Beiträge von anderen

sobald ich Beiträge von anderen Vielen (die in Therapie sind und an sich arbeiten) lese, fällt mir vieles auf, was es zu überdenken gibt. Also danke für all die Inputs 😉

Z.Bsp. Birkes letzter Beitrag in dem sie die Überlegung beschreibt: ob sie ein Arousal-Junkie zu sein. Dabei kommt mir in den Sinn, dass ich auch dazu neige – schnell in Dramen zu rauschen, die vielleicht auch bei mir Ablenkung sind – von all dem, was da unbearbeitet ist. (Und eben grade habe ich in mir nachgefühlt und merke, dass diese Aufregungen der Dramen – mich total lebendig fühlen lassen und Kräfte bündeln, diese Dramen zu bewältigen, und sich dann wenn sie gelöst werden konnten, sich in mir ein gutes Gefühl einstellt, das sich mit dem einen Wort ausdrücken könnte: GESCHAFFT, so als hätte man Gefahr erfolgreich abgewendet.)

Eigentlich ist es ja schon komisch, dass all die „Schrecklichkeiten“ (Verteidiger, weinende hilflose Kinder, böse Gestalten…) nur immer in Hochstress-Situationen und in der Therapie erscheinen. Stress und Therapie (die Hochstress für uns ist) befördern die ‚geheime‘ Vergangenheit zu Tage.

Im Alltag läuft es ja sehr gut – wir sind ein eingespieltes Team – wir sind ja auch sehr begabt unser Leben „auszufüllen“ mit vielen Interessen und Aufgaben, die wir mögen. Da ist viel Abwechslung und vielleicht dient das auch alles zur Ablenkung.

Möglicherweise ist auch die Unruhe bei uns, wenn es uns sehr lange gut geht und Ruhe in unserem Leben ist, dem Mangel an Ablenkung geschuldet. Die Unruhe ist vielleicht ein Zeichen von NÄHE zu den vergrabenen Vergangenheitsinhalten und so sind die selbst gefertigten Dramen nicht mehr weit.

Ich hatte viele Jahre eine Arbeitskollegin (und an ihr konnte ich viel lernen), die von einer Katastrophe in die nächste stürzte. Fast täglich rief sie mich an und sagte gleich am Anfang Sätze wie: „Jetzt fliegt dir das Blech weg“ oder „Setz Dich hin, du wirst es nicht glauben was passiert ist“ oder sie war beim Anruf schon gleich am Weinen und konnte gar nichts mehr wörtlich ausdrücken. Sie war für mich der Inbegriff von ‚Dramaqueen‘ und natürlich war mir klar, dass sie nicht anders konnte. Sie rauschte von Schrecklichem zu immer größeren Katastrophen. Sie erlebte sie ohne Zweifel wirklich, sie zog sie förmlich an – sie lebte im Motto: Schlimm, schlimmer, am schlimmsten – hinein in die Grausamkeit der Welt. Ehrlich – man hielt es kaum aus, aber man hatte auch viel Mitgefühl für sie, sie hatte unglaublich viele Helfer (keine echten, die auch schnell das Weite suchten) immer wieder neue – ein unerschöpfliches Repertoire an unglaublichen „Zufällen“ und immer neuen Helfern. Natürlich war es von ihr nicht gewollt ausgerechnet in solche Fiaskos zu kommen oder doch? Soviel geballtes Unglück war kaum möglich – außer sie wäre verflucht. Sie war wie ein feiner Seismograph oder eine Kompassnadel, die immer auf Schrecklichkeiten gerichtet war.

Ich glaube weder an Zufälle, noch an Fluch (nicht wirklich) oder Pechverfolgte, aber ich glaube an Resonanz (etwas was wir im Innern besitzen, das im Außen genau das anzieht). Und ich glaube an selbsterfüllende Prophezeihung, was für mich heißt, wenn wir von etwas überzeugt sind (auch unbewusst), dass wir das dann auch im Außen anziehen. Und ich glaube auch, dass die 7 Gesetze der Hermetik wahr sind und dass wir die Extreme vermeiden sollen – weil uns sonst die andere Seite einholt (da es immer um Gleichgewicht geht).

