigentlich die Kranken sind.

Altes vs. Neues

Ich habe vor 2 Tagen mal wieder in die alten Blogs von früher reingeschaut, von denen von DIS und Co. aus der Zeit als ich die Diagnose erhalten hatte und mich zugehörig fühlte, als ich dort noch viel Trost bekam als es mir so schlecht ging – weil nichts mehr funktionierte (damals bekam ich für diesen selbstdestruktiven Leidensweg auch noch viele Likes und Kommentare und ich finde es immer noch komisch, dass ich für meinen neuen konstruktiven, positiven Weg im neuen Blog kaum Likes oder Kommentare bekomme, inzwischen denke ich auch, dass diese Tröstungen in den Kommentaren wie eine Bestätigung sind, um weiter im Leid zu verharren). Als ich in diesen Beiträgen las, wurde mir ganz heiß und als ich meinen Blutdruck maß, weil ich auch noch Kopfschmerzen bekam, war er ziemlich erhöht. In der Nacht darauf konnte ich nicht schlafen und ich merkte, dass ich krank wurde, ich musste ständig nießen und husten. Am nächsten Tag war diese Erkältung, mit Husten, Rotz und Halsbeschwerden voll aufgeblüht. Ob da ein Zusammenhang war?

Ich schaue ja in die alten DISblogs nur noch selten rein, aber manchmal muss ich einfach mal nachschauen, wie es den „alten Freunden“ geht, weil ich mich sorge um sie. Aber dann merke ich jedes Mal, dass sie nur weiter ihre ausweglosen Runden drehen. Das regt mich auf und macht mich traurig. Auch wenn ich weiß, dass sie durch diese Phase durchmüssen um zu begreifen, dass sie nicht für ewig in diesem gruseligen Netz gefangen sind, dass es durchaus Auswege daraus gibt – wohl weniger durch Therapie (oder nur wenn es ein wissender guter Therapeut ist und sich nicht selbst verwickelt). Aber es gibt alternative Möglichkeiten aus diesem Schreckens-Karussell auszusteigen.

Wenn ich tatsächlich deshalb krank geworden bin, weil das Lesen dieser alten Blogs meine Immunkraft derart geschwächt hat, so dass ich angreifbar war, dann zeigt mir das doch, wie krankmachend dieses Denken von früher ist und wie sehr mein jetziges Sein, durch diese Inhalte geschwächt werden und etwas in mir das keinesfalls mehr will und sich gegen diese toxischen Gedanken wehrt.

Ehrlich gesagt vermeide ich es sogar in meinem eigenen früheren Blog zu DIS-Zeiten zu lesen, denn ein bisschen schäme ich mich sogar für meine Verirrungen und die Blindheit von damals. Ja, Gedanken können wirklich zerstörerisch sein und sogar in den Selbstmord führen. Aber es gehörte eine Weile zu meinem Weg, damit ich endlich begreifen konnte, dass ich selbst die Quelle meiner Kraft bin und sie nicht länger ausschließlich im Außen suchen muss – weil in uns sehr viel Gutes, Konstruktives, Heiles schlummert, dass durch die Kindheitstraumen nur verhindert wurde, dass wir es entdecken konnten. Der heile Teil in uns, führte uns heraus und diesem weisen Teil in uns vertrauen wir auch weiter.

Donald Walsch

ich liebe seine Bücher, seine CDs, seine Sichtweisen – seinen spirituellen Bezug. Nein, er ist kein Popstar…. Übrigens hat er die schöne Geschichte: Das kleine Licht geschrieben.

Eigentlich ist diese Geschichte der vollständige Ausdruck für seine spirituelle Einstellung. Darin ist so schön dargestellt, was der Kern unseres Lebens – unseres Daseins ist.

Derzeit höre ich seine CDs mit dem Titel: Glücklicher als Gott!

Hier die Vorstellung des Hauptthemas und sein Inhalt:

„Verwandle Dein Leben in eine außergewöhnliche Erfahrung

In diesem Buch macht Walsch deutlich, wie ein neues Gottes- und Weltverständnis zur Quelle unermesslichen Glücks werden kann.

