Ablenkung – Österliche Gedanken

als ich grad Wechselweltens neuen Beitrag las, dachte ich: Ja, das kennen wir – nur zu gut. Ablenkung hat in schwierigen Innenzeiten ( und auch Aussenzeiten) sehr geholfen. Aber Ablenkung wovon – wofür – warum…..?

Darauf kommt es an, kam es bei mir immer an. Ablenkung war gut um im Chaos ein wenig Ruhe und Gelassenheit reinzukriegen. Ablenkung fühlte sich oft wie anhalten, Zeit-dazwischen einzulegen an (bevor der Sturm uns umgefegt hat). Ablenkung war gut um Distanz zum beginnenden Horror zu kriegen.

Wofür aber? Gute Frage! Etwas hinauszuzögern, was man nicht will, aber schon erahnt, dass es mehr als ungemütlich wird – weil es zurück in die Horrorwelten, in die Horrorzeiten der Erinnerungen führte, was man vermeiden will – oder nicht?

Oder setzen wir da unsere Qualen von Früher nur fort, weil wir es nicht anders kennen, weil wir es gewohnt sind – ein Leben lang unter Qual zu leben?

Ist es nicht wie ein Sog? War es nicht immer wie ein Sog in die früheren Welten zurück? In die früheren – ach so bekannten „Heimatgefühle“ zurück?

Aber jetzt wo ich diesem Sog entronnen bin (durch rechtzeitiges sich entziehen, durch das Therapieende) frage ich mich ob dieser Sog (der durch die Therapie ausgelöst wird) nicht etwas birgt, was uns von Heilung immer mehr entfernt.

Wir sind als Menschen gut ausgestattet – mit Selbstheilungsmechanismen – nicht nur bei Traumen durch die Spaltung, Zerstückelung der Ereignisse des Traumas, der genialen Amygdala …. Wir sind auch bei Unfallgeschehen fähig heftige Schmerzen im Körper unfühlbar zu machen, bei Schlägen in der Kindheit…. Wir können uns abschotten gegen unaushaltbare Erinnerungen…. Unser Körper  (und unsere Seele) heilt Verletzungen wenn wir Wunden haben, unser Körper heilt von Krankheiten…. und und und…

Was ist also falsch daran, den Weg gehen zu wollen, der all die Verhinderungsmechanismen wieder rückgängig zu machen? Ist das sinnvoll? Ist dieser Sog (ich nenne es inzwischen Sucht) wirklich hilfreich? Hilft es wirklich, die Selbstheilungsmechanismen rückwirkend wirklich außer Kraft zu setzen, weil wir diese Sehnsucht nach jemanden – unerfüllt in uns tragen – der uns endlich hilft (und der von außen kommt) und das tut, was wir als Kinder so sehr vermisst und gebraucht hätten?

Von Außen – wo wir doch im Innern alles zur Verfügung haben was wir brauchen?

Dieses im Außen die Erfüllung zu finden, nach ihr zu jagen, sieht man überall auf vielfältige Weise (das größere, schnellere Auto, die nächste Million, die Karriereleiter höher, nach Anerkennung [(auch des früheren Leids]….) macht uns das zu glücklicheren Menschen? Wirklich?

Ist es nicht ein Trugschluss zu glauben, wenn wir die Vergangenheit heilen (sie nochmal durchleben), dass wir dadurch die Zukunft verbessern oder das Jetzt? Wäre es nicht besser die Vergangenheit anzunehmen, und für möglich halten, dass es einen Grund gab (den – zu lernen z.B.) warum wir ausgerechnet dieses Leben wählten? Dazu ist allerdings der Glaube an etwas Höheres nötig, der Glaube an einen Gott, einen Gott in jeden von uns, der Glaube daran, dass da mehr ist, als unser kleines Hirn begreifen kann.

