Der neue Weg

Ursprünglich stand hier vor ca. einem dreiviertel Jahr ein anderer Einführungsbeitrag, er hieß „Ich habe die Schnauze voll„. Er wurde hier angepinnt kurz nach meinem 3. Versuch eine Therapie zu machen, der dann ebenso kläglich scheiterte, wie die vorangegangenen. Weiterlesen

Sinn im Leben

Also ehrlich – glaubte ich nicht an den Sinn im Leben – würde ich wahrscheinlich schon längst nicht mehr leben. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich ihn so oft entdecken konnte, trotz meiner leidvollen Vergangenheit. Jedesmal wenn mich dieser Sinn zwischendurch verlassen hatte, war ich äußerst suizid-gefährdet und ich fand das Leben wieder lebenswert, wenn ich ihn auf der Suche nach ihm, gefunden hatte.

Der große Psychotherapeut Viktor Frankl war davon überzeugt, dass die meisten Probleme der Menschen durch zu wenig Sinn im Leben entstehen.

Wenn Menschen keine Idee haben, was ihre Aufgabe im Leben ist. Wenn sie keine Richtung haben.

Und die heutige Zeit macht es einem da nicht einfacher.

Es gibt mittlerweile ein alles erfüllendes Unterhaltungsangebot, bestehend aus Serien, Shows, Internet, Youtube, Instagram, Facebook, Spielen, Konzerten und und und.

Wer braucht schon eine Aufgabe, wenn ich mich auf so charmante Art die ganze Zeit selbst ablenken kann.

Und nicht falsch verstehen, Unterhaltung ist wichtig. Unterhaltung ist genauso ein Grundbedürfnis, wie Sicherheit oder die Würde.

Es ist nur – wie immer – eine Frage von Prioritäten.“

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Ich würde gerne die Quelle dieses Textes hier angeben – er ist nicht von mir – könnte es aber sein, denn er gibt wieder was ich denke und deshalb ist er auch in meiner Textsammlung gelandet.

 

Untersuchungen zum Thema: Nettsein

Ich habe eine online-Zeitung  abonniert, in der NUR positive Sachen stehen – als Gegengewicht zu den blutrünstigen, grausamen Dingen, die in den üblichen Zeitungen stehen. Schließlich gibt es doch auch jeden Tag so viel Gutes was geschieht. Und da steht in dieser Woche u.a. das:

„Wer nett zu anderen ist, macht sich damit selbst glücklicher,  gesünder und kann dadurch sogar sein Leben verlängern. Eine Stiftung hat Ergebnisse zusammengetragen, die beeindruckend sind. 

Freundlich sein verändert das Gehirn und damit auch die Lebensqualität. Akte der Freundlichkeit, vor allem gegenüber fremden Menschen, sind dabei besonders wirksam. Gute Taten ohne die Erwartung einer Gegenleistung. Dadurch werden wir selbst glücklicher. 

Studie zeigt Effekte von Freundlichkeit

Teilnehmer einer Studie an der Berkeley Universität gaben an, dass sie, nachdem sie andern geholfen haben, mehr Energie hatten und sich allgemein stärker, optimistischer und selbstbewusster fühlten. Zudem berichteten viele, dass sie gelassener waren. 

Durch freundliches Handeln wird der Neurotransmitter Serotonin ausgeschüttet. Dadurch nehmen Menschen sich selbst und ihre Welt anders wahr. Eine Ärztin aus Kalifornien, Dr. Sonja Lyubomirsky forschte mehr als 20 Jahre zum Thema Glück. Sie sagt, wer gut zu Anderen ist, fühlt sich als guter Mensch und ist dadurch optimistischer, positiver und moralischer. 

Im Buch „Raising Hapiness“ von Christine Carter heißt es: „Menschen über 55, die sich freiwillig in Organisationen einbringen, haben eine um 44 Prozent verringerte Wahrscheinlichkeit, verfrüht zu sterben. Und zwar nachdem sämtliche anderen Faktoren wie Gesundheit, Geschlecht, oder Gewohnheiten wie Rauchen ausgeschlossen wurden. Dieser Effekt ist stärker, als viermal in der Woche Sport zu treiben“.