Das Leben ist als glückliches Leben gemeint, und wir müssen nicht durch die Hölle gehen, um in den Himmel zu kommen“, sagt Walsch. Er lüftet erstmals das vollständige Geheimnis der Gesetze der Manifestation und persönlichen Schöpfung und zeigt, was wirklich hinter dem Mythos steckt, dass die Welt ein Abbild unserer Vorstellungen ist und wir sie völlig frei gestalten können. Seine revolutionäre These: Glücklichsein ist keine Privatsache, und wenn wir alle Lebewesen in unseren Wunsch nach Glück mit einbeziehen, werden wir tatsächlich ‚glücklicher als Gott‘.

Das Hörbuch führt in 17 Schritten durch einen Prozess der spirituellen und religiösen Erfahrung und zeigt, wie in dem, was wir für andere tun, der Keim unseres eigenen Glücklichseins steckt.“

Auch wenn ich den Titel nicht grade glücklich finde – für Menschen, die noch nie etwas von Walsch gehört haben – ihn nicht kennen – irritiert dieser Satz auf den ersten Blick – etwas.

Es gibt kein Buch über das Thema: „Erschaffe Deine Realität“, das ich gelesen habe, das es besser und verständlicher ausdrückt als er (und ich habe viele dazu gelesen – hoch wissenschaftlich unterlegte sogar). 

Die Essenz steckt ja im zitierten Vorstellungstext bereits – aber mit anderen Worten heißt es eigentlich: Warum leidet ihr? Gott wollte und will nicht dass wir leiden, darin ist sogar enthalten: Gott will, dass ihr glücklich seid. Diesem Texten kann wohl nur jemand folgen, der einen spirituellen ‚Unterbau‘ hat, alle anderen denken wohl bei solchen lauten Gedanken, dass Walsch ein Verrückter ist. Aber es lohnt sich wirklich seinen Erklärungen – seinen Beweisen – zu zuhören und zu versuchen was er sagt nach zu vollziehen.

Und die, die mich schon länger lesen wissen, dass mein fester Glaube ist, dass man ohne eine gewisse spirituelle Anbindung m.e. nicht heilen kann.

Mir fällt grad das Lied von André Heller ein: „Die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo“  Alles ‚Gangbare‘ muss erst mal in den Kopf hinein, bevor es umgesetzt werden kann. So machen es seit ewigen Zeiten alle Erfinder z.B. (Jule Verne) sie begriffen etwas – fanden etwas erst in ihrer Vorstellungskraft und konnten es danach umsetzen. Ja, Walsch Gedanken nach zu verfolgen ist ein wahres Abenteuer, so spannend und mit Anleitung zur Umsetzung bei uns selbst. Wer nie davon gehört hat und sich nie mit solchen Fragen auseinander gesetzt hat, wird dieses Abenteuer nicht erleben und leiden… leiden…. leiden….

„Leben ist Leiden“ – auch so ein verheerender Glaubenssatz! Zeit ihn aufzulösen.

Der Blick auf andere

Seit einiger Zeit (genauer seit ich keine Therapie mehr mache) bemerke ich viel intensiver wo bei anderen „der Hase im Pfeffer liegt“. Ich meine, ich sehe besser, die „Störungen“ im Leben der anderen.

Was ich damit meine? Also, ich sehe deutlich im Kontakt mit anderen oder nur beim sie beobachten – wie sie von ihren uralten Glaubenssätzen beherrscht und eingeschränkt ihr Leben leben. Nehmen wir mal bsp.weise jemanden mit dem Glaubenssatz „Misstrauen“. Die Person erzählte mir: mein Vater sagte immer ‚traue niemanden – nur Dir selbst‘. Mit so einem Glaubenssatz bist Du allen und jedem gegenüber misstrauisch und hast das Vorurteil in Dir, dass dich jeder ‚über den Tisch ziehen will‘. Und todsicher wird so ein Glaubenssatz auch Menschen im Umfeld anziehen, die tatsächlich solche Ansinnen haben oder diese Person wird Chancen von ehrlicher Zuwendung (egal ob materiell oder ideell) stets ablehnen oder zumindest sehr schwer annehmen können. Aber nicht nur das. Dieser kleine Glaubenssatz (Aussage des Vaters) bewirkt auch ganz nebenbei, dass diese Person, die ihn mit sich schleppt, dass sie dazu verdammt ist – keine neue Sichtweise reinzulassen (sie soll ja nur sich selber trauen) also der Austausch wird damit vollständig gekappt.