13 Gedanken zu “Ablenkung – Österliche Gedanken

  1. Zitat
    „Ist es nicht ein Trugschluss zu glauben, wenn wir die Vergangenheit heilen (sie nochmal durchleben), dass wir dadurch die Zukunft verbessern oder das Jetzt? Wäre es nicht besser die Vergangenheit anzunehmen, und für möglich halten, dass es einen Grund gab (den – zu lernen z.B.) warum wir ausgerechnet dieses Leben wählten? “
    Ich sage Nein!(spreche nur für mich[eine von uns]) es ist kein Trugschluss. Denn um die Vergangenheit annehmen zu können,muss ich sie ja erst mal richtig kennen und um sie zu ergründen,braucht es das integrieren,um zu integrieren braucht es das „durchleben“. Und damit verändere ich nicht die Zukunft oder das Jetzt,sondern das ICH .und klar kann ich die Vergangenheit nicht mehr ändern,aber ich kann dadurch lernen damit zu LEBEN!so jedenfalls meine Hoffnung…. klar ist es hart und wahrlich kein Spaziergang,aber vllt. hilft es das das ICH dann hoffnungsvoller in die Zukunft schauen kann!

    Du schreibst….“dass es einen Grund gab (den – zu lernen z.B.) warum wir ausgerechnet dieses Leben wählten? “
    Haben wir „dieses Leben“ wirklich gewählt? Oder wurde es von anderen bestimmt?
    Lg K.

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    • Nun, liebe Anmati, das sind Fragen, die ich mir gestellt habe…. jetzt da ich nicht mehr in Therapie bin, kommt mein früheres angebunden sein – an das Spirituelle wieder zum Vorschein (für das während der Therapie kein Platz mehr war, weil es da nur noch ums Überleben ging… Ich fragte mich das natürlich nicht während der Therapie, denn ich müsste ja schwachsinnig sein oder eben völlig zerrissen werden, wenn ich das getan hätte, denn konventionelle Therapie heißt nun mal – alles nochmal durchleben und die Hoffnung zu haben, auf diese Weise heiler zu werden.
      Inzwischen glaube ich, dass alles was wir noch nicht als heil empfinden, ohnehin noch da ist – in uns und wir damit gelernt haben umzugehen – egal ob wir wissen was es war oder was es ist, was uns so reagieren lässt, wie wir es tun. Und inzwischen denke ich, dass wir es wohl nie endgültig wissen werden, was im einzelnen damals war. Und inzwischen glaube ich auch nicht mehr, dass es notwendig ist. Das Wissen allein ändert ja nichts, ändern lernen wir doch nur, wenn wir nicht mehr automatisch das weiter machen (z.B. den Schmerz von damals wieder und wieder aufsuchen – ihn erneut suchen) was jetzt keinen Sinn mehr ergibt.
      Zu Deiner letzten Frage…. um sie zu beantworten muss man an das Spirituelle, an das Höhere glauben können, denn ich glaube an einen guten Gott und nicht an einen bösen und der lässt keinen anderen Schluss zu, dass es einen Sinn geben muss in all dem. In all meinen Therapien sind nie Fragen an etwas Höheres als uns vorgekommen, Therapie wie ich sie kenne, schließt Gott sogar aus…. mir hat mal jemand mitgeteilt im Blog, dass man sogar der Kasse gegenüber sowas nicht erwähnen dürfte, wenn eine Therapie den spirituellen Aspekt mit rein brächte, dann würde unser Kassensystem die Therapie gar nicht genehmigen. Klar dass Therapie dann irgendwie gottlos ist. Ich glaube an Reinkarnation (die einzige Logik die übrig bleibt für mich – in der Natur geht nichts verloren, alles wird verwandelt, es gibt keine Zufälle – wenn man eine Blume betrachtet, so ist sie perfekt – so etwas entsteht nicht aus Zufall und wir Menschen auch nicht)
      Klar ist, dass die noch mittendrin sind in der Therapie – nicht in dieser Richtung suchen – das schließt sich beinahe aus (müsste es eigentlich nicht). Deshalb habe ich auch einen neuen Blog gemacht, weil er irgendwie zu dem alten Weg (unbedingt allein dadurch geheilt zu werden) nicht mehr passt. Was nicht heißt, dass ich dieses letzte Scheitern in der Therapie nicht noch gebraucht habe – vorher hätte ich hier in diesem Blog „Pollys Leben ohne Therapie“ nicht landen können.
      Viele Wege führen nach Rom – heißt es – ich maße mir nicht an, einen Weg schlecht zu finden oder alleinseligmachend. Jeder Weg (und auch wie lange wir darauf wandern, ehe wir vielleicht abbiegen oder nicht) hat seine Berechtigung – denke ich. Auch Umwege sind Wege 😉 und ich bin viele, viele Umwege gegangen.