Eine Studie der Harvard Uni besagt auch, dass Menschen, die Gutes tun, z. B. Geld spenden, glücklicher sind als jene, die es nicht tun. Das wirkt sich zudem auf die Gesundheit aus: Forscher konnten weitere Effekte der Freundlichkeit nachweisen. Unter anderem weniger Depressionen, weniger Ängste und Sorgen und weniger Schmerzen und Bluthochdruck. Neben dem Serotonin wird auch Oxytocin freigesetzt, welches als Bindungshormon bekannt ist und beim Kuscheln ausgeschüttet wird. Und das Cortisol, das Hormon welches bei Stress ausgeschüttet wird, verringert sich um 23 Prozent. 

Quelle: Mymonk 

Bewusstsein ist der erste Schritt zur Heilung und Veränderung

Das ist jetzt der vorläufig letzte Text der 3 CDs von L. Hay, der mir noch wichtig erschien. Es sind auch noch jede Menge Übungen dabei, die ich erst ‚ausprobieren‘ muss und schauen wie und ob sie hilfreich sind. Ja, Übungen, das sind die kleinen (manchmal unlieben) Zwischenschritte, die uns letztlich zur Veränderung alter Muster tragen.

„Wenn wir einige tief verankerte Muster haben, müssen wir uns ihrer bewusst werden, um diesen Zustand heilen zu können. Vielleicht fangen wir damit an den Umstand beim Namen zu nennen, uns über ihn zu beklagen oder ihn in anderen Menschen zu erkennen. Er gelangt irgendwie an die Oberfläche unserer Aufmerksamkeit, wir fangen an eine Verbindung zu ihm herzustellen. Wir ziehen oft einen Lehrer, eine Freund, einen Kurs, ein Seminar oder ein Buch an, die alle Methoden zur Lösung eines Problems aufzeigen.

Bei mir begann es mit einer zufälligen Bemerkung eines Freundes, dem von einem Treffen erzählt worden war. Mein Freund ging nicht hin, aber irgend etwas in mir reagierte und ich ging hin. Dieses kleine Treffen war der erste Schritt auf meinem Weg zur Entfaltung. Ich erkannte die Bedeutsamkeit des Treffens erst einige Zeit später. Unsere Reaktion auf diese erste Etappe ist oft zu denken, diese Methode sei dumm oder sinnlos. Vielleicht erscheint sie uns zu einfach oder für unsere Denkweise nicht akzeptabel, wir wollen es nicht. Unser Widerstand zeigt sich stark. Wir ärgern uns vielleicht schon bei dem Gedanken daran, es zu tun.. Eine solche Reaktion des Widerstands ist sehr gut, wenn wir begreifen, dass sie der 1. Schritt zu unserem Heilungsprozess ist. 

Ich erzähle den Leuten immer, dass jede Reaktion, die sie empfinden da ist um Ihnen zu zeigen, dass sie sich bereits im Heilungsprozess befinden, obwohl die völlig Heilung noch nicht erreicht ist. Die Wahrheit ist, dass der Prozess in dem Augenblick beginnt, in dem wir über Veränderung  nachdenken. Ungeduld ist nur eine andere Form des Widerstandes. Es ist Widerstand gegen Lernen und Veränderung. Wir fordern, dass genau in diesem Moment etwas abgeschlossen sein muss, dann nehmen wir uns nicht die Zeit, diejenige Lektion zu lernen, die zu dem von uns geschaffenen Problem gehört. Wenn Sie in ein anderes Zimmer gehen wollen, müssen Sie aufstehen und sich Schritt für Schritt in die richtige Richtung bewegen. Einfach nur rumsitzen und fordern im anderen Zimmer sein zu wollen – wird nicht funktionieren. Hier ist es dasselbe.