Bei dieser Freundin – die ich gerade erwähnte – war es so, dass man möglichst keine andere Sichtweise unterbringen durfte oder konnte – entweder sie redete soviel über das was grade wieder passiert war, dass keine Lücke für anderes blieb, oder sie hörte es sich kurz an, wenn man sie auf andere Themen bringen wollte und sofort danach ging es im gleichen Text wieder weiter. Nein, sie war keine Freundin, da gab es nur sie und ihre Dramen, auch wenn sie sehr gerne anderen half (für mich sind das die Menschen, die ein Helfersyndrom haben und über die – denen sie hilft – immer nur damit (unbewusst) aufmerksam machen, dass sie selber Hilfe brauchen. Aber genau so verhinderte sie echte Hilfe – das war ihr wahres Drama. Ich spreche in der Vergangenheit, denn nach 13 Jahren verabschiedete ich mich von ihr indem ich ihr meine ehrliche Sichtweise vermittelt hatte. Sie rief mich nie wieder an.

Sie hat nie wirkliche Hilfe bekommen – und die Geschichte/Metapher von dem Meister, der zu seinem Jünger sagt, der Hilfe will und doch nicht zuhören konnte:

„In ein volles Glas kann ich nichts füllen“. – Hier der Link zur ganzen Geschichte:

https://www.eagle-vision-communication.de/Metaphern-Geschichten108_Des_Meisters_letzte_Frage.htm

Wir Vielen mit unseren Vergangenheitserfahrungen sind voll damit und es ist schwer, neues Denken da hinein zu bringen. Wir reagieren wie ein Automat auf die Ähnlichkeiten mit den alten Abwehr/und Überlebensmustern.

14 Gedanken zu “Beiträge von anderen

    • Hmm liebe Arkei, ja das ist gar nicht so einfach – gute Frage! In der Geschichte ist Schüler der zum Meister kommt ja randvoll mit all dem, was er gelernt hat, randvoll mit irgendwelchen Gedanken und Ideen und Vermutungen, die er angestellt hat. Und er erzählt und erzählt und erzählt…..jedesmal wird er weggeschickt monatelang….. schließlich hat er alles erzählt und es gab nichts mehr was er NOCH erzählen konnte…. so wurde er still…. Er hat alles ausgedrückt, was er in sich hatte… er war hartknäckig bei seiner Meinung geblieben, dass er vom Meister etwas wichtiges lernen könnte……. (nach der langen Zeit, alles aus sich herauszuerzählen bis alles gesagt war – gab es nichts mehr zu erzählen und er kam zum Meister und er schwieg. Als der Meister merkte, dass der junge Mann schweigen konnte – war er bereit ihm seine Lehre mitzuteilen (manchmal muss man erst alles Bekannte und Alte aus sich heraus bekommen -bevor etwas Neues dort genügend Platz hat, bevor wir es reinlassen können und richtig zuhören.)
      Weißt Du jetzt was man sieht, wenn alles Wasser aus dem Glas getrunken ist?

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      • Ein leeres Glas? Nichts?
        Und was soll mir das sagen?
        Er wurde doch schon belehrt von dem Meister, die Frage kam ja nach der Lehre.

        Ich kann nichts neues lernen, so lange ich mit anderen Gedanken voll bin. Im Falle des jungen Mannes, musste er nur dauernd reden über das alt gelernte, um es los zu werden.
        In echt kann man aber Wissen nicht nicht durch Reden loswerden. Man kann es übers Boot werfen, wenn man merkt, es war nicht richtig, also durch eine neue Überzeugung und neues Wissen. Aber nicht wirklich dadurch, dass man dauernd über das was man weiß spricht.