Und meine Beobachtung (ich kenne sie nun schon einige Zeit) bestätigen dies. Sie glaubt ständig übervorteilt zu werden, (wieso heißt das eigentlich so? schließlich bedeutet das Wort ja ‚jmdn. benachteiligen, betrügen‘) und vermutet hinter allem eine Taktik der Ausnutzung. Jene Person ist bereits 58 Jahre alt und lebt immer noch in dem Gefühl, dass ihre Geschwister, die Personen in der Arbeit, ebenso wie in der Freizeit,  eben alle Personen die ihr begegnen – nicht freundlich und sie schätzend mit ihr umgehen – , sondern sie nur ausnutzen wollen und sie glaubt, sie müsse immer auf der Hut sein. Was für eine Last, was für eine Hypothek trägt dieser Mensch mit sich, das ist sehr traurig.

Das Tragische an solchen Glaubenssätzen ist, dass wir – solange wir nicht begreifen, dass die Ursache solcher verinnerlichten Sätze meist in der Kindheit liegen und wir sie ein Leben lang mit uns schleppen und wir nicht auf die Idee kommen solche Sätze zu hinterfragen. Ja meistens wissen wir gar nicht, dass wir von solchen Sätzen sogar unser ganzes Leben bestimmen lassen.

Glaubenssätze sind extrem hartnäckig und ich wusste früher nie wie ich sie loswerden konnte. In den Therapien erzählte ich gleich immer am Anfang davon und hatte die Hoffnung, dass die ‚Fachperson‘ da vor mir – wüsste wie ich mich davon befreien könnte. Diesbezüglich habe ich nie ein hilfreiches Wort von ihnen gehört. Obwohl das doch so wichtig gewesen wäre, sie zu beleuchten, ihnen auf den Grund zu gehen.

Die 4 Fragen-Methode von ‚The work‘ ist da wirklich eine sehr hilfreiche Methode, und wie immer geht es dabei um Bewusstheit (1. Ansatzpunkt zur Veränderung). Erst müssen wir uns damit beschäftigen, welche Glaubenssätze wir in uns haben, die aus alten Kindertagen immer noch in uns behindernd wirken und uns das Leben vergällen.

Ich habe ein ganzes Buch über Glaubenssätze zu Hause, und dort stehen ganze Listen von möglichen Glaubenssätzen zur Auswahl drin, und von 10 Sätzen findet man mindestens 5, die in einem noch wirken – zwar sind nicht alle so zerstörerisch für ein glückliches Leben, aber einige Hämmer sind da echt dabei.

Also da haben wir noch viel Arbeit vor uns. 😉

Persönliche Fake News

Das war jetzt wirklich gespenstisch: Ich las gerade einen Newsletter von einer vergangenen Therapeutin (bei der ich eine Weile war und die auch „an mir gescheitert“ war bzw. an meinen Verteidiger-Innens). Den Newsletter bekomme ich seit ca. 5 Jahren, auf dem ich mich damals scheinbar auf dem Verteiler eingetragen hatte, als ich noch zu ihr in Therapie ging. Sie schrieb nicht oft einen solchen. Einmal forderte sie sogar darin Menschen auf, ihr doch von schlechten Erfahrungen in der Therapie zu schreiben (das tat ich sogar, nämlich solche auch mit ihr – ich glaube man konnte sie anonym schreiben). Warum sie das wissen wollte? Ja, es wäre ihr zu Ohren gekommen, dass manche Therapien sogar alles schlimmer machten, nicht halfen etc. (in Melinas Blog nachzulesen) und sie deshalb diese Umfrage mache.