Wir alle wollen das Problem hinter uns haben, aber wir wollen nicht die kleinen Schritte gehen, die die Lösung ergeben. Jetzt müssen wir unsere Verantwortung erkennen, eine Situation oder ein Problem geschaffen zu haben. Ich sprechen weder davon eine Schuld zu haben, noch davon ein schlechter Mensch zu sein, weil Sie sind wo Sie jetzt sind. Ich spreche davon die Macht in sich zu erkennen, die all unsere Gedanken in Erfahrung umgeformt haben. In der Vergangenheit haben wir diese Macht benutzt etwas zu erschaffen, was wir nicht erfahren wollten. Wir haben nicht bewusst gehandelt. Jetzt erwerben wir das Bewusstsein und lernen diese Macht gezielt und positiv zu unserem Gunsten einzusetzen, nachdem wir nun unsere Verantwortung erkannt haben.

Wenn ich einem Klienten eine Lösung vorschlage, eine neue Art sich mit einer neuen Sache zu befassen, oder jemanden zu verzeihen, sehe ich oft, wie der Kiefer angespannt ist und die Arme über der Brust verschränkt werden. Vielleicht werden sogar die Fäuste geballt – der Widerstand kommt zum Vorschein und ich weiß, dass wir genau den Punkt getroffen haben, der bearbeitet werden muss. Wir alle haben unsere Lektionen zu lernen. Die Themen, die uns so schwierig erscheinen, sind nur die Lektionen, die wir uns ausgesucht haben. Wenn uns etwas leicht fällt ist es keine Lektion, sondern wir wissen es bereits. Wenn Sie an das denken was Ihnen am schwersten fällt, wie stark Ihr Widerstand dagegen ist, dann haben Sie Ihre momentan schwierigste Lektion im Auge. Der nächste Schritt wird Ihnen leichter fallen, wenn Sie sich fügen und den Widerstand aufgeben und sich zugestehen zu lernen, was Sie zu lernen haben. Lassen Sie sich von Ihrem Widerstand nicht davon abhalten zu lernen was Sie zu lernen haben. Lassen Sie sich nicht von Ihrem Widerstand davon abhalten sich zu verändern.

Wir können oft auch auf 2 Ebenen arbeiten: 1. den Widerstand betrachten und 2. trotzdem die geistigen Veränderungen vornehmen. Beobachten Sie sich selbst, passen Sie auf, wie Sie Widerstand leisten, machen Sie aber dennoch weiter.“

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Ich finde, das ist sehr klar ausgedrückt und entspricht absolut meinen Erfahrungen und Beobachtungen bei mir selber (und auch bei anderen). Es ist so schön ausgedrückt und wird mir weiterhin helfen bei Veränderungen den Widerstand anzunehmen, wenn er mich hindert oder mich zurückschrecken lässt.

Beim Hören und bei der Niederschrift grade eben – fiel mir auf, dass dieses Thema gerade bei mir sehr aktuell ist. Ich kam vor 2 Stunden gerade von einer Geburtstagfeier zurück und während der tiefgehenden Gespräche mit 2 Frauen, bemerkte ich in mir das Drängen, ihnen bei ihren gerade angesprochenen Problemen zu helfen. Aber mein Denken ist für diese Frauen sehr ungewohnt gewesen. (Eine von Ihnen macht seit ihrem 17ten Lebensjahr Therapie – ist jetzt über 50). Ich wollte ihr vermitteln, dass unsere Glaubensätze, also was wir denken auch unsere Gefühle machen, dass oft unsere Denkweise dazu führt, dass wir uns schlecht fühlen.  Für mich ist das ganz natürlich geworden und ich beobachte ständig Menschen, wie sie sich mit ihren Glaubenssätzen und Gedanken begrenzen (das kann ich nicht, das geht nicht, das brauch ich nicht….). Das tut mir fast körperlich weh, und ich würde so gerne das Neuerkannte in den letzten Monaten weitergeben und ich merke – es ist vergebene Liebesmüh.

