Eigenverantwortung

Egal wie schlimm uns unsere Kindheit verstört, kaputt gemacht, wir es wirklich schlimm hatten… Egal wie sehr wir immer noch leiden darunter, wie sehr wir Mitgefühl verdient hätten… Egal ob wir dadurch viele Jahre uns selbst hassten, egal ob wir unseren Selbstwert dadurch verloren haben und unseren Sinn im Leben – trotzalledem sind wir aufgefordert aus dem was wir geworden sind etwas zu machen, unser Bestes zu geben, weiter zu wachsen, unseren Mut einzusetzen oder zu entwickeln, Verlorenes wieder gewinnen, alles einzusetzen was wir haben….

Und wir haben viel Kraft schon mal – wir hätten das sonst nicht alles überlebt – WIR sind der Beweis dafür, dass wir stark sind. Durch unsere Vielfältigkeit auf allen möglichen Gebieten haben wir überlebt und Fähigkeiten herausgebildet, die uns sehr nützlich dabei sein können, dass wir auch das Ganze umdrehen können. Nicht länger die Schwachen, Ausgelieferten, die Spielbälle von Anderen bleiben (Trigger – automatische Reaktion) – aus dem Selbstmitleid herauswachsen, einen Sinn in all dem finden (ich weiß es ist schwer, aber wie wär’s damit, wenn wir unseren Schmerz nicht als alleinbestimmende Größe zu betrachten und stattdessen vielleicht für möglich halten – wenigstens mal versuchsweise – dass es da noch eine größere Kraft als unsere gibt, einen übergeordneten Sinn?)

Wenn wir uns endlich selbst ernst nehmen und uns zutrauen, dass wir all das überwinden lernen können, uns nicht länger abwartend verhalten, bis etwas von Außen uns erlöst (ein Therapeut, eine Methode in der Therapie, eine Klinik, ein Partner, der uns nur genug lieben müsste…. dann…).

Wir können daran arbeiten (mit guter Therapie, wenn wir herausgefordert und hingelenkt werden zu unseren Stärken und nicht stetig all die Schwächen wiederholen aus der Vergangenheit, aber was ich hier lese in den Blogs mit Leuten die in Therapie sind und in Kliniken, dass es nur eine weitere Reise in altes Unglück und Enttäuschung ist). Wir können auch ohne die 50 Minuten-Menschen versuchen, probieren, aus den alten Schleifen rauszukommen, etwas Neues wagen – vielleicht finden wir etwas, das uns ein Stückchen weiterhilft, unserem ewigen Sumpf zu entkommen.

Sind wir DIS und Co. nicht allesamt viel klüger und erfahrener darin was uns hilft als all die theoretischen Fachleute? Können wir uns nicht selber ernstnehmen?… unsere Kräfte bündeln und individuelle Therapie/Lebenstherapie beginnen nach unserem Geschmack und unserer Verträglichkeit?

Nach meinem Glauben, gibt es ein Leben nach dem Tode und natürlich gab es auch ein Leben vor diesem Leben. Wer hat sich schon mal gefragt, ob es da nicht etwas gibt, dass wir uns dieses Leben wünschten (ja ich weiß, ich hing Jahrzehnte an dieser Vorstellung mit Abscheu fest und dennoch), dass wir vielleicht schon viele Leben vorher lebten und nun die tiefe Erfahrung hier suchten ZU LIEBEN LERNEN trotz widrigster Umstände?

Eine wirklich große Herausforderung – aber sind wir Herausforderungen nicht schon seit Kindesbeinen an gewohnt?

Ich glaube an ein Leben vor und nach dem Tode und klingt das nicht nach einem Sinn, warum sollten wir sonst nach dem Tod weiterleben? Ich glaube wir werden lernen müssen hier und drüben. Für mich ist das reizvoll, dass es kein Ende gibt, nur die Ewigkeit und wir immer weiter lernen DÜRFEN, es nicht aufhört – uns immer mehr zu erweitern.

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