Nun hat sie vor einem Monat etwa einen Newsletter verfasst mit dem Titel: „Sind wir nicht alle ein bisschen Gaga?“ (Diesen blöden Spruch möge man ihr ja noch verzeihen, er ist ja in aller Munde) Aber sie erklärt darin was eine Persönlichkeitsstörung ist und in diesem Kontext…. ja für Betroffene ziemlich eine vor den Latz. Denn die ‚Gagas‘ von jedem sind einfach nicht gleichzusetzen mit jenen, die schwer traumatisiert sind und dadurch eine schwere PTBS, DIS und Co als Diagnose erhalten haben. Also es war gut, dass ich dieser Therapeutin ‚entkommen‘ bin.

Nun kam heute ein neuer Newsletter in meinem Konto an. Er hieß diesmal (Realität in Zeiten von Fake News) Also, ich fragte mich schon viele Monate nach der Umfrage, was sie denn aus dieser für Lehren gezogen hat – immerhin ist das nun 2 Jahre her. Aber man hat in diesem neuen Newsletter-Beitrag doch eine Art Wachstum feststellen können, denn alle bisherigen Beiträge von ihr langweilten mich, denn mein eigenes Wachstum seit ich keine Therapie mehr mache, ging da schon intensiver voran. Ich bemerkte nämlich, dass in einem Ausschnitt dieses Newsletter, fast Ansätze mit der Arbeit mit „The work“ Ähnlichkeiten hatte. Lest selbst was sie da geschrieben hat – ich zitiere:

„Bestätigungs-Vorurteil? Was soll das sein?

Ein „Conformation Bias“ meint die Neigung von Menschen, Informationen so auszuwählen, zu suchen und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen bestätigen (s. auch hier). Im Klartext bedeutet das, dass wir aus allen Informationen, die es so gibt, genau diejenigen herausfiltern, die bestätigen, was wir schon wissen. Oder zu wissen glauben.  Das bezieht sich besonders auf emotional aufgeladene Themen.

Wir konnten das bei der so genannten „Flüchtlingskrise“ beobachten. Manche hatten oder haben große Angst vor den Veränderungen, die die Aufnahme von vielen Geflüchteten im Jahr 2015 oder danach bedeutet. Und dann nehmen sie genau diejenigen Nachrichten auf, die Negatives über Geflüchtete berichten und fühlen sich in ihren Annahmen bestätigt. Positive oder entgegengesetzte Nachrichten nehmen sie gar nicht wahr oder werten sie ab („Lügenpresse“).

Fake News über sich selbst

Leider funktioniert dieser „Knick in der Optik“ meist auch uns selbst gegenüber ausgezeichnet. Wenn wir zum Beispiel der Überzeugung sind, dass wir klug sind, finden wir die Bestätigung dafür genauso, wie wenn wir das Gegenteil glauben. Und das ist gar nicht esoterisch. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Ich bin davon überzeugt, klug zu sein und bekomme eine gute Bewertung. Bingo! Der Beweis, ich bin klug. Ich bekomme eine schlechte Bewertung? Ach was, das war ein schlechter Tag. Oder ich habe gestern eben zu lange gefeiert. Umgekehrt geht es zum Beispiel so: Ich fürchte, dumm zu sein. Und bekomme eine hervorragende Bewertung. Was mache ich daraus, wenn ich wirklich der festen Überzeugung bin, nichts zu taugen? Klar, das war eine super leichte Arbeit, Oder die Lehrerin hatte Mitleid mit mir. Ganz anders natürlich, wenn ich eine schlechte Bewertung bekomme, dann ist das natürlich der Beweis dafür, wie mies ich bin.

Wie kann man sich gegen „Fake News“ wehren?

Das Schlimme ist ja, dass Fakten unsere festen Überzeugungen oft gar nicht ändern – weil wir sie eben abwerten oder sogar verdrehen. Wenn wir sie überhaupt wahrnehmen. Übrigens wissen wir oft gar nicht, dass wir mit einem bestimmten Filter auf die Wirklichkeit schauen. Wir denken einfach, dass es sich um „die Realität“ handelt („ich bin doch wirklich nicht so besonders klug“, „Flüchtlinge sind doch wirklich xy“)

Was können wir also tun, wenn wir ein realistischeres Bild von der Welt und von uns haben möchten?