Mir ist aber heute wieder sehr deutlich deswegen vor Augen gekommen, dass ich diesen Drang anderen helfen, weitergeben zu wollen, was gut ist – genauer anschauen muss. Ich habe einen in mir, der sehr ungeduldig ist und was sagt L. Hay dazu? Ungeduld ist auch eine Form des Widerstands. Ja, so geschieht das mit solchen Texten, man hört sie, liest sie und schon ist man mittendrin im 1. Schritt der Veränderung, und Umsetzung der neuen Erkenntnisse.

741 Hz – Solfeggio-Frequenzen

„741 Hz sollen unsere Intuition wecken und die Bewusstseinserweiterung entzünden. Der Ton ist bekannt für seine kraftvollen Effekte. Die häufige Verwendung von 741 Hz führt zu einem gesünderen und glücklicheren Leben. 741 Hz reinigen die Zelle auch von verschiedenen Arten elektromagnetischer Strahlung. Dieser Ton führt Sie zu einem reinen, stabilen und spirituellen Leben. Dieser Ton reinigt die negative Energie und ersetzt sie durch positive Energie. Dieser Ton kann für sehr tiefe Meditation verwendet werden. Eine weitere wichtige Anwendung dieser Schallfrequenz ist die Reinigung von Infektionen – Viren, Bakterien und Pilzen. Es heilt buchstäblich dein ganzes Wesen.  741 Hz – Throat Chakra – befindet sich an der Basis des Halses im Hals Das Hals-Chakra ist das fünfte Chakra und es ist das erste der höheren oder spirituellen Chakren auf der „Chakra-Leiter“. Dieses Chakra befindet sich im Bereich von Hals und Schultern und ist blau gefärbt. Hals-Chakra. Das Geschenk dieses Chakras akzeptiert Ihre Originalität, drückt Ihre authentische Stimme aus und spricht Ihre Wahrheit aus. Die Energie dieses Chakras ermöglicht es Ihnen, Wissen zu suchen, das wahr ist, über zeitliche und räumliche Grenzen hinaus, über kulturelle und familiäre Konditionierungen hinaus.“

(Beschreibung über die Solfeggio-Frequenzen 741 Hz)

Ich höre sie täglich! Und komisch ausgerechnet jetzt habe ich seit Tagen Halsweh und es geht in Wellen – einmal ist es fast weg und dann kommt es wieder schlimmer.

Ob das etwas mit der Reinigung des Halschakra zu tun hat? Ja, und eben fällt mir auch auf, dass es in meinem aktuellen Leben (heute in der Philo-Gruppe) zur Zeit besonders darum geht, dass ich versuche authentisch zu sein – also das (wörtlich) auszudrücken – besonders unter vielen Menschentreffen, mich zu trauen, das zu sagen, was ich sonst oft lieber ‚hinter-dem-Berg‘ halte, wenn ich mir nicht sicher bin, ob das bei den anderen gut ankommt. Ja, das könnte ein Hinweis sein!

Altes Leid – Neues Leid

Mein Fokus liegt in der Tat auf den Untersuchungen der Mechanismen, die mich früher immer ins alte Leid abrutschen ließen. Da waren wir noch völlig unbewusst und Spielball von alten Gefühlszuständen und glaubten sie wären auch in der Gegenwart noch aktuell.

Paulas letzter Beitrag „Leid zulassen, ohne sich darin zu verlieren“ hat mich jetzt  nochmal gründlicher über dieses Thema nachdenken lassen. Das ist natürlich in meiner jetztigen Situation ganz leicht, denn es geht mir wirklich gut, so gut, dass ich es selber kaum fassen kann, wenn ich daran denke, wie ich vor einem Jahr noch drauf war.

In einer positiven Lebensphase ist es schwierig die Frage von Paula an mich: „Du schreibst über das Suchen nach den (gedanklichen) Hintergründen und über Distanz, die wichtig ist. Erlebst Du auch manchmal, dass es sein muss, Gefühle einfach da sein zu lassen, ohne (sofort?) für eine Erklärung oder Pause zu sorgen?“ – zu beantworten, wie es einem mit leidvollen Gefühlen geht….