        Und was kann man davon auf Traumatisierte übertragen?
        Muss ich ganz viel drüber reden und dann sind die alten Überzeugungen der Anteile weg? Ich denke irgendwie nicht. Erst wenn die Anteile neues gelernt haben, dass es auch ohne Gewalt geht, man sie überzeugt, dass es wirklich Hilfe und das Gute gibt, erst dann beginnt ein Prozess, wo sie altes los lassen können.
        Umgekehrt geht es ja nicht wirklich.
        Oder liegen wir so falsch?

        Klar man muß das alte los lassen um etwas neues in die Hand zu nehmen. Klar man kann erst dann etwas neues in das Glas Gießen wenn es leer ist.
        Aber wie soll man los lassen, wenn man noch immer mitten im altem ist, als traumatisierter Anteil? Also in der Praxis meine ich, nicht in schlauen Metaphern, die sich irgendwie nicht so ganz übertragen lassen auf uns.

        Wäre es einfach so möglich, dann wären alle Blogger irgendwann gesund, nur weil sie immer wieder von den Dingen schreiben.
        Therapie, wo nur geredet wird, funktionieren bei Trauma aber nicht – so hab ich immer wieder gehört. Aber wieso nicht?
        Weil Trauma im Stamhirn eingebrannt ist damit man, falls wieder etwas Trauma-bekanntes auftritt, man ohne zu überlegen richtig reagiert. Voll automatisch, wie das schließen der Augen, bevor ein Ast einem ins Gesicht fällt.
        Und da, kommt man nur über den Körper ran – heißt es…

        Lange Rede, kurzer Sinn… Oder?

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      • Hmm liebe Vergißmeinnicht, Du reagierst genau so wie der junge Mann – er erzählt und erzählt….. z.B. was er weiß und in Deinem Fall (wie Du es gerade machst) Du erzählst warum etwas nicht geht, Du weißt schon durch Dein angesammeltes Wissen warum etwas nicht geht, warum Du keine Lösung finden kannst ….. aber genau das meint die Metapher, solange man ganz viel Erklärungen wie was nicht geht im Kopf hat, solange ist für andere Lösungen kein Platz – Erst muss man leer werden, damit etwas wirklich Neues – eine neue Lösungen – möglich wird (außer der alten Denke). Und das Glas ist dann leer, wenn man sich auf verschiedene Arte (nicht nur durch erzählen wie in der Geschichte) der alten Sichtweisen entledigt. Das meint diese Metapher. Reden reden reden – aus sich herausreden ist durchaus eine Möglichkeit (aber es gibt viele Arten des Sichleermachens) die übliche ist reden und das ist nicht immer die Beste. Menschen, die ständig das Gleiche erzählen und erzählen und erzählen – merken irgendwann, dass einfach immer wieder reden darüber was sie schon wissen – letztlich nichts bringt und wenn sie an dem Punkt sind, dann können sie auch zuhören und sind für anderes und neues offen. So ist m.M.n. diese Metapher gemeint, aber ist natürlich auch übertragbar auf andere Dinge, die man ständig auf Teufel komm raus wiederholt (z.B. von einer Katastrophe in die andere rauschen, deshalb habe ich auch diese Metapher gewählt). Mehr desselben bringt immer das gleiche Ergebnis und nichts Neues. Metaphern kann man nicht so wörtlich nehmen, man muss auf eine Metaebene gehen und nicht vordergründig schauen. Um Neues tun zu können, muss man auch Neues zulassen und nicht nur die alten Wege gehen. Man kann das – bei Metaphern ist das oft der Fall – auch lernen dadurch, dass man etwas bis zur Vergasung macht, bis endlich derjenige kapiert, dass es nix bringt immer dasselbe zu machen und ein anderes Ergebnis zu erwarten.
        In meinem Fall ist das genau so passiert – wie oft habe ich Therapie versucht und es ist immer nur alles schlimmer geworden und ich wollte es einfach nicht glauben, weil mein „altes Wissen“ (Therapie muss doch helfen, hilft doch anderen auch….) dachte, Therapie hilft auch mir – weil es doch auch (vielleicht) anderen hilft oder weil die Psychologie ständig davon berichtet. So bin ich nach meinen Unfall wieder in die alte Falle gegangen bin und habe viel Energie umsonst in diesen Weg gesteckt, der mir nichts gebracht hat, bzw. die weise Erkenntnis, dass ich in meinem Fall vielleicht eine andere Lösung brauche.
        Und das leere Wasserglas ist für mich super – das Nichts ist nämlich nicht nur nichts – sondern es gibt Raum für Neues.