Das Einzige, was den „confirmation bias“  ändert, ist eine bewusste Entscheidung, sich gegen die „angestammte“ Interpretation zu stellen. Aber das ist anstrengend und erfordert ein ständiges Hinterfragen unserer Ansichten. Leider ist das wirklich nicht einfach. Zumal die meisten von uns so gestrickt sind, dass wir sehr schnell bereit sind, eine Bestätigung einer vermeintlichen Wahrheit zu akzeptieren. Selbst wenn eine Information, die nicht zu unserem bisherigen Filter passt, viel angenehmer wäre.

Vielleicht lassen Sie sich kurz auf die folgende kleine Übung ein, um Ihren persönlichen „Fake News“ auf die Schliche zu kommen und sie vielleicht sogar zu verändern.

Eine kleine Übung gegen Ihre persönlichen „Fake News“

Wenn wir unseren Präfrontalen Cortex (= Erwachsenen-Ich oder auch „entwicklungsgeschichtlich sehr hoch entwickelter Hirnbereich“, genaueres bei Wikipedia) ganz bewusst einschalten und dazu nehmen, können wir solche Programmierungen aufspüren und auch verändern.

Stellen Sie einen Timer auf 5 Minuten. Dann schreiben Sie ohne Pause los und beschreiben sich, bis die Zeit um ist:

Ich bin ….. 

Wenn Sie möchten, machen Sie das gleich noch einmal und beschreiben dieses Mal für 5 Minuten, wie die Welt in Ihrer Wahrnehmung ist:

Die Welt ist …. 

Und dann nehmen Sie sich das Blatt und hinterfragen Ihre Aussagen ganz bewusst, z.B. mit folgenden Fragen:
– Stimmt das? Stimmt das wirklich? Woher weiß ich das?
– Was ist das Gegenteil dieser Annahme? Kann ich beweisen, dass dieses Gegenteil falsch ist?
– Wie würde xy (vertrauter Mensch) zu diesem Satz sagen? Woher weiß ich, ob diese Ansicht stimmt, nicht stimmt?“

Sich Fragen zu stellen ist der wichtigste Teil bei der Arbeit mit Glaubenssätzen – bei ‚The work‘. Und auch die Umkehr der Fragen kommt darin vor – ob sie dort wohl abgekuckt hat? Jedenfalls beschreibt sie da eindeutig wie man mit Glaubensätzen umgehen sollte. Und Katie Byron hat diese Methode bereits 1942 entwickelt.

 

 

2. Gruppenarbeit mit dem ‚The work‘

Die letzte Gruppensitzung mit „The work“ war für mich wieder ein voller Erfolg. Es war eine richtige Arbeitssitzung. Wir verteilten uns in Zweier und Dreier-Gruppen, um unsere vorher ausgefüllten Arbeitsblätter zu aktuellen Problemen oder Glaubenssatz-Überprüfungen – zu bearbeiten.

Was mir inzwischen klar geworden ist, dass hinter den meisten ungelösten Problemen ein (ur) alter Glaubenssatz steht, der uns für neue Lösungswege blind macht oder blockiert.

Es ist wirklich sehr konzentrierte Arbeit nötig, aber die 4 Fragen und die anschließenden Umkehrungen bringen wirklich einen neuen Blickwinkel in die problematische Situation, an die man vorher gar nicht gedacht hat, weil man vorher immer nur darum gekreist hat mit gewohnten Gedanken.

So geschah es auch bei mir diesmal, obwohl ich eigentlich vorher bei der Vorbereitung dachte, dass ich ja eigentlich die Lösung schon weiß (übrigens ein sehr gefährlicher Gedanke, der auf jeden Fall verhindert, dass wir uns für Neues öffnen können) und dieses Problem vielleicht gar nicht geeignet wäre für diese Methode. Als sich dann doch die Sache unerwartet auflöste, dachte ich erstaunt: „Na, klar, nur so geht es in diesem Fall“ – und ich spürte sehr deutlich die Befreiung und das Nachlassen der Last, bezüglich dieses Falles – durch den neuen gangbaren Weg, der sich da vor mir geöffnet hatte.