Meine Antwort darauf ist eine Gegenfrage: Warum sollte ich das? Denn es sind die alten Leidgefühle um die es meist geht, wenn wir uns darin verlieren bzw. früher verloren haben. Sie sind eigentlich gar nicht mehr da, nicht wirklich, gehören der Vergangenheit an, sind aktuell nur da, wenn ich sie durch ständiges daran Denken, stets darüber reden oder Schreiben oder ständiges Suchen nach alten Leid/leidvollen Erfahrungen oder auch der Angst davor….fördere. Unser Kopf gaukelt uns (gewohnheitsmäßig vor, dass wir immer noch so hilflos unseren Gefühlen von damals ausgeliefert sind wie als Kind). Das ist das Gewohnheitsmuster, das es zu entlarven gilt. Sobald wir erkennen, dass es völlig unnötig ist, diese alten Muster zu wiederholen – sind wir befreit von der Hilflosigkeit von damals und können endlich unser Schicksal unser Leben selbst in die Hände nehmen und es neu gestalten.

Eine meiner Innens, die zur Zeit sehr aktiv ist und auch schon immer war – ist meine ‚Klara Gründlich‘. Sie hilft mir sehr in dieser neuen Phase und sie ist sehr achtsam und will immer verstehen. Ich habe ihr viel zu verdanken.

Also bei Automatismen habe ich schon lange daran gearbeitet, dass ich die Distanz oder Pause reinkriege – das war früher immer extrem schwierig und es waren (wie ich im Nachhinein immer feststellte) ausnahmslos immer alte unbewusste Gefühle (aus der Kindheit… Reste von traumatischen Erfahrungen), die durch irgend etwas oder von jemanden (unbewusst) angetriggert worden waren. Das kann jederzeit natürlich wieder eintreten, da wir ja eine schlimme Vergangenheit hatten und viele Erfahrungen gemacht wurden, wo wir uns damals hilflos fühlten. Aber wir wissen ja inzwischen wie es geht.

Und dazu hat Dami Charf schon vor langer Zeit etwas in einem ihren Filmchen gesagt (und ich glaube, ich habe das auch irgendwo in meinen Blog vor Jahren reingestellt). Und zwar, dass es völlig unnötig ist in den Therapien diese alten Erfahrungen wiederzubeleben, indem man ständig darüber spricht (sie wieder her holt oder gar sucht) z.B. dass das für die Aufarbeitung gar nicht nötig ist oder sogar retraumatisierend sein kann. Sondern, dass es sich sowieso zeigt, was noch nicht verarbeitet ist von damals – und zwar in unserem jetzigen Erleben (wie wir die Welt wahrnehmen, welche Menschen uns wie triggern, in welche unguten Situationen wir immer wieder geraten etc. durch dieses in Resonanz gehen mit dem früher Erlebten) Und man es dann anschauen kann, und es als altes Erleben entlarven, das inzwischen völlig überflüssig ist und uns nur behindert.

So mache ich es auch ohne Therapie (das Leben selber ist ja Therapie). Schwierigkeiten, werden beleuchtet, wenn sie da sind und deren Hintergründe dann erforscht, aus welchen alten Begebenheiten sie immer noch genährt werden und sobald wir das erst mal erkannt haben – verschwinden sie meist, oder wenn sie nochmal kurz auftauchen – wissen wir sofort: Aha, das kennen wir doch…. und dann brauchen wir es gar nicht mehr leben. So arbeiten wir Stück für Stück die alten Gefühle auf, wir werden nicht mehr von ihnen gelebt, sie haben keine Macht mehr.