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      • Nachtrag: Du siehst liebe Vergißmeinnicht, Metaphern haben immer einen persönlichen Bezug zu dem der sie hört, wo einer steht – in meinem Fall (und ich habe sie ja zitiert) bringt sie mich ganz nah zu meinem angestrebten Ergebnis – neue Wege – zu suchen (jenseits der Therapie). Würde ich noch in Melinas Blog schreiben, hätte ich diese Metapher wahrscheinlich nicht zitiert, da war ich noch im alten Denken verfangen. Und übrigens, das Blogschreiben ist nicht nur hilfreich, weil man immer dasselbe schreibt und erzählt – genau das Gegenteil ist der Fall, denn es kommen immer wieder neue Aspekte mit rein, durch die Kommentare der anderen (jeder ist ja anders) und dem Lesen anderer Blogs, den erwähnten „Inputs“ von anderen Beiträgen, wie ich es ja anfangs in diesem Beitrag ja schrieb. Würde man nur einen Blog schreiben und die Kommentarfunktion ausschalten – oder nur die like-funktion lassen und keine anderen Blogs zum Thema lesen, so wäre das nur eine ständige Wiederholung des Alten. Aber so lassen wir doch auch neue Sichtweisen bröckchenweise von anderen zu und meine Erfahrung mit Blogschreiben ist genau dies und deswegen auch hilfreich für mich.

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      • Die Frage ist nur, wann findet man DAS neue, dass einem dann tatsächlich hilft. Vielleicht sucht man sein ganzes Leben lang und sieht am Ende, die Suche ist lediglich die Ablenkung von dem was da jetzt ist… Suche ist der Inhalt jeder Suchterkrankung und diese ist nichts weiter als eine Flucht vor dem was Da IST.

        In der Therapie und Fachliteratur haben wir das mit der Vermeidung nun oft genug gelesen.
        Ich kann es verstehen, tun wir doch oft genug nichts anderes. Wir suchen gerade auch nicht nach Therapie, weil wir nicht glauben können, dass diese wirklich hilft. Es wird schlimmer wenn man Therapie macht, weil man dabei gezwungen ist dem Schrecken und dem was ist, ins Angesicht zu sehen. Das ist alles andere als leicht.
        Ich kann eure Entscheidung darüber verstehen, ebenso wie die Suche nach anderen Wegen, die funktionieren ohne dass es euch schlechter geht, ohne dass man dem Horror ins Auge sehen muss.

        Und solltet ihr was finden, wäre ich die erst, die es ausprobieren würde.
        Also haltet uns weiterhin auf dem laufenden.

        Alles Liebe euch ❤️

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      • Ja, alle Wege bergen ein Risiko und selbst wenn man sich nicht bewegt kann das falsch sein – Leben ist nun mal Bewegung, alles verändert sich und wir auch – wenn wir Glück haben und unsere Sucher gut eingestellt sind, verändert sich etwas so dass es besser wird (wahrscheinlich in kleinen fast unmerklichen Schritten und hoffentlich nicht mit Bomben). Aber immer das gleiche tun halte ich für die falsche Lösung. Und ja vielleicht suchen wir ein Leben lang nach dem was hilft, das erinnert mich an den Beitrag in Melinas Blog vom Sisyphos.
        Aber dazu lernen tun wir sowieso bei allem was wir tun. Es könnt ja auch sein, dass alles zusammen was wir gelernt haben uns weiterhilft.
        Euch auch alles Liebe 💕