Ich hatte auch eine Ehrenamts-Kollegin mit genommen und ihr vorher einige wichtige Links und Lesematerial zu geschickt, damit sie sich vorbereiten konnte. Sie ist eine misstrauische Person und trotz der klaren Texte und auch des von ihr ausgefüllten Arbeitsbogen, konnte sie sich nicht wirklich öffnen. Stattdessen hat sie noch mehr gegoogelt und landete in einem Forum, wo sie gelesen hatte, dass ‚The work‘ eine sektenartige Struktur hätte. Dieser Gedanke hat natürlich ihr schon bestehendes Misstrauen sehr bedient.

Gottseidank bin ich ein Mensch, der sich von Vorurteilen frei machen kann und gehe selber ausprobieren, was da geboten wird. Mein gesunder Menschenverstand konnte keine seltsamen Strukturen erkennen und auch da das Ganze ja kostenlos ist und wir nicht gezwungen werden da mitzumachen oder etwas zu tun, was wir nicht wollen, sehe ich da nur die Vorteile für mich. Und die Leute dort sind freundlich, offen und wollen was für sich erarbeiten – ebenso wie ich.

Ich konnte erkennen – so ganz nebenbei – wie ein vorhandener Glaubensatz (in etwa der; Ich kann niemanden trauen) einen blockieren kann, so dass er keinen Nutzen aus etwas angebotenen Hilfreichem ziehen kann.

Und noch etwas ist mir dabei aufgefallen, dass ich vielleicht auch so einen Misstrauens-Glaubensatz in mir habe, der da lautet: „Ich traue keinem Therapeuten mehr“. Vielleicht gingen ja deshalb meine Therapien immer so schief – denn so Therapeuten erinnern einen ja doch schon sehr an die (schädigenden) Erziehungspersonen. Und wenn man von diesen als Kind erlebt hat, dass einen beide gemeinsam missbraucht haben, ist so ein Vertrauen wohl ein für alle mal zerstört. Damals kannte ich die Arbeit mit The work leider noch nicht.

Die Sanduhr

Mal wieder eine schöne Metaphergeschichte aus dem Netz

Die Sanduhr

Eines Tages träumte ich … und fand mich auf einer großen Wiese wieder. Dort erblickte ich seltsame Blumen und Gewächse. Die meisten waren schön und bunt und dufteten herrlich. Einige jedoch waren stachlig, andere stanken faulig oder bitter und ein paar schienen mir hart und verdorrt.

Etwas entfernt entdeckte ich ein Häuschen. Als ich näher kam, sah ich, dass es eine Mühle war, die von einem kleinen Bach angetrieben wurde. Plötzlich bemerkte ich eine alte Frau, die auf mich zukam und mich gütig ansah. Sie nahm eine große Sense – und mir wurde etwas unwohl. Dann mähte sie ohne weiter hinzusehen ein Stück der Wiese und sammelte ein, was sie geschnitten hatte und nahm es mit in die Mühle.

„Komm herein“, hörte ich sie rufen. In der Mühle, im ganzen Häuschen verteilt, standen unendlich viele kleine Sanduhren. Die Alte warf das Gemähte in die Mühle und lauschte dem Klang des Mahlsteins. „Was tut Ihr hier?“, fragte ich die Alte, die zwar in meine Richtung sah, aber nicht mehr gut zu sehen schien. „Ich mahle die Zeit“, lächelte sie mich an und das von Falten zerfurchte Gesicht bekam noch etwas mehr Freundlichkeit.

Dann stellte sie einen Kessel unter die Öffnung der Mühle und heraus fiel … eine Art Sand. Erst jetzt bemerkte ich, dass all diese kleinen Sanduhren an der oberen Seite offen waren. Dann nahm sie den Kessel und warf den Sand in die Luft. Da dort so viele Sanduhren standen, fiel in viele davon etwas hinein. In manche jedoch auch nicht und Sand fiel auf den Boden.

