Hilfe 3

So oft in letzter Zeit überlege ich ernsthaft, ob ich mir die Arbeit noch antue, die ganzen wunderbaren Lektionen von E. Tolle, (und auch anderen) von denen ich so profitiere – noch hierher zu schreiben. Wenn es doch nur ‚in den Wind geschrieben ist‘ – wenn doch nur alle schlimm Traumatisierten – sie gar nicht nutzen können – weil sie erst ein Pensum an Leiden ‚erledigen‘ müssen, ehe sie aufwachen können, (und manche können es auch nach Jahren nicht, manche sterben auf diesem leidvollem Weg und manche bleiben es bis zum Totenbett).

Wieso kann man nicht helfen? Warum muss man jeden so lange leiden lassen, warum bleibt einem (ebenso wie erfolglosen Therapeuten, deren es so viele gibt) nichts anderes übrig, als sich abzuwenden, sie aufzugeben bis sie evtl. irgendwann in ein paar Jahren oder Jahrzehnten oder vielleicht auch nie, selbst einen Ausgang finden oder endlich durch eine Erschütterung sich endlich öffnen können und annehmen. Diese gequälten Kinderseelen in den Erwachsenen hätten es doch wahrlich verdient.

Jedesmal wenn ich überlege ob ich wieder eine neue Lektion von Wissenden weiter abschreibe und hier im Blog veröffentliche, frage ich mich ob es nicht vergebene Liebesmüh ist, oder ich vielleicht sogar noch mehr Gegenwehr und Widerstand erzeuge damit.

Ich selbst brauche das nicht, ich habe die wesentlichen Inhalte auf CD, auf meinem Computer, auf meinem Mp3-Player, wenn ich unterwegs bin, kann sie jederzeit hören, damit arbeiten und inzwischen habe ich sogar die CDs von Tolle schon an zwei wirklich interessierte Menschen weitergeben können, die mit diesem wertvollen Wissen etwas anfangen können.

Aber jedesmal wenn ich damit aufhören will, denke ich: ach, diese Lektion noch, die ist so wichtig….. und ich fühle, dass diese letzte noch unbedingt hierher sollte, verbreitet werden sollte und hoffe, dass sie irgend jemand nutzt, um mehr Bewusstsein zu erringen und damit weniger Leid aushalten muss. Irgendwie bin ich immer noch verbunden mit den Leidenden, deren Schicksal ich mit ihnen so lange geteilt habe.

Ab jetzt werde ich nur noch selten etwas von diesen positiven Wissen hier veröffentlichen, ich brauche meine Energien selbst, um weiter mein eigenes inneres Wachstum voran zu treiben. Ich habe mein möglichstes getan, um hilfreich zu sein, mehr vom Gleichen, ist nicht unbedingt ein mehr für andere. Es war als Geschenk für andere im Leid gedacht, (das ich ja selbst sehr gut kennengelernt habe), weil ich Gutes gerne teile, aber Geschenke sollte man vielleicht nicht einfach so verteilen, sondern gezielt. Da ich selbst der Meinung bin und es so erfahren habe, dass man wenn man auf dem vorgesehenen Lebensweg wandert (ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch einen speziellen Weg ‚gewählt‘ hat und dafür auf die Erde gekommen ist um dazu zu lernen) einem dann auch die hilfreichen Dinge (wie von selbst zugespielt) begegnen, dass dieses wertvolle Wissen von weisen Menschen, die mir auf meinem Weg geholfen haben, auch Menschen erreichen werden, wenn es denn sein soll und sie offen dafür sind und was Neues in sich reinlassen können.

Wir wissen nichts von den mitgebrachten Aufgaben anderer, wozu sie hier sind, ob sie vielleicht genau das Leid einmal erfahren wollten und daraus lernen, oder ob sie etwas abzutragen versuchen aus anderen Leben. Niemand weiß das – ich weiß nur von mir, dass es offensichtlich meine Aufgabe ist zu Lernen und meine Erfahrungen daraus weiterzugeben zu mir gehört. Warum weiß ich auch nicht. Aber ich spüre es ganz deutlich.

9 Gedanken zu “Hilfe 3

  1. Ich kann deine Gedankengänge komplett nachvollziehen – ging/geht es mir mit meinem Werdegang (so sehr er auch gleichzeitig Unterschiede und Parallelen zu deinem Aufzeigt) doch sehr ähnlich.

    „ich brauche meine Energien selbst, um weiter mein eigenes inneres Wachstum voran zu treiben. Ich habe mein möglichstes getan, um hilfreich zu sein […]“ ist eine sehr treffende Aussage. Auch ich entschied mich schweren Herzens meinen vorherigen „‚Gießkannen-Weg‘ zu verlassen und nun gezielt für mich und diejenigen die meine Erfahrungen als für sich hilfreich ansehen da zu sein.

    Diese Entscheidung bedeutet ja nicht n u r noch auf sich selbst zu achten. Aber sie bedeutet, mit sich selbst sorgsam umzugehen und anderen dann mit Rat zur Seite zu stehen, wenn sie ihn wünschen.

    Aus meiner Erfahrung heraus, sind es umso positivere Erfahrungen mit effektiveren Ergebnissen, die sich aus dem ‚1:1-Austausch‘ ergeben.

    Ich wünsche dir weiterhin von Herzen auf deinem Weg alles erdenklich Gute und dass du einzelne ‚Pflanzen‘ finden magst, denen du mit deinem gezielten Geschenk ein Aufblühen ermöglichst.

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  2. Liebe Pollys, die Informationen zu den Autoren, die du gegeben hast, können helfen, um sich selber die Bücher oder CD’s anzuschaffen. Ich habe einiges davon auch gelesen. Sandra Ingerman und die schamanische Reise fand ich auch sehr gut. Durch diese Lektüre habe ich viel gelernt. Deswegen finde ich deine Berichte hier wertvoll für andere. Auch deine eigenen Erfahrungen sind wertvoll. Ich finde auch deinen Schreibstil gut. Liebe Grüße Susanne

    Gefällt 2 Personen

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