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      • Wisst ihr, bevor wir mit der Therapie begonnen haben, sind wir diese Wege mit Frequenzen, Ernährung, Entgiften usw gegangen. Sie sind gut, doch an einem gewissen Punkt ging es nicht weiter, weil unser Innenleben es immer verhindert hat. Wir haben diverse Jahre keine Therapie gemacht und diese ganzheitliche Sicht gehalten, bis es völlig zusammenbrach und wir wegen Suizidalität in der Klinik landeten. Erst so haben wir wieder mit Therapie angefangen, eigentlich wollten wir es gar nicht aber es gab kein Ausweg…
        Körper Reinigung führt leider auch zu alten Themen. Körper, Geist und Seele sind nämlich wirklich eins. Es ist nur eine andere Ausdrucksweise eine andere Sprache aber mit dem selben Inhalt.
        Daher ist es egal wo man beginnt man kommt irgendwann immer zur Ursache und das ist nun mal die Trauma Story …
        Das ist jedenfalls unsere Erfahrung nach all diesen Wegen, die wir irgendwann nicht weiter gehen konnten …

        Und nun stehen wir wieder da, ohne Therapie und auch ohne das ganzheitliche umsetzen zu können. Wo ist der Ausgang? Wo der Weg, der wirklich hilft?

        Die Hoffnung ist weg, bis auf die Hoffnung auf Gott und seine Erlösung. Ich weiß jedenfalls echt nicht mehr weiter.

        Aber wir lesen hier vielleicht findet ihr etwas. Leben ist Bewegung und Stillstand der Tod. Stimmt! Und wir sind in diesem Dazwischen gefangen, nicht wirklich in Bewegung, denn sie wird dauernd ausgebremst. Aber auch nicht im Stillstand denn dazu ist doch zu viel Lebenswille in uns…

        Hoffe, ich habe nicht zu verwirrt geschrieben?
        Alles Liebe euch ❤️

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      • Hey Ihr Lieben, das dürft Ihr nicht schreiben, das ist MEINS – Wort für Wort ;-)💗 und ich habe vieles von dem „Neuen“ hier auch früher gemacht (und bin nach dem Scheitern „zurückgekehrt“ weil es besser war, als diese Quälerei in der Therapie) Ehrlich diesen ganzen Kommentar, den Du da schreibst ist Wort für Wort auf mich zutreffend, könnte ich oder habe ich auch immer wieder ausgesprochen.
        Jetzt sag ich mal was frevlerisches: Was wenn es nur das JETZT gibt, nur das LERNEN, wenn es nur darum geht? Nicht um die Erlösung? Sieh Dich um, wer ist denn hier auf unserer Welt glücklich? Wer ist schon erlöst? Und wenn da einige in mir recht haben, wenn sie denken, es geht um unseren Auftrag zu erfüllen, um zu lernen, uns zu bewähren? Vielleicht gibt es keinen Ausgang? Oder vielleicht ist das ein Irrtum zu glauben anderen geht es besser? Nein, Du hast mich nicht verwirrt – im Gegenteil – ich finde es toll, dass Du ganz ähnliche Sichtweisen hast und sie mit mir teilst. DANKE!