Also muss ich diese alten Traumagefühle tatsächlich immer wieder durchleben und durchleiden? Können wir wirklich heile werden, wenn wir sie immer gedanklich herholen und wieder unter ihnen leiden? Ehrlich – ich glaube das nicht mehr. Erst wenn wir begreifen, dass dies uraltes Leid ist, das ja nicht besser wird, wenn wir es ständig wiederbeleben und wiederholen…. erst wenn wir es genau betrachten und das Gestern trennen von unserer Gegenwart, wenn wir sehen, dass auch Leid ein Gewohnheitsmuster ist und wir es ernsthaft wollen, uns davon zu lösen… und die Übergänge zu diesem alten Leiden heraus gefunden haben und aufmerksam beobachten…. und bewusstes, entschiedenes Denken dagegen setzen – erst dann können wir uns befreien. (Irgendwann ist dann ein anderes Verhalten zur neuen Gewohnheit geworden) Niemand anderer kann das tun, nur wir selbst! Keine Therapeuten, Psychiater …. man kann es ja stetig in den Blogs von Leuten lesen, die immer wieder neu ihre Therapierunden drehen, ohne wirkliche Veränderung. Verändern tun sich nur im Laufe der Zeit, die Therapeutenszene… mal dieses Angebot, dieses neue Technik, diese neue Herangehensweise, neue Therapeuten…. Das Leid bleibt, – höchstens, dass man ein bisschen Ruhepausen und Hoffnung hat, wenn man einen Therapeuten findet, der uns einmal wöchentlich ein wenig kurzlebigen Trost spendet.

Ich glaube nicht daran, dass bezahlte Helfer uns das jemals geben können, was wir glauben zu brauchen (dass andere uns helfen, andere uns den Trost der Kindheit jetzt als Erwachsene ersetzen können). Vielleicht kann Therapie Mut machen, dass wir uns auf unsere Stärken vertrauen können, dass andere Menschen an uns glauben können, dass aus all dem, was uns widerfahren ist – auch Gutes erwachsen ist…. dass wir von der Kinderhilflosigkeit in die Handlung kommen…. uns dem stellen , dass Vergangenheit nun mal unwiderbringlich vorbei ist, dass wir noch viele Chancen haben unser Leben in die Hand zu nehmen und unsere Zukunft gestalten können – anders als es bisher war – das alte Leid hinter uns lassen können. Wir brauchen im aktuellen Leben tröstende Freunde (wenn uns dann Schicksalschläge ereilen), Menschen, denen wir vertrauen können, Menschen, mit denen wir uns austauschen können, mit denen wir lachen können und gemeinsam Neues ausprobieren können.

Ich sehe einfach keinen Grund und keinen Sinn mehr mich ständig mit den vergangenen Verletzungen zu beschäftigen (das habe ich weiß Gott lange genug gemacht), sie sind Vergangenheit und wenn mich im aktuellen Leben davon noch etwas beschäftigt, dann schau ich es genau an, fühle nach woher das kommt und versuche zu verstehen warum es mich immer noch belastet und begreife dann, dass es nicht mehr nötig ist, oder was ich gegen diese belastenden Situationen jetzt tun kann, damit sie mir nicht weiter mein Leben vergällen. Nein, ich sehe keinen Grund diese alten Leidgefühle nochmal zu durchleben, sie auszuhalten, denn sie sind gar nicht wirklich da in der Gegenwart – auch wenn uns das unser Ego (Verstand) vorgaukelt, weil er es nicht anders kennt und weil er die Leidensdramen liebt – die sind eine Ersatz-Lebendigkeit, die wir damit befördern.

Das Einzige was mich bei Paulas Beitrag noch nachdenklich macht ist, dass ich wahrscheinlich immer noch zu wenig meinen Körper fühle, das muss ich noch mehr üben glaube ich, d.h. ich muss ihm mehr Aufmerksamkeit widmen, auch wenn ich das nicht gerne tue, weil ich es wirklich langweilig finde. Die Freude kann ich schon recht gut im Körper ausdrücken und fühlen und auch die Dankbarkeit, dann kann ich spüren, dass mein Körper entspannt ist. Aber da muss ich noch weiter forschen – vielleicht fühle ich das ja auch alles und beachte es nicht weiter, weil es ja selbstverständlich ist, z.Bsp. wenn unangenehme Gefühle auftauchen, dass man dann einen Klotz im Bauch spürt oder den Knoten im Hals, wenn man traurig ist, oder unruhig ist, wenn man in einer unsicheren Situation ist oder einer gegenüber einen grad nervt.

