Ich hab die Schnauze voll

Nun, habe ich die 3. gescheiterte Therapien hinter mir – innerhalb von 4 Jahren. Ich bin offensichtlich therapieresistent. Bösartige Menschen würden sagen, dass ich nicht heile werden will. Andere meinen gar, ich wäre eben unheilbar.

Weiterlesen

Werbeanzeigen

Blogflaute?

Komisch, hatte ich noch nie…. ob das wohl ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist?

Guck zur Zeit (und übe mich) jeden Morgen Dispenza-online-kurs…. und habe intensiven Austausch per email über Themen, die mich interessieren, im Garten ist auch viel zu tun… und meine Ehrenämter greifen wieder nach mir…

Ich beruhige mich selbst mit dem Satz: Alles hat seine Zeit!

Grade erinnere ich mich daran, dass ich vor einigen Nächten einen etwas alpigen Traum hatte. Mein Gartennachbar – war gar nicht mehr lieb wie sonst – sondern hat mein Pferd tot geschossen. Mitten in die Stirn. Meine erste Assoziation war: dass das ein Zeichen für zuviel Nachdenken ist – zuviel im Kopf – vielleicht war jetzt etwas anderes dran? Ein bisschen das Denken reduzieren und mehr fühlen?

Mal sehen was heute Abend passiert – da gehe ich zum ersten Treffen von „The work“  (Katie Byron). Mal sehen!

Bis dann!

Nachdenkliches über Lustiges

In der BUGA (Bundesgartenschau in Heilbronn) waren an einem Infostand Postkarten mit schönen Sprüchen zum mitnehmen. Die meisten waren so weise Zitate über Freundschaft und Liebe usw., die man überall zu lesen findet. Aber ein Spruch (und noch 2 andere) hat mich total angesprochen:

(Die Orginalkarte hätte ich einscannen müssen, aber ich fand den Spruch auch auf eine anderen Webseite – und ich bin faul 😉 )

Es erfüllte mich sehr mit Erstaunen, dass manche Menschen überhaupt nicht darauf reagierten – andere wieder sofort in Gelächter ausbrachen.

Dies begegnete mir auch schon öfters beim erzählen von Metaphergeschichten, was mich dazu veranlasste mir zu diesem Phänomen Fragen zu stellen, woran das wohl liegt, dass manche sie verstehen und manche so gar nicht.

Aber dieser Spruch ist ja nicht gerade eine Metapher, also warum hier Unverständnis? Haben solche Menschen keinen Humor oder haben sie keinen Bezug zu Pflanzen. Können nur Menschen, die auch selber Pflanzen haben, oder Pflanzen mögen, so einen Spruch verstehen?

Und weil wir schon dabei sind: hier noch ein paar nette Kartensprüche, aus der Buga:

Joe Dispenza – kostenlos teilnehmen

Heute geht wieder ein kostenloser Onlinekurs an – zum Thema „neue Gehirnvernetzung“ könnte einige interessieren…. man kann sich noch anmelden….

Kostenloses Training

Ich leite mal die Einführung weiter:

Hallo Melina

warum ist Wandel für uns so schwierig?
Selbst die kleinsten Veränderungen im Leben können eine Herausforderung sein – vor allem, wenn frühere Versuche erfolglos waren.

Es fühlt sich manchmal so an, als ob wir fest auf einen vorbestimmten Pfad programmiert seien, der außerhalb unserer Kontrolle liegt.

Dr. Joe Dispenza hat sein Leben der Erforschung von Gehirn und Körper gewidmet.
Er hilft Menschen zu verstehen, wie sie ihr Gehirn neu vernetzen und ihren Körper neu konditionieren können.
Dieses Wissen ermöglicht dauerhafte Veränderungen, lässt uns Erkrankungen und chronische Leiden heilen und mehr Erfüllung und Glück im Leben finden.

Im Rahmen seiner Advanced Workshops in aller Welt erforschte Dr. Joe die Auswirkungen der Meditation; unter anderem führte er epigenetische Tests und Gehirnscans durch und vermaß das Energiefeld von Probanden.
Er hat jede Menge wissenschaftliche Nachweise für erstaunliche Heilerfolge erbracht – erreicht von Teilnehmern seiner Workshops, die sein Modell persönlicher Transformation erlernten und umsetzten.