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      • Gerne doch.
        Dachte, das ist bloß sehr deprimierend… Dass ihr so ähnlich denkt und ähnliches erlebt habt, hätte ich nicht gedacht.
        Ich weiß nicht ob Menschen wirklich dauerhaft glücklich sein können in diesem System. Manche scheinen nach außen so, dass sie glücklich sind und sagen das. Vielleicht aber nur deshalb um für ihre Methoden zu werben… Der Schein trügt so oft…

        JETZT lernen… Würde ich gerne, doch ich bin Schach Matt. Leider platt und zu kaum noch etwas fähig. Es wundert mich regelrecht, dass ich irgendwie etwas Elan für die Organisation der Selbsthilfe-Gruppe erbringen kann. Aber irgendwie fehlt mir der Glaube daran, dass das was werden wird. Meine Hoffnung ist ganz unten und die Überforderung groß…
        Wenn man so im Loch steckt, dann hat man kein Interesse zu lernen. Alles scheint egal und unwichtig zu sein. Dinge die einen die Existenz kosten können, selbst diese bleiben liegen… Um zu lernen braucht man Hoffnung und Elan und Neugier. Ich weiß nicht wieso es mir an diesen Dingen gerade so mangelt.
        Ihr seid wenigstens wieder auf der Suche. Wir haben es versucht, aber es wird echt gleich wieder selbst sabotiert.
        Echt, da ist es gar egal, dass man sein letztes Geld für ein Transformations-Kurs ausgegeben hat, man schaut es trotzdem nicht. Immer nur vermeiden, weglaufen, ablenken, nichts tun…
        Und Hilfe nicht in Sicht, nicht wirklich jedenfalls.
        Also doch ich hoffe und glaube an den Ausgang Gott. Sonst bin ich verloren…

        Ich hoffe bei euch ist es besser. Ihr sucht und lernt, das ist gut, sehr gut.
        Wir senden euch viel Kraft dafür. ❤️

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      • Hey, Du weißt tief drin schon was Dir Deine Kraft nimmt – da bin ich ganz sicher. Ja, Hoffnung – wenigstens eine kleine braucht man schon, die muss man irgendwie ausgraben – freilegen…. Gestern hatte ich mich zu einem kostenlosen onlinekurs angemeldet und ihn gemacht (1 Stunde mit Teal Swan „Befreiung durch Selbstliebe“ – ja ich weiß so ein verhasstes Thema und wenn es nicht angekündigt gewesen wäre mit dem Satz „Bist Du auch Viele?“ – hätte ich mich wahrscheinlich gar nicht eingeschrieben) da wurde ich neugierig und wollte doch mal reinhören (und auch noch bei einer so schönen, attraktiven Frau, das konnte ja was werden….). Ich bin die ganze Stunde dabei geblieben, habe sogar die 2 kurzen Meditationen mit gemacht, mitgeschrieben und obwohl mir einiges bekannt war, es hat mich dennoch motiviert und ich bin einer Kleinen in mir begegnet, die ich noch nicht kannte. Die ist jetzt hier und wird umsorgt von mir und ich habe Kontakt und ihr versprochen, den zu halten.
        Diese Frau – wirklich wunderschön – fast leuchtend – mit einer wunderbaren Ausstrahlung – auch als Kind Gewalt und Missbrauch erlebt und gibt so überzeugend weiter, was ihr geholfen hat, was sie gelernt hat, was jeder tun kann….. Schon wieder ein Stück Weg geht es weiter, eine kleine Eroberung, ein klitzekleines leuchtendes Zipfelchen von Hoffnung wie es weiter gehen kann. Ich hatte einen intensiven Dialog in der 1. Meditation mit ihr – als die Kleine auftauchte, die so gern Süßigkeiten ist und sie erzählte mir warum sie die braucht. Ich hörte ihr zu und schlug ihr vor statt der Süßigkeiten das ab jetzt zu geben, was sie stattdessen braucht (das tat ich dann in der 2. Meditation). Danach malte ich sie und sie verriet mir ihren Namen (Biri) und sie war mir sehr sympathisch und ich schloß sie in mein Herz und ich widme ihr Zeit, wenn sich ihr Hunger nach Süßem meldet und auch zwischendurch. So geht es wieder ein Stückchen weiter, und Seminarleiterin hatte sehr gut und verständlich erklärt wie das mit der Abspaltung funktioniert. Und ich glaub ihr auch, dass wohl so ziemlich jeder Mensch hier auf dieser Erde viele Abspaltungen hat, immer dann wenn wir z.Bsp. ein Grundbedürfnis in der Kindheit nicht erfüllt bekamen, spalteten wir einen Teil von uns ab, weil wir ihn nicht fühlen wollten und machten eben weiter ohne diesen.
        So wie wir das schon seit langem wissen, aber ich freue mich immer, wenn jemand das so unspektakulär und richtig verständlich weitergeben kann. Ich kann hier nicht alles erzählen, was ich in der Stunde erlebt habe. Ich wollte das nur unter Deinen Kommentar schreiben, weil Du so hoffnungslos klingst und vielleicht kannst Du wieder Mut fassen Neues ins Auge zu fassen. Selbst das Alte hat neue Seiten, denn Du bist anders inzwischen, und auch das Alte hat mehrere Seiten und Möglichkeiten. Viel Glück und Mut und Aufraffung beim graben. 💝