Vielleicht gibt es da ja noch mehr zu fühlen, von dem ich gar nichts weiß – vielleicht kenne ich sowas noch gar nicht – möglich. Ich bin dankbar wenn ich keine oder wenig Körper-Schmerzen habe, nach dem Unfall – und wenn ich mich körperlich nicht überfordere, dann komme ich mit meinem Körper ganz gut zurecht. Ich habe gelernt was meinem Körper gut tut und welche Grenzen ich einhalten muss und wenn ich das mal nicht tue, dann muss ich mit den Konsequenzen leben.

 

Louise Hay: Fortsetzung: Liebe

Heute habe ich meine Wassergymnastik canceln müssen, weil ich Halsweh habe und nicht riskieren will, dass ich es sich morgen zu einer dicken Erkältung auswächst, denn morgen habe ich Dienst und übermorgen ist die Gruppe, für die ich zuständig bin. Also finde ich heute endlich Zeit für eine weitere Abschrift von Louise Hays Weisheiten [gut eingemümmelt, in 2 Halstücher (darunter ein Kohlblatt – soll Giftstoffe rausziehen) und saufend wie ein Pferd – literweise heißes Zitronenwasser mit Honig und Ingwertee.]

„Wie kann ich Liebe finden! Weiterlesen

Weitergabe von Wissen

Es ist erstaunlich wie viele bekannte Menschen uns begegnen (Virtuell, in Vorträgen, kostenlosen Online-Seminaren, Büchern…. Dalai Lama, Eckart Tolle, Brendon Burchard, Donald Walsch, Katie Byron, Louise Hay, Gregg Braden….u.v.a.) die uns eigentlich immer auf dasselbe hinweisen: Nämlich im Jetzt leben, in der Gegenwart und dass dies der einzige Ort ist wo wir etwas für eine bessere Zukunft tun können, und etwas tun können, um uns von unserer schmerzvollen Vergangenheit zu lösen.

Auch höre, lese ich auf ebenso vielfältige Weise, dass es in unserem Leben nicht um das Materielle geht, dass wir alle eins sind und die Welt ein Spiegel unserer Lebens- und Denkweise ist ….. und dennoch – es scheint so, als glaube das fast niemand. Die meisten glauben (und leben danach), entweder daran, dass sie ewig leben werden, dass nur sie allein wichtig sind, dass sich nie etwas ändern wird, dass sie durch das große Auto, viel Geld auf dem Konto, durch die Mithilfe bei der Ausbeutung unseres Planeten und der Menschen reicher werden, dass sie andere andere übers Ohr hauen können, Verantwortung ausblenden können, oder für immer Schmerz erleiden müssen….. und erkennen nicht, dass alles seine Konsequenzen hat und wir denen niemals entkommen, dass wir immer für alles einen Preis dafür bezahlen werden (oder eben auch wenn wir für andere etwas tun, wir auch den Preis dafür erhalten).

Wir leben nun nicht ewig hier auf diesem Planeten, wir sind keine Einzelwesen und können weiter so agieren, als gäbe es nur uns. Alles hängt zusammen. Keiner und Nichts ist unabhängig.

Trotz aller ständigen Aussagen von Menschen, die sich weiter als die Masse entwickelt haben, mehr Zusammenhänge erkennen können und uns ihre Erkenntnisse weitergeben…, die meisten nehmen keine Notiz davon, wollen sie nicht hören, übernehmen keine Verantwortung – es scheint ihnen egal zu sein und halten an ihrem zerstörerischen Weltbild fest. So traurig!!!

Diese kostenlosen Online-Seminare z.B. vermitteln soviel wertvolles, bleibendes Wissen … Aber die Menschen kaufen lieber teure Ersatz-Dinge; Autos, Immobilien, Schmuck, Gold, Diamanten, SUVs… die vergänglich sind, die im Grunde nichts bedeuten. Es ist für die meisten Menschen so oft nur das wertvoll, was materiell ist und viel kostet. Sie probieren die vielen Lösungsmöglichkeiten nicht aus – obwohl sie nichts kosten – vielleicht ein klein bisschen Zeit und Achtsamkeit.