Ich schaute sie erstaunt an, „Ihr werft den Zeitsand in die Luft? So wird ein Teil verschwendet und in einige Uhren fällt kein Sand mehr. Was geschieht dann?“. „Wenn kein Sand mehr fließt, endet ein Leben.“, antwortete sie mir, „Die Menschen verschwenden so viel meiner Zeit, dass immer etwas Sand daneben fällt.“ 

Ich fragte sie nach den sonderbaren Pflanzen, die ich gesehen hatte und sie erklärte mir, dass manche die schönen und andere die bitteren, schmerzhaften Momente schenken. „Ihr könntet die bitteren, faulen und dornigen Pflanzen aussortieren, bevor Ihr den Zeitsand mahlt.“, schlug ich ihr vor. Sie sah mich an und entgegnete, “So wie alle Blumen und Gewächse auf dieser Wiese wachsen sollen, so gehören zum Leben auch die bitteren und schmerzlichen Momente dazu. Jedes Sandkorn findet seine Uhr und lässt einen Menschen wachsen. Ich achte nur darauf, dass die Wiese bunt bleibt.“

„Welche ist meine Uhr?“, fragte ich sie ängstlich, „Wie viel Zeit bleibt mir? Was wenn sie in einer Ecke steht und dort kein Sand mehr hin gelangt?“. Ich schaute auf einige der Uhren bemerkte, dass zwar oben Sand durchlief, jedoch unten kein Sand am Boden der Sanduhr ankam. Als die Alte meinen Blick bemerkte, erklärte sie mir, dass nur gelebte Zeit am Boden gesammelt wird, als Erinnerungen an ein Leben. Verschwendete Zeit jedoch verfliegt.

Vortrag von Dami Charf in Köln

Heute habe ich eine email mit unten stehenden Inhalt bekommen von Dami Charf meiner mir so wichtigen Online-Therapeutin, von der ich vieles lernen konnte.

Leider ist das für mich viel zu weit weg, und die Reise samt Eintritt ist für mich arme Rentnerin auch nicht möglich, aber vielleicht hat der eine oder andere von Euch Interesse, – die ist wirklich gut.

 

„Körper und Gemeinschaft als Schlüssel zur Heilung“ am 14. November in Köln

Hallo Melina,

eine Freundin aus Köln hat mich dazu ermuntert, dieses Jahr noch einen weiteren Vortrag zu halten. Also werde ich am 14. November in ihrer Heimatstadt einen Vortrag mit dem Titel: „Körper und Gemeinschaft als Schlüssel zur Heilung“ geben.

Der Abend beginnt um 18.30 Uhr im Bürgerzentrum Ehrenfeld, Köln. Über folgenden Link kannst du dir eine Karte kaufen, da die Karten an der Abendkasse sehr begrenzt sind:

„Du bist dein Körper“

Wir alle kennen den Satz… doch was bedeutet er eigentlich wirklich? Wie prägt unser Körper unser Erleben von der Welt und unserer Realität?

Unser Gefühl von Zugehörigkeit und Verbundenheit ist ebenfalls ein körperliches Gefühl. Unsere erste Erfahrung als Babys machen wir über den Körper – wir erleben es, willkommen zu sein – oder eben auch nicht.

„Trauma“ ist für mich das Gegenteil von Verbundenheit, Zugehörigkeit und Neugier. Auch der Körper ist bei einem Trauma wesentlich mitbetroffen.

An diesem Abend werde ich mich diesen Themen annähern und sie genauer beleuchten. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen!

Ich würde mich freuen, wenn du dabei sein magst :-)!

Symbiotische Beziehungen

Ein seit Jahren mit mir (und ich mit ihnen) befreundetes Paar – beobachte ich schon lange (so 7 / 8 Jahre) – ich kenne noch die Anfänge ihrer Beziehung. In den letzten beiden Jahren bemerke ich zunehmend, dass sie sich immer mehr symbiotisch entwickeln. Sie haben kaum andere Freunde und wir sehen uns auch nur meist im Garten, weil wir auch Gartennachbarn sind. In Gesprächen merke ich, dass sie sich absolut allein/zu Zweit genügen und wenig Interesse an der Welt zeigen. Sie erzählen mir ganz beglückt (so scheint es mir), dass sie immer mehr sich gleichen, schon die begonnenen Sätze des anderen vervollständigen können.

