Ich glaub ich bin high

Ja, ich bin derzeit so richtig auf’m Trip – so fühlt sich das an. Der Trip bin ich! Ich bin high von mir und dem was ich derzeit erlebe. Ich habe in einem halben Jahr erreicht, was ich mir nicht einmal vorher vorstellen konnte. Wie soll ich das alles hier niederschreiben um es verständlich zu machen? Die Veränderung die ich nun mit so wachen Innenaugen erlebe, ist eigentlich nicht vermittelbar, weil außerhalb von Worten und trotzdem kann ich sagen, durch meine „Wortfindungsfähigkeit“ meine Fähigkeit durch den Ausdruck in Worten (z.Bsp. hier am Blog und/oder im Gespräch) bin ich zu diesem wortlosen erfreulichen Zustand gelangt. Es ist nicht nur das Schreiben oder Sprechen, das dies bewirkt hat, sondern auch das Verstandenwerden, und das Sich-Selbst-Verstehen.

Meine Dankbarkeit ist unendlich heute (ich weiß sie ist begrenzt, denn noch bin ich gefangen in meiner Menschlichkeit), aber ich spürte und spüre auch das Numinose (das Göttliche als unbegreifliche, zugleich Vertrauen und Schauer erweckende Macht – so steht es in Wikipedia) in all dem was ich im Dialog und Rückschau in den letzten 24 Stunden erlebt habe, durch das hindurchsickernde Erkennen meiner selbst.

Ich fühle mich derart verbunden mit mir, spüre dass da der Weg ist – mit einer Sicherheit, die völlig neu ist – kein sich-in-Frage-stellen mehr – nur große Dankbarkeit für dieses Fühlendürfen, vorher nie gekannt.

Mir ist bewusst, dass dieser Zustand vergänglich ist – vergänglich sein muss, denn er wäre nicht (aus)haltbar in der Dauer. Ich will sie ‚Sternstunden des Begreifens‘ nennen, eines tiefen Begreifens, das mich belohnt hat für all das ehrliche Bestreben mich ernsthaft weiterentwickeln zu wollen und alle Kräfte hierfür zu bündeln. Kein Zurückzucken mehr, keine Schonung mehr, kein Sich-lange-ausruhen auf diesem Weg, den ich da eingeschlagen habe. Es ist eine Stimmung aus der Helden gemacht werden. Es hat viel mit Demut zu tun, mit Offenheit, mit dem Annehmenkönnen von Wissen das mir von außerhalb zufließt – eine Art Gnade.

Ein Zitat:

„Überraschung, Verwunderung sind der Anfang des Begreifens. Sie sind der eigenste Sport und Luxus des geistigen Menschen.

José Ortega y Gasset „

Ich weiß, dass das nicht verständlich ist für Menschen, die es nicht kennen, aber die Freude ist so groß, es muss heraus in die Welt – solange ich es noch in dieser Intensität spüren kann…. eine Ahnung davon vielleicht spürbar machen kann, durch diese so klein erscheinenden Worte, die es eigentlich gar nicht in seinem vollen Umfang transportieren können. Irgendwie mystisch und wahrscheinlich nur fassbar für Menschen, die einen Gott und seine wunderbare Schöpfung in sich hineinlassen können.

Ja, ich bin high – aber nicht im Sinne von Sucht wie es meist verwendet wird – sondern im Sinne von höher. Ich bin auf der Stufenleiter (die nie enden wird) eine Stufe höher geklettert, kann von hier aus mehr sehen und fühlen, das ist Weiterentwicklung!

Und doch fühle ich auch das Süchtige in mir – die Suche nach weiter und weiter – mich suchen und finden, weitergehen, sich immer mehr vervollständigen, dem Geheimnis hinter allem immer näher zu kommen. Gern bin ich auf diese Weise süchtig.

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