Der weite Weg zu uns selbst

Auf Mias Blog las ich den letzten Beitrag „Selbstentfremdung“  und dachte, mir geht es ähnlich aber in ungekehrter Richtung: ich finde mich täglich mehr selbst. Durch die Beschäftigung mit den Lehren von Eckart Tolle und anderer weiser Vermittler, über das EGO verstehe ich immer mehr, was mich und alle Menschen von sich selbst entfremdet hat und meist noch immer geschieht. Und da wir immer mehr Bewusstsein entwickeln, also merken, dass wir uns entfremdet haben und wie sehr – und wir fortwährend dem EGO auf dem Leim gehen, dann ist schon viel gewonnen, dann können wir es Schritt für Schritt lernen, wie wir unserem wahren Selbst näher kommen können.

Das fortwährende Denken – eigentlich Geplapper – in unserem Kopf, das uns der Verstand/EGO eingibt führt uns fort von unserem wesentlichen Kern. Wir jagen der Anerkennung nach, dem Geliebt- und Gemochtwerden, dem Lob, der Aufmerksamkeit, scheinbarer Lebendigkeit, der Sucht nach positiver Bewertung von Anderen …. und alles, was ich bereits im letzten Beitrag von E.Tolle „Rollenspiele“ geschrieben habe.

Weil wir nicht erkennen, dass wir tausenderlei Dinge am Tag tun, die überhaupt nichts mit uns zu tun haben, sondern wir nur glauben, dass es zu uns gehört, was von uns als Person gefordert, erwartet oder gewünscht wird und wir glauben, dass es zu uns gehören muss. Nicht einmal das, was wir uns selbst wünschen ist das, was unser ureigenstes Wesen braucht. Wir häufen Materielles an, wir tun Dinge, damit man uns anerkennt und mag, (es beruhigt uns, wenn wir Gutes tun), unsere Tage sind voll von Tätigkeiten, von denen wir glauben, sie müssen sein oder wären sinnvoll. Aber all das ist nur oberflächlich, es lässt meist unseren Kern, unser wahres Wesen unberührt und so verlässt uns beinahe nie ein schales Gefühl, dass uns etwas fehlt. Und wir suchen weiter an Orten, wo wir glauben unser Glück zu finden und treffen es nie, denn es ist nicht da wo wir es suchen.

Nichts außerhalb von uns kann uns bleibend glücklich machen – nur wenn wir unbeirrt UNSEREM Innen näher kommen – unserem Kern – sind wir angekommen.

Wir sind hier um zu lernen – nicht um alles schon zu können oder zu haben. Es reicht danach zu streben, immer mehr uns kennen zu lernen, entdecken was uns noch fehlt, und uns freuen über jedes Puzzleteil, dem wir näher kommen durch unser stetiges Suchen und Finden. Wir könnten ebenso gut auch weiter nichts tun – wir würden dennoch – und sei es erst auf dem Totenbett – uns selbst spätestens dann begegnen, wenn alles unnötige zurück gelassen werden muss und wir nackt mit all unserer Essenz, unserer Erfahrungen und dem was wir geworden sind – hinüber gehen.

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Der weite Weg zu uns selbst

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