In diesem neuen Onlinetraining schlüsselt Dr. Joe Dispenza den Wandlungsprozess auf und zeigt uns, dass wir sehr wohl die Kontrolle haben.
Wir erkennen unsere natürliche innere Kraft, die uns hilft, den Lauf unseres Lebens zu verändern und sämtliche Aspekte unserer Zukunft zu gestalten.

Im ersten Video lehrt uns Dr. Joe eine wichtige Erkenntnis:

Deine Energie folgt deiner Aufmerksamkeit.

Wir leben in einer chaotischen Welt voller Ablenkungen, wodurch unsere Aufmerksamkeit oft auf viele verschiedene und sehr oft auf die falschen Dinge gerichtet ist.
So bleibt nur sehr wenig Energie übrig, um uns auf uns selbst zu fokussieren – ein sehr wesentliches Element gesunden Wandels.
Lenken wir unsere Aufmerksamkeit um und fokussieren wir unsere Energie nach innen, können wir unser persönliches elektromagnetisches Feld aufbauen und uns damit auf den Weg in eine neue Zukunft machen.

 

Erinnerungen

Eigentlich habe ich für eine DIS relativ viele Erinnerungen (nicht die Emotionen) aber halt so viele Teilstückchen aus der Zeit als ich noch klein war – so ab 4 oder 5 Jahre.

Aber heute ist mir im Gespräch mit meiner Schwester so richtig bewusst geworden, dass dies eigentlich alles Erinnerungen sind, die mir Verwandte – vor allem meine Schwester – mir erzählt hatte, die 6 Jahre älter ist. Ohne diese Zeugen wüsste ich weitaus weniger.

Von 14 bis 17 (meine Mutter starb als ich 14 war) habe ich fast gar keine Erinnerungen. Obwohl ich da doch älter war, müsste doch was hängengeblieben sein. Im Heim, in das ich nach dem Tod meiner Mutter kam, hat man mir ein Jahr später erzählt, dass ich nicht mehr gesprochen habe – wieso ich mich da nicht dran erinnere – ist schon komisch. Wo war ich denn dann da? Ich vermute irgendwie in mir drin!

Das Geschichtenschreiben hat mir auf diesen Weg – für die vielen Lücken Erinnerungen geschenkt. Vielleicht sind sie nicht 1:1 wahr, aber sie geben mir ein Gefühl dafür, wie die Atmosphäre war – damals – und sie machen aus dem wenigen, was mir erzählt wurde, und dem was ich an Erinnerungsfetzen habe – eine narrative, zusammenhängende Geschichte – mein Leben.

Und irgendwie ist es seltsam, wenn ich so auf das Stückwerk meines Lebens schaue, ist es wirklich meins? Was bleibt wohl davon übrig, wenn mein Körper zu Asche zerfällt?

Werden diese Erinnerungen, mein zerstückeltes Leben dann noch eine Bedeutung haben? Werden meine Innenkinder, dann wieder ganz Eins werden mit mir? Was wird übrig bleiben als Essenz aus diesem zeitweise so qualvollem Leben? Was wird der Lohn sein für meine Bemühungen, das Beste aus diesem gewähltem Erdendasein gemacht zu haben? Wird es überhaupt belohnt werden? Vielleicht wird es einfach sich auflösen in etwas viel Wichtigeres. Und was wird das Wichtigere dann sein? Wird diese Leben hier, nur eines von vielen sein, das keine Bedeutung mehr hat – gemessen an dem, was uns nach dem Tod erwartet? Vielleicht werden wir sogar darüber lachen – über die vielen Dramen, in die wir Jahrzehnte Leben investiert haben. Vielleicht ist es nur ein kleines Puzzleteil von meinem „Ganzen“ oder dem großen Ganzen, wenn wir von dort einen Blick darauf richten. Vielleicht geht es uns dann so, dass wir auf dieses Leben blicken (zusammen mit den anderen Vor- und Nachherleben, die wir schon gelebt haben) und schmunzeln über die Erkenntnis, dass wir wieder mal in die Falle gegangen sind und geglaubt haben, dass dieses eine schmerzhafte Leben überaus wichtig war.

Vielleicht erkennen wir dann mit der Verschmelzung von Gottes Humor, dass dieses Leben auch nur eine Geschichte war – keine schöne – aber eine lehrreiche, dessen Lehren wir dem Großen-Ganzen als Rückkehrgeschenk – als kleiner Tropfen – dem ewigen Meer hinzu gefügt haben – unseren individuellen Beitrag zum „Allem-was-ist“.