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      • Liebe Melinas,
        Wir kennen jene Therapien von denen du sprichst und da ich davon weiß, habe ich ein gefällt mir gegeben. Ich kann nur für unsere jetzige (gedanklich war es unser letzter Versuch nach 8 gescheiterten Therapien, wie ich wohl schon geschrieben hab) Therapie sprechen und wir haben in dieser Therapie unsere Spiritualität wiedergefunden, die wir davor verloren hatten. Ebenso gibt es für uns nicht die Wahl Therapie oder alternative Heilmethoden, sondern es ergänzt sich für uns wunderbar. Allerdings nur bei dieser Therapeutin. Wir können dich also sehr gut verstehen, warum du es so siehst, wie du es siehst. Unsere Thera ist eben wie ein Sechser im Lotto. Wir sind überaus dankbar und zugleich traurig, dass es nicht selbstverständlich ist, mit der Klientin deren Heilungsweg zu finden und sie zu unterstützen ihr eigenes Wesen zu entwickeln. Das macht meine Thera, die sich Jahre dagegen wehrte „state of the art“ Traumatherapie mit uns zu machen, also sich wehrte über uns zu bestimmen, was wir brauchen. Wir danken ihr dafür, das wünsche ich allen die Traumatherapie machen so und weiß, es ist eine große Ausnahme. Leider.

        Zu deiner Aussage, dass es einen Sinn hat, was wir erlebt haben, bin ich nur tlw. deiner Ansicht. Ich denke, dass ich wohl die Eltern oder Familie wählte und damit die Gefahr zu erleiden, was ich erlitt, allerdings haben auch meine Eltern die Möglichkeit freier Entfaltung und Wachstum generell gehabt. So hätten sie an der Aufgabe Kinder zu haben auch wachsen können und eigenes Leid vermeiden wollen, statt es auf die Spitze zu treiben. Hätten sie ihr eigenes Leid erkennen können, wäre mein Leben evtl. nie ein „unser“ Leben geworden. …..
        Ich will sagen, dass das Leben so viel Unerklärliches für uns bereit hält. Weshalb habe ich diese Thera gefunden, als ich aufgeben wollte und du hast keine gefunden, die dir weiter helfen konnte? Weshalb bin ich niemals schwanger geworden, obwohl es in jungen Jahren durchaus Möglichkeit gegeben hätte und ich nicht immer versucht habe es zu verhindern. Du aber hast eine Tochter. … Und daran glaube ich, dass letztendlich das geschieht, was für uns am Besten ist, wenn wir in Verbindung mit unserem Innen, dem Universum, Gott, oder wie auch immer man es nennen mag, sind.
        Ich bin sehr dankbar für deine Anregungen, weil sie uns neben Therapie weiterhelfen. ….. Höre seit gestern öfters die Solfeggio Frequenzen und irgendetwas bewegt sich …. wir warten ab.
        Danke für deinen neuen Blog. Es freut uns zu lesen, dass sich dieser Weg gut für dich anfühlt. 😃🌷
        Ganz herzliche Grüße
        „Benita“

