Thema: Freiheit

heute war wieder unser Gesprächskreis: Lebensphilosophische Betrachtungen und das Thema von heute war Freiheit. Wir beschäftigten uns ausgiebig mit der Definition von Freiheit und merkten, dass eigentlich die Freiheit erst so richtig wahrgenommen wird, wenn wir erlebt haben was Unfreiheit ist. (z.Bsp. Mandela im Gefängnis….)

Da wurde mir aktuell so bewusst und ich spürte es wirklich ganz doll – wie befreit ich mich fühle, seit ich weg bin von dieser letzten nicht empathischen Therapeutin, die mich erneut in die alte Gefangenschaft der Vergangenheit  führte. Und jetzt war ich so frei und hatte die Wahl und wählte – kein unnötiger Schmerz mehr – keine Wiederholung von erfolglosen Therapieversuchen mehr.

Ich bin frei jetzt neue Wege zu suchen, neue Wege ohne unsere Schreckensvergangenheit wieder zu beleben, ohne diesen Quäleweg, ohne diese alten Zustände der Verzweiflung – wo ich mich in hellen Momenten immer fragte: „Warum tust Du Dir das alles nochmal an…. warum willst Du das nochmal durchleben, auf diese Weise nochmal diesen unendlichen Schmerz spüren? Wozu`?“

Etwas in mir sagte ganz deutlich: Nein, es ist genug! Es war genug Gewalt und Unerträgliches im Leben. Ja, die Vergangenheit behindert mich immer noch, ich kann sie scheinbar nicht loswerden. Man kann nicht ungeschehen machen, was passiert ist. Aber ich kann versuchen es zu akzeptieren und auch ohne klassische Therapie weiter wachsen, meinen beengten Lebensraum (durch Traumafolgen) Stück für Stück erweitern, die letzten Jahre meines Lebens friedvoller verbringen, weniger leiden und es vielleicht hinkriegen – schließlich einigermaßen ausgesöhnt in die Anderswelt hinübergehen. Dazu muss ich aber den Quäleweg verlassen.

Und ich bin fest entschlossen!

Wir bleiben „Viele“ und unsere Überlebenssystem hat uns am Leben erhalten. Es ist meines und ich will es „ehren“, dieses unter Mühen erschaffene ‚Gleichgewichtssystem des Überlebens‘ anerkennen. Unlängst sagte mir jemand der sich mit der Diagnose auskennt, dass es nicht viele mit dieser Diagnose gibt, die so alt geworden sind. Na, das ist doch auch was oder?

2 Gedanken zu “Thema: Freiheit

  1. Ganz großes „like“ für das Etwas in dir das sagt: „Nein, es ist genug! Es war genug Gewalt und Unerträgliches im Leben“. – Auf dass dieses Etwas wachsen darf 😉

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    • Danke! Ja, das ist neu bei uns…. Bislang war es ja immer so, dass andere mich für völlig normal hielten, keineswegs hilfebedürftig, toll unser Leben meisternd….. Aber wir fühlten uns nicht so (trotzdem wir natürlich erkannten – verstandesmäßig – dass ja eigentlich die Menschen, die uns erzogen hatten, die Täter, die Unsensiblen, die Weltkaputtmacher…. eigentlich die Kranken waren) Wir begriffen mit dieser Thera, dass sie überhaupt nicht hilfreich war und sein konnte, so wie die gestrickt war. Und nur Quälerei dabei rauskommen konnte und keine Verbesserung. Wir sind allemal besser ohne sie dran.

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