Also ich habe sehr unterschiedliche Freunde, und jede Freundschaft ist anders, weil wir ja auch Individuen sind. Auf den ersten Blick scheint mir diese gleichklangige Beziehung ja eigentlich was Schönes. Aber irgendwie riecht mir das bei genauerem Hinsehen, nicht sehr wachstumsfördernd. Es kommt ja nichts wirklich Neues rein, was den Blick auf das eigene Sein und Wirken erweitern könnte. Für einige Zeit – nach dem Frischverliebtsein ganz sicher ein befriedigender Zustand – aber nach 7 Jahren immer noch? Mir wäre das zu langweilig und hätte ich so eine Beziehung wäre ich bald kreuzunglücklich.

Aber vielleicht irre ich mich ja. Vielleicht bin ich durch meine „aufregende und dramatische“ Kindheit nur so gepolt, dass ich Abwechslung brauche, stehts mich innerlich erweitern will – weil mir ein Zweierleben auf Dauer ohne Input von außen zu öde wäre.  Aber die Beiden sind ohnehin ganz anders wie ich unterwegs, verstehen vieles nicht davon wie ich denke und mein Leben ausrichte. Ihres ist eher materiell ausgerichtet und nicht auf ‚Werte‘. Und sie scheinen sich völlig zu genug zu sein und damit zufrieden und ich will sie ja auch nicht ändern – nur tauschen möchte ich nicht mit ihnen. Es macht mich nur nachdenklich und meine Klara Gründlich in mir – will immer alles wissen und den Sachen auf den Grund gehen.

Sind symbiotische Beziehungen die bessere Art der Beziehung? Ist das erstrebenswert?

Ich würde mich freuen, wenn sich hier jemand einklinkt und von seiner Denke darüber berichtet.

The work 2

In 2 Tagen treffen wir uns wieder in der Arbeitsgruppe zu „The Work‘. Jeder der teilnimmt bringt bereits einen ausgefüllten Arbeitsbogen mit – wahlweise einem Problem oder Glaubenssatz, den wir auflösen wollen.

Hier nochmal die Schilderung dieser Methode zusammengefasst:

Die IBSR-Methode (Inquiry based stress reduction i.e. The Work of Byron Katie) ist eine kraftvolle, intensive und klare Methode der Selbstbefragung. Sie besteht aus vier Fragen und in der Regel aus drei Umkehrungen des stressvollen Gedankens:

  1. Ist das wahr?
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst du, und was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?

Unsere Gedanken, bewusste und unbewussten Überzeugungen, unsere Glaubenssätze, Wertvorstellungen und Urteile leiten und bestimmen unsere Wahrnehmung. Sie sind Mitauslöser für unsere Gefühle und bestimmen unser Erleben und unser Handeln. Alles, was uns verängstigt, verärgert oder enttäuscht, sind ungeprüfte Gedanken oder wie Byron Katie sagt: „Es sind Seile (in unserem Kopf) von denen wir denken, es seien Schlangen“.

Diese Seile (die Verstrickungen), unsere stressvollen Gedanken lassen sich mit Hilfe von The Work auf eine einfache und wirkungsvolle Weise identifizieren, hinterfragen und auflösen.

The Work bietet dir einen sicheren und behutsamen Weg, nach Innen zu gehen, um dich deines inneren Wissens zu bedienen.

Die Erfahrung zeigt, dass die Antworten, das was Du brauchst, um eine Veränderung voranzutreiben, bereits in dir existieren. Dein inneres Wissen zeigt Dir das, was für dich wirklich ist, denn du erkennst deine Wirklichkeit gegenüber dem, was nur in deinen Vorstellungen existiert. Es ist ein eingehender und tiefgreifender Weg des Selbst-Erkennens.

Sobald du dich auf den Prozess der Überprüfung und des Hinterfragens einlässt und aufhörst, mit der Wirklichkeit im Streit zu liegen, wird das negative Gedankenkarussell deiner Vorstellungen zunehmend still.

Über eine neu gewonnene Perspektive auf die Realität gewinnst du mehr Klarheit und Ruhe, reagierst gelassener und authentisch und hast die Möglichkeit, in belastenden und stressvollen Situationen für dich neue, ungeahnte Handlungsspielräume zu erkennen. Der direkte Zugang zu Deinem Innersten lässt dich eintauchen in das Erleben von Kraft, Frieden und Freiheit.