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      • Ja, liebe Benita – wir haben oft im Laufe der Jahre (das sind es inzwischen, Du warst eine der ersten, die ich kurz nach dem Einrichten des Melinas Blog gefunden habe) Ähnlichkeiten entdeckt…. und auch Unterschiedliches. So habe ich eigentlich bis zu meinem Unfall mich immer mit Spirituellem beschäftigt und unser Glaube war meist unerschütterlich. Doch der Unfall hat uns aus der Bahn geworfen und wir haben geglaubt, wir schaffen es nicht alleine und so haben wir unseren Weg verlassen und haben wieder (nach so langer Zeit) nach Therapie im Außen gesucht und nicht gefunden – aber meinen alten Weg jetzt wieder eingeschlagen. Und wir haben lernen müssen, dass wir darin stark sind: im Allein-Gehen – unserer Stärke zu vertrauen, die ich meinem Trotzdemleben verdanke, die durch diese Eltern sehr gefördert wurde – die Beste Förderung ist wohl, wenn man permanent mit dem Tode bedroht wird, da wächst man über das normale Maß hinaus. Diese Stärke ist mein Geschenk geworden. Es war wohl so geplant, dass ich diese Stärke entwickle – wofür auch immer.
        Ja, ich stimme dir sehr zu, dass es ein Geschenk der anderen Art ist – so eine Therapeutin als Wegbegleiterin zu haben, Du bekamst dieses Geschenk und ich meine Stärke, die durch das Mutterwerden und -sein noch größer wurde. Auch diese Lehre hat mich mordsmäßig herausgefordert stark zu werden, denn die Liebe (und der Tod) sind wohl die größten Herausforderer in dieser Welt.
        Danke, dass Du immer noch da bist!!!
        Herzliche Grüße
        Melinas und Pollys

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      • Ob es die beste Förderung ist ständig mit dem Tod bedroht zu werden als Kind möchte ich eher bezweifeln. Vielleicht ist es eine gute Förderung für alte Seelen, die schon so viel erlebt und gelernt haben, dass sie besondere Erfahrungen in diesem Erdenleben suchen um weiter zu wachsen. Uns hat die alltägliche Todesbedrohung hart gemacht damals, stark sicher durch die Entscheidung die Gewalt zu überleben, denn auch Kinder können sich für den Tod entscheiden, statt weiter zu kämpfen. Ja, auch wir haben ein trotzdem leben in uns. …. Ja, Liebe und Tod sind die größten Herausforderungen, da hast du so Recht.
        Auch ich freue mich, dass wir noch immer gerne bei euch liebe Melinas und Pollys lesen. 🤗💖
        Alles Liebe
        „Benita“

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  2. Danke für deine Antwort. Es ist eben die Meinung von K.
    Sie wollte deinen Weg nicht in Frage stellen oder gar schlecht reden,aber sie tut gern ihre Meinung zu Themen kund. Ich finde es toll das du einen ,für dich besseren Weg, gefunden hast.

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    • Das wurde auch Zeit…. 😉 – ich will keine Umwege mehr machen – Anmatis oder K – ich habe Euren Kommentar völlig okay gefunden. Ich wünsch Euch allen den besten Weg, möge er nicht so schwer werden!

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  3. „Von Außen – wo wir doch im Innern alles zur Verfügung haben was wir brauchen?“

    Also bin jetzt nur zufällig drüber gestoßen dass du unseren Artikel als Grundlage genommen hast. Und kein Plan wie oder was du gelesen/verstanden/wahrgenommen hast, aber ernsthaft wenn du Gewalt als das Mittel zur Selbstheilung betrachtest?!
    Das Außen war brutal. Das Außen war mit ständiger Todesangst und Todesnähe verbunden. Wenn wir uns heute gegen Impulse der (Selbst)Zerstörung wehren betrachtest du das als Sog wegzurennen? Es ist ein Unterschied ob man sich an die Horrorzeit erinnern kann und sich damit auseinandersetzt oder ob man sie wieder erlebt. Wieder Erleben sollte immer vermieden, unterbrochen werden! Reinszenierungen werden genauso traumatisierend erlebt wie das Ursprungstrauma.
    Und ganz ehrlich: Ich kann verstehen dass du die Schnauze gestrichen voll hast von Therapien. – Aber Gewalt, die zum Inneren Sterben führt als „die beste Erziehungsmethode“ zu bezeichnen und Alternativen, bzw. den Kampf gegen (Selbst)Gewalt grundsätzlich in Frage zu stellen?! Hallo?! Äh…??!!