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      • Danke euch, auch für die Mail und die Empfehlung, ich schaue da rein.
        Abspaltung im Sinne der DIS geht aber nur durch Trauma. Es ist ja eben nicht jeder Viele.
        Natürlich kann man Bedürfnisse oder Wünsche abschalten, wenn diese nicht erfüllt werden können. Unerfüllte Grundbedürfnisse gehen allerdings bereits in Richtung Vernachlässigung und sind bereits traumatisierend. Allerdings erst wenn sie dauerhaft nicht erfüllt werden, obwohl sie lebensnotwendig sind.
        Ich glaub nicht, dass bereits Abspaltung entsteht, nur weil man mal etwas nicht bekommt, aber sonst alles gut ist. Und ich persönlich glaube auch nicht daran dass jeder DIS hat und Viele ist, sonst würden wir nicht so extrem aus der Reihe tanzen in unserem sosein.
        Denke viel mehr, dass Dinge die man zurück stellen musste in dem innerem „Kind“ als Gefühl gespeichert werden und dieses wird vom Erwachsenen verbannt. Aber das ist kein VIELE sein im Sinne von DIS.
        Ich seh mir das Video nachher gerne an, bin schon gespannt.

        Was du beschreibst mit Biri, das erlebte ich immer wieder in den inneres Kind Übungen. Aber auch so, als ich im innen Gespräch zum Thema Essen war.
        Eine kleine ist bei uns auch der Meinung, Süßigkeiten sind das einzig schöne in ihrem Leben…

        Das ist echt traurig, aber ja, so war es leider…

        Danke der Wünsche und alles Liebe euch

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    • Liebe Arkei, reden ist eine Möglichkeit das Glas leer zu kriegen…. nur eine von vielen – z.B. kann man auch malen um sich auf diese Art auszudrücken oder laut singen, oder schreien, oder boxen lernen …. irgendwas, was die Spannung aus Dir rauslässt und Deine Angst. Überleg mal was da möglich wäre, wenn reden nicht geht. Ich habe z.B. Innens, die auch immer wollen, dass alles so bleibt wie es ist und wehe ich verändere mal was dran, was die nicht wollen, dann drohen sie mir – sogar mit dem Tode. Aber ich habe festgestellt, dass wenn ich „heimlich“ was mache, was sie nicht mitkriegen, dass das geht. Meine Droher z.bsp. verstehen nicht meine Geschichten, die ich schreibe (wahrscheinlich sind sie zu doof dazu) und so kann ich in den Geschichten schreiben, was ich will ohne dass die was merken. Versuch mal heraus zufinden was bei Dir geht, was bei denen die Dir drohen (wenn Du was erzählst) was sie nicht verstehen, schlag ihnen ein Schnippchen. Weißt Du die Droher sind von früher und sie machen seit so vielen Jahren immer das selbe, sie kennen nix anderes und sind nicht besonders clever – da bist Du viel cleverer.

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