Vielleicht geht es uns so wie Nero – in dem Film Matrix – dass wir irgendwann erkennen, dass wir nur ein Teil der Matrix sind, die sich da jemand ausgedacht hat.

Resilienz

Erinnerungen aus der Zeit nach dem Abbruch der (aller)letzten Therapie

aus meinem Word-Tagebuch

9. April.2019 Resilienz ist nicht eine statisch festgelegte Größe, sondern kann wachsen! Zauberwort: Resilienzförderung

10. April. „Ich werde nicht länger an meiner Diskriminierung mitwirken …!“ Als Überlebender von vielfachem Missbrauch zu erkennen, dass man verhöhnt und missachtet wird, und als Konsequenz daraus den Kontakt abzubrechen, ist mehr Fähigkeit zur Resilienz zu erwerben.

12. April. Radikale Akzeptanz bedeutet, die Folgen des Missbrauchs in Körper und Seele ohne wenn und aber anzunehmen. So öffnet sich ein Ausweg. Er wird zum Neu-Anfang, der mir immer wieder bislang unbekannte Wege zeigt. Das ist der Pfad seine Resilienz zu erhöhen.

16. April. Mit 30 wurde ich clean (von therapeutischen Abhängigkeiten). Mit 63 begann ich nach einem Unfall eine Traumatherapie. Missbrauch und Misshandlung blieben unvergessen und nähren meine Albträume. Ja, ich will frei sein! Resilienz ist, ein gutes Ziel und man kann sie erhöhen, auch wenn man es nie ganz erreicht. Resilienz ist unendlich!

16. April. So gibt es einige Phänomene, deren Ursachen Kindesmissbrauch und Kindesmisshandlung sind, die sich nicht mehr heilen lassen. Neben meinen Albträumen ist dies u.a. meine gestörte „Meinhaftigkeit“. Bedingungslose Akzeptanz lässt mich trotz wunder Seele überleben und neu leben.

17. April. Wer Resilienz für ein Konzept hält, sich besser zu fühlen, missversteht sie. Zur Resilienz zählen auch Niederlagen, um aus den Fehlern zu lernen und es erneut zu versuchen. Resilienz ist gelebtes Trotzalledem.

18. April. Wille allein schafft keine Resilienz. Es ist eher ein kindliches Empfinden von Führung, das trotz zerstörtem Urvertrauen die Idee von Befreiung nicht verschütten konnte. Hier ein Lied das Mut macht.
„Du bist, was Du warst
Und Du wirst sein, was Du tust
Beginne Dich zu lieben
Und Du findest, was Du suchst.“

18. April. Vermag ein Überlebender von Kindesmissbrauch am Ende seines Lebens zu sagen: „Ich habe gelebt“, gewann er sein Leben dank seiner Resilienz zurück.

Das wünsche ich Euch allen und mir. Bleibt lebendig …

 

Andere wissen es manchmal besser

Ralf von „zeitzuleben.de“ schrieb in seinen täglichen Seiten vor kurzem:

Manchmal wissen andere besser, was wir brauchen, als wir selbst.

Zumindest die Menschen, die uns gut kennen und die uns wohlgesonnen sind.

Denn von außen hast du ja einen objektiveren und vernünftigen Blick auf das Leben der anderen. Ohne die irrationalen Einschränkungen und Verirrungen, die wir manchmal so im Kopf haben.

Deswegen macht es Sinn, ruhig einmal zu fragen:

„Sag mal … ich brauche deine Sicht von außen, weil wir ja alle unsere blinden Flecken haben. Was, glaubst du, brauche ich gerade am meisten, um mein Leben in Balance zu bringen? Oder um mein Leben noch besser und schöner zu machen?“

Eine schöne Frage für ein tiefes ehrliches Gespräch mit guten Freunden.

Ich wünsch dir, dass du viele Menschen um dich scharen kannst, die es gut mit dir meinen.

Wie wahr! Es ist ja wirklich so, dass wir Menschen uns oft nicht gern von jemanden sagen lassen wollen, was andere bemerken z.B. wenn wir uns das Leben ‚unnötig‘ schwer machen, wenn wir mit unserer Sicht vielleicht verbohrt, blind sind, Scheuklappen haben, Ausflüchte suchen, uneinsichtig festhalten  wollen…. Und es gibt ja auch genügend Stimmen von Leuten, die nur recht haben wollen – die nur einen Teil von unserem Leben erkennen können….die es vielleicht gar nicht gut meinen mit uns. Wie sollte man die unterscheiden? Gibt es da einen Weg zu differenzieren? Und ist da vielleicht nicht auch noch die Tatsache, dass unser Gehirn uns vorgaukeln will, dass der einfachste Weg, der beste ist und es doch ganz schön schwer und anstrengend ist einen anderen Weg, als den gewohnten zu gehen?