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    • Liebe Wechselwelten, ja es stimmt Dein Beitrag zu Ablenkung hat mich über MEIN eigenes Erleben berichten lassen aber eben…. es sind meine Gedanken und Aussagen, das hatte nichts mit Dir zu tun – ich will damit ja nicht Dein Wachstum schmälern oder Deine Schmerzen verkleinert dastehen lassen – nein wirklich nicht. Aber es ist nun eben meine Sicht rückwirkend auf meine so viel nutzlosen Therapien, dennoch hat mich genau diese Qual an den Punkt gebracht, von dem ich jetzt berichten kann.
      Mir ist klar, dass ich diese Sicht nicht haben könnte und auch nicht hatte als ich noch in Therapie war, da hatte ich noch die Hoffnung, dass JEMAND draußen mir vielleicht helfen könnte. Damals war mir noch nicht bewusst, dass ich all das was mich stärkt und weiterbringt, doch schon längst in mir wohnt und wirkt und ich es nur nicht glauben konnte, mich zu klein und selbstunwirksam fühlte. Dazu hatte ich noch eine x-te negative Erfahrung machen müssen um zu mir zurück zu finden.
      Ich bin nicht allein mit der Sichtweise, dass Leid und Schmerz und Tod ein guter Lehrmeister sind, die Literatur ist voll davon und auch Menschen, die sehr viel Leid erlebt haben und es letztlich überwunden haben, berichten vielfältig davon…
      Das Leben selbst ist eine Lehre und das ist voll von Leid und Schmerz, sogar für Unos.
      Als ich diesen Beitrag schrieb, war mir klar, dass Menschen, die noch in Therapie sind, dies vielleicht sogar als Angriff auf ihr Leiden verstehen könnten. Mir ist auch klar warum ich einen neuen Blog aufmachen musste, weil ‚in Therapie sein‘ hier nicht mehr unbedingt passt – es ist ein anderer Weg – nicht weniger schmerzhaft oder nicht weniger gut – nur anders. Es ist mein Blog und wer mir folgt, der sollte es freiwillig tun und ich sollte hier sagen können was ich denke und glaube. Jeder wählt seinen eigenen Weg, ob der für andere ebenso sinnvoll ist – kann nur jeder selbst entscheiden. Ich lese immer noch die Beiträge gern – von anderen die in Therapie sind – dort sehe ich was alles für mich mal wichtig war, und was mich hierher auf diesen neuen Blog gebracht hat.

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      • Liebe Pollys,
        klatschen wir sämtlichen „Therapiescheiß“ mal weg (wie gesagt, da sind wir auf einem ähnlichen Weg wie ihr), dann verstehen wir euch so:
        Für euch sind Leid, Schmerz, Isolation (man kann nur alleine heilen, im Außen gibt es nichts was helfen könnte), Sterben/Todesnähe die Ratgeber und die Lehrmeister schlechthin. Es gibt die Dissoziation und ihr stellt die Frage in den Raum ob die Dissoziation nicht viel besser ist als alle Ablenkungsideen, Alternativfahrpläne, zum Wiedererleben, zur Gewalt, weil Schmerz, Sterben und Leid eben gute Lehrmeister sind. Die Gewalt die ihr erleben musstet seht ihr als selbst gewählt an (ob mit oder ohne den Glauben an „eine höhere Macht“ ist vielleicht zweitrangig).
        Verstehen wir das richtig?

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      • Nicht ganz Ihr wechselnde Welten….sicher stimmt nicht für alle der gleiche Einheitsweg. Dissoziation ist notwendig, wenn es nicht anders geht, es immer noch unerträglich ist. Während der Therapie war es sehr notwendig sich abzulenken um nicht alles inzwischen erreichte – wieder zu verlieren, es brachte Struktur in mein Leben ohne unterzugehen(früher war das Ende jeder angefangenen und nicht vollendeten Therapie immer Suizidversuch und Psychiatrie, das wollte ich nicht mehr). Ich seh es so, dass Dissoziation öfters mal notwendig ist – wenn man noch nicht soweit ist, den alten Schmerz auszuhalten. Die Schritte müssen sanft und durch mein Wollen und meine Fähigkeit ihn auszuhalten – geschehen – nicht wieder gewaltsam, wie gewohnt früher und auch wie es in meinen Therapien war. Die Gewalt sehe ich nicht unbedingt als selbst gewählt, aber eben da und nicht ohne Grund – es gibt meiner Meinung nach nichts ohne Grund. Und alles annehmen was grad da ist – VON MIR – nicht durch die Therapeutenkrücke – ist das vorderste Ziel für uns.

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