Zufriedenheit

Mein System hat sich mehr und mehr beruhigt. Ist das nicht schön? Ich wache morgens auf und habe positive Gedanken im Kopf und überdenke die Essenzen des vergangenen Tages durch, und als Erstes fallen mir die positivsten Sachen davon ein. Ich blicke zuversichtlich in die Welt – obwohl ich gestern mal wieder meine Patientenverfügung beim Treffen mit meiner Tochter – von ihr unterschreiben ließ. Da ist mir kein bisschen bange wegen meines fortgeschrittenen Alters und ICH – diejenige die das ganze Leben immer um das Sterben kreiste (endlich alles hinter mir lassen wollte – Sehnsucht danach hatte) ertappe mich bei so Gedanken wie: „Ach, so entspannt – so rund – so schön – so unanstrengend ist mein Leben jetzt, da kann und will ich schon noch ein wenig da bleiben…“ Aber genauso kann ich mit Leichtigkeit auch denken: „…. aber es wäre auch okay wenn ich jetzt ginge, ich bin auch bereit zu gehen.“

Es fühlt sich an – wie endlich angekommen – da wo meine Sehnsucht immer hin wollte: Im Frieden! Trotzdem gibt es immer noch eine Menge zu tun, zu erfahren, zu geben, Neues zu erkunden, ja vielleicht nachzuholen…. das was die meiste Zeit in meinem Leben nicht möglich war: Unbeschwertes, Spannendes, Angstfreies, Schönes, Ruhiges…. und wenn ich nach innen höre ist da nichts mehr was mich ängstigt, dass ich es nicht laut sagen darf, weil sonst das alte Damokles-Schwert mich ereilen wird.

Ich habe offensichtlich den Fluch, den man in früher Kindheit in mich eingepflanzt hat gebannt – ich darf jetzt ohne Leiden leben und die Unebenheiten des Lebens, die noch kommen werden, kann ich als wertvolle Herausforderungen genießen, darf ich weiter lernen von dem Zustand, wie es ist – das unbekannte neue Leben zu erfahren – ein Leben mit Freude, Erfüllung, Ruhe und anderem Wissen.

Wie ist das passiert? Ich habe viel altes Denken losgelassen, dagegen neues gesetzt, hartnäckig die positiven Sichtweisen eingesetzt, nicht nachgelassen meiner Hoffnung zu folgen und ihr Raum zu geben, auf meine leise innere Stimme gehört und alles was mir auf meinen Weg gelegt wurde genutzt – mich geöffnet für all die hilfreichen Dinge, von denen ich hier Beitrag für Beitrag geschrieben habe. Ich habe mutig alles ausprobiert, Zeit investiert an eine Heilung in mir zu glauben, an mich zu glauben und alle alten wohlbekannten Zweifel hinter mir gelassen, die mich rückwärts gewandt wieder in die alten Muster geführt hätten. Ich habe meinen gesunden Menschenverstand benutzt, anderen gut zugehört, anders hinschauen gelernt. Einfach mal alles anders gemacht – ja einfach – denn eigentlich war es gar nicht so schwer, jedenfalls viel leichter, als immer nur zu leiden.

Da wir Menschen uns ohnehin ständig hypnotisieren lassen von seltsamen äußeren Ideen und von stetigen inneren hypnotischen alten ausgelutschten Sätzen – habe ich beschlossen neue Wege zu gehen, zu denken und zu fühlen. Das alte Leben im Leiden hat mir vorgemacht, dass es das wahre ist – ließ mich davon unentwegt beeinflussen und hat so mein ganzes Leben in dieser Richtung bestimmt. Warum sich also nicht vom Neuen beeinflussen lassen, vom Ungewohnten, von der Freude, dem Glück, den anderen möglichen Lösungen beeinflussen lassen und damit sein Leben neu gestalten? Ich sah plötzlich eine Wahl und ich wählte.

Ich darf endlich die Ruhe in mir genießen, die Zufriedenheit, die Liebe zum Leben – ich bin versöhnt!

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