Das ist super, was der Ralf da sagt, aber wie sieht das in der Praxis aus? gestern war in seinem Newsletter gestanden:

Es gibt so ein paar Wurzelprobleme, die hinter 90 % all unserer Schmerzen im Leben stehen.

Ein schlechter Selbstwert ist so ein Wurzelproblem.

Oder wenn ich mein Leben und meine Schaffenskraft nicht organisiert bekomme (was so wichtig ist, um überhaupt Probleme lösen zu können).

Oder wenn ich meine Verantwortung für mein eigenes Leben nicht annehme.

Wenn du so ein Wurzelproblem bewältigst, lösen sich meistens ganz viele andere Probleme mit auf, oft beinahe auf magische Art und Weise.

Finde also lieber die Wurzel und setze da an, statt an den Symptomen herumzudoktern.

Ich wünsche dir ein gutes Gespür für den richtigen Ansatzpunkt.“

Die Wurzelprobleme scheinen genau die zu sein: Wir haben zu wenig Selbstwertgefühl, oft schlechte Organisation und Verantwortungsübernahmedefizite.

Nehmen wir nur mal die Organisation. Ich bin chaotisch organisiert. Ich mach manchmal (gottseidank nicht immer) nicht das Nächstliegende, das gerade ‚Nicht-so-Bequeme‘, das was zuerst zu machen wäre. Entweder ich erledige es zu schnell (und mit zu wenig Bedacht) weil ich es hinter mir haben möchte – weil es eben unangenehm ist, oder ich schiebe es auf den letzten Drücker (bzw. soweit nach hinten, bis es fast zu spät ist und ich mich dann überfordert fühle, wenn es unausweichlich geworden ist und die Zeit knapp wird. Beides beschert mir oft ein unbefriedigendes, fehlerhaftes Ergebnis – was ich durchaus verändern könnte, wenn ich mich besser organisieren würde.

Wo lernt man sowas eigentlich? Es wird (und wurde) einem ja nicht in die Wiege gelegt. Wahrscheinlich in einem „organisiertem“ Elternhaus bei organisierten Eltern. Ich will mich nicht rausreden. Gut ich hatte ein äußerst chaotisches Elternhaus und die Bezugspersonen waren auch besonders unorganisiert und brachten ihr Leben  mehr schlecht als recht auf die Reihe.

Also da sind wir beim Punkt Verantwortung übernehmen. Es hilft nicht zu wissen allein, woher so ein chaotischer Lebensstil kommt, sondern ob ich bereit bin diese mitbekommene Struktur zu verändern – in der Praxis.

Und um den dritten Punkt noch zu erwähnen – der schlechte Selbstwert – ist es nicht so, dass wenn ich mich besser organisiere (und damit auch bessere Ergebnisse erziele) sowie auch mehr Verantwortung für mein Leben übernehme – dass ich mich dann besser fühle und erfolgreicher bin – und somit mehr Selbstwert in mir fühle?

Natürlich finde ich 1000 Gründe warum mein Selbstwert (meine fürchterliche Kindheit, ‚böse‘ Menschen, üble Umstände…..) im Keller ist. Aber ab einem bestimmten Alter (wenn man erwachsen ist) ist man selbst verantwortlich für sein Leben und man kann sich nicht mehr herausreden. Kann man schon, aber dann wird das eigene Leben niemals besser.

Für mich sind so Andere (wie der Ralf mit seinen täglichen Anstößen) sehr wertvoll, mein Leben auf den Prüfstand zu stellen, und mich zu fragen, ob da nicht etwas dran ist an diesen wichtigen Aussagen und sie als Möglichkeit benutzen, nachzuspüren in unserem Inneren. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch (egal wie verkorkst er in der Kindheit wurde) so eine Instanz in sich hat (ganz leise), die ihn spüren lässt was richtig für einen Selbst ist und was falsch.

Leider hören wir immer nur auf die Stimme des Egos – das ist bequemer – und das EGO will ja immer dass alles so bleibt wie es ist. EGO/Verstand wollen immer die bequemste Lösung, die die er kennt und es hasst Weiterentwicklung.