Im Flow sein…. oder nicht

Seit mehr als einem halben Jahr nun hatte ich Aufwind auf meinem neuen Weg ohne konventionelle Therapie. Ich war – wie man so schön sagt – im Flow!

Der neue Weg floss wunderbar dahin, floss in ruhigen Gewässern. Nun, kam mit der Sperre der für mich notwendigen Krankengymnastik, die erste wirklich ernsthafte Herausforderung – die Bewährungsprobe mitten aus dem Leben. Jetzt wird es sich zeigen ob ich wieder in alte Muster, der Hoffnungslosigkeit, Wut, Enttäuschung, Hader stecken bleibe.

Ja es ist ungerecht, einem chronisch erkrankten Menschen (eben diese notwendigen Hilfestellungen – körperliche -) zu verweigern, die ihn zwingen wieder ständig Schmerztabletten zu nehmen, mit all den bekannten Nebenwirkungen. Und etwas in mir weigert sich zu kämpfen – ich habe einfach keine Lust mehr zu kämpfen, habe genug in meinem Leben gekämpft.

Ich sage mir, dass dies eigentlich ganz „normale“ Gegebenheiten sind, die ganz viele Menschen bewältigen müssen. Ich habe keine Sonderkonditionen wegen meinem Vielesein – es gibt Vielemenschen, die nicht mal wissen, dass sie Spaltungen in sich haben und mit diesen ‚Unbillen des Lebens‘ umgehen müssen, ohne Therapie ohne Beistand. Aber das macht die Sache nicht besser. Mein Vorhaben (schon ein Leben lang) immer das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen – werde ich sicherlich auch jetzt weiter führen. Ich höre ständig Menschen empört über dieses ‚Kranken-System‘ schimpfen, da bin ich nicht allein damit.

Meine Schwester (die ständig von Arzt zu Arzt rennt trotzdem sie stets jede Menge empörende Dinge dort erlebt, jede Vorsorgeuntersuchung wahrnimmt, null von eigener Selbstwirksamkeit hält und gläubig an allen Worten der weißen Gottheiten hängt) meint so grauenhafte Sätze ernst, die da aus ihrem Mund kommen:

„Wir können froh sein, dass wir zu Ärzten gehen können, es gibt Länder…..“ – „Man muss halt den Ärzten in den Hintern kriechen, wenn man was von ihnen will…. “ – „man muss dankbar sein, man ist halt alt, da lohnen sich teure Behandlungen nicht mehr…“ .– „Was soll man machen – ist halt so, dass nur die Ärzte einem helfen können, ich wäre sonst aufgeschmissen.“ Wenn ich solche Sätze höre könnte ich aus der Haut fahren, nie kann sich etwas ändern und zum Guten wenden, solange es solche Menschen mit solchen Meinungen gibt.

Erster Schritt: Ich bau mich mal  schon auf mit konstruktiven, realitätsnahen Zitaten von Menschen, die ich schätze:

„Jede schwierige Situation, die du jetzt meisterst, bleibt dir in der Zukunft erspart.“ 

– Dalai-Lama

Wende dich der Sonne zu, dann fällt der Schatten hinter dich.“ 

– Sprichwort aus Afrika


„Der größte Ruhm im Leben liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“ 

– Nelson Mandela

Es gibt nur zwei Arten zu leben. Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder.

Albert Einstein

„Es ist nicht unbedingt schlecht, wenn dein Leben mal kopfsteht. 

Das ist wie bei Shampoo-Flaschen: Manchmal kommt dann mehr raus.“  ubk.

Zweiter Schritt: Positive Affirmationen und das sich besinnen auf das was in meinem Leben gut funktioniert.

Dritter Schritt: Mit anderen Menschen über dieses „Übel“ zu reden – andere Menschen haben oft auch gute Ideen oder kennen hilfreiche Menschen.

Vierter Schritt: Lösungsmöglichkeiten sammeln!

Fünfter Schritt: Entscheiden, was die beste der Möglichkeiten ist (sauschwer)

Sechster Schritt: UMSETZEN

Verantwortung für das Jetzt

Hab unlängst auf einen Beitrag von  den gebeutelten „Geisterkinder“, einen Kommentar geschrieben – mit ähnlichem Inhalt, den ich aber noch erweitern möchte, weil es mir wichtig erscheint, noch einiges hinzuzufügen.

Ich habe, seit ich weg bin aus der Therapie – große Erleichterung verspürt und auch mich befreit gefühlt